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Auf den Punkt gebracht |
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500.000 Euro-Haftung des Landes für Linsberg Asia ist vielen unverständlich |
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Johann Tomsich
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Montag, 12. Oktober 2009 |
Es war unvermeidbar, dass die weltweite Banken- und Finanzkrise auch in Österreich in wirtschaftlich harte Zeiten münden wird. Die Talsohle dieser Rezession soll angeblich schon erreicht sein, die Auswirkungen (Arbeitslosigkeit, Investitionsunlust) sind aber noch lange nicht überwunden.
Der öffentlichen Hand blieb anfangs nichts anderes übrig, als tief in die Tasche zu greifen, um Banken und Wirtschaft mit Steuergeld (das eigentlich noch gar nicht da ist) und Haftungen am Leben zu halten. So weit, so gut und auf jeden Fall ein Lösungsansatz.
Schon bald aber zeigte sich, dass dieses Hilfsprogramm vielen Unternehmern ein Hintertürchen öffnen könnte: Kündigungen unter dem Deckmantel der Wirtschaftskrise, Förderungsansuchen für überzüchtete Wirtschaftsbereiche. Zum Glück ließ sich die Politik nicht überrumpeln.
Wenn nun das Land Nieder-österreich gemeinsam mit dem Bund für Linsberg Asia eine Haftung von Euro 500.000 übernommen hat, scheint dies für den unter Zahlungsschwierigkeiten leidenden touristischen Leitbetrieb ein Segen zu sein. Der Deckmantel der Wirtschaftskrise, mit dem das Hilfspaket begründet wird, ist aber überhaupt nicht zutreffend. Womit sich das Land des Erwin Pröll in diesem speziellen Fall ebenfalls durch ein Hintertürchen bewegt.
Tatsächlich sind die Turbulenzen von Linsberg Asia ganz einfach nur hausgemacht. So wurde schon beim Bau um über 8 Millionen Euro überzogen. Weil aber die Errichtergesellschafter zugleich auch Ausführende für Bau bzw. Ausstattung waren, schien dies kein allzu großes Problem zu werden. Die Eigentümer (etwa 95 Kommanditisten) waren aber anderer Ansicht. Die Rechtsanwälte sind seitdem am Wort.
Das Management der ersten Stunde musste wegen des fehlenden Betreibervertrages - bedingt auch durch Aversionen zwischen der niederösterreichischen und steirischen Seite der Betreiber - ohne Betriebsmittel starten und die noch fehlende Ausstattung aus den Einnahmen finanzieren. Die Zahlungsprobleme hatten also durchaus einen Grund.
Mehreren Unternehmen in der Region, die ebenfalls in Probleme geschlittert waren, zeigten Land und ÖVP hingegen die kalte Schulter. Bei dem einen ging der Daumen nach oben, bei anderen hinunter …
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