In Stein gemeißelte Kunst am Berg

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Christof Seiser bei der Arbeit in luftiger Höhe. Foto: zVg

Im Rahmen der Dreharbeiten zu einer Folge der „Universum“-Serie über die Zauberberge der Wiener Alpen trat das ORF Kamerateam an den Bildhauer Christof Seiser aus Mönichkirchen heran, ob er nicht auch einen Beitrag zum Film leisten wolle. Daraus entstand ein besonderes Kunstwerk am Berg.

Für die ORF Serie „Universum“ über die Zauberberge der Wiener Alpen schuf der Künstler Christof Seiser eine Reliefarbeit direkt an einer Steinhalde unterhalb des Hochwechsels. Die Idee hierfür war, das Projekt im Verlauf eines Jahres zu schaffen, das Kamerateam begleitete ihn über alle vier Jahreszeiten, um die Entstehung mitzuverfolgen.Foto: zVg
Für die ORF Serie „Universum“ über die Zauberberge der Wiener Alpen schuf der Künstler Christof Seiser eine Reliefarbeit direkt an einer Steinhalde unterhalb des Hochwechsels. Die Idee hierfür war, das Projekt im Verlauf eines Jahres zu schaffen, das Kamerateam begleitete ihn über alle vier Jahreszeiten, um die Entstehung mitzuverfolgen.Foto: zVg

„Gemeinsam mit dem Universum-Team haben wir überlegt, was es werden soll, und schließlich entschieden wir uns für eine Reliefarbeit direkt an einer Abrisslinie einer Steinhalde unterhalb des Hochwechsels“, erinnert sich der Künstler.

Die Idee war, dieses Kunstwerk im Verlauf eines Jahres fertigzustellen. Das Kamerateam begleitete ihn durch alle vier Jahreszeiten, um die Entstehung mitzuverfolgen.

Der Hauptpart der Darstellung ist ein männliches erhabenes Gesicht mit Bart, welches in die Weiten des Wechselgebietes und der Buckligen Welt schaut. Daneben eine stilisierte meditierende Figur mit der typischen Handhaltung der Falun Gong Meditation. Dieses Gesicht ist jedoch nur einseitig menschlich – die zweite Seite ist das Gesicht eines magischen Drachen. Daneben ist wiederum ein Phönix zu sehen.

Schwierige Arbeitsbedingungen

„Da das Gestein aus typischem Wechselgneis besteht, war die Arbeit mit Hammer und Meißel schwierig“, so Seiser. „Denn so ein Gestein ist als Bildhauermaterial an sich völlig ungeeignet aufgrund der Schichten. Es gibt immer wieder sehr poröse, fast sandige Schichten und die nächste ist dafür wieder pickelhart mit Quarzeinschlüssen, welches ja überhaupt das härteste Gestein ist“, erzählt Seiser über die schwierigen Arbeitsbedingungen.

Arbeitsplatz auf 1.700 Meter Seehöhe

Christof Seiser hat auch das Wasserreservoir in seiner Heimatgemeinde bunt gestaltet. Foto: zVg
Christof Seiser hat auch das Wasserreservoir in seiner Heimatgemeinde bunt gestaltet. Foto: zVg

Zwei Stunden Anmarsch mit sämtlichem Werkzeug stand an den Arbeitstagen am Programm. Start war noch in der Morgendämmerung, oft wanderte er mit Stirnlampe. Befand sich doch sein „Arbeitsplatz“ auf 1.700 Meter Seehöhe.

„Der Vorteil des Standorts ist, dass nichts vermoosen kann, weil sich der bearbeitete Stein über der Baumgrenze befindet“, klärt Seiser auf. Alles musste mit der Hand geschliffen werden. „Ich habe da einfach einen Steinschleifer mit verschiedenen Körnungen verwendet.“

Allerdings waren die Wetterbedingungen nicht immer die besten, denn am Hochwechsel, oder eben wie in diesem Fall knapp darunter Richtung Marienseer Schwaig, pfeift so gut wie immer der Wind.

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