Linsberg Asia: Neuer Protest-Anlauf gegen das Kinderverbot

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Sammelten Unterschriften in Bad Erlach: FPÖ-GR Thomas Breitsching, Maximilian Wrede, ÖVP-GR Alexandra Riegler, ÖVP-Fraktions-Obmann GR Bernhard Treibenreif, Laura Treibenreif und ÖVP-GR Andrea Engelschall. Foto: zVg

Seit Oktober 2016 haben sich Therme und Hotel Linsberg Asia als reine Erwachsenentherme bzw. -hotel positioniert. Ein Umstand, den man in der Thermengemeinde Bad Erlach nicht akzeptieren will. Man sieht einen Nachteil für die Einheimischen und will das Thema dank 500 Unterschriften im Gleichbehandlungsausschuss des Parlaments behandeln.

IMG_0151Das Kinderverbot hatte bereits im Herbst vergangenen Jahres für heftige Proteste und Unmut gesorgt. Vor allem Familien aus den Gemeinden rund um die Therme in Bad Erlach zeigten sich besonders betroffen. Sie müssen jetzt wesentlich weitere Wege in Kauf nehmen,  um mit ihren Kindern und Jugendlichen eine Therme besuchen zu können, während die Therme vor der Haustüre erst für Menschen ab dem vollendeten 16. Lebensjahr zugänglich ist.

Der Bad Erlacher ÖVP-Gemeinderat und Fraktionsobmann Bernhard Treibenreif hat nun eine weitere Unterschriftenliste aufgelegt, nachdem bereits im letzten Jahr durch eine Privatinitiative über 300 Unterschriften gesammelt wurden. „Unsere Kinder vom Besuch in unserer Therme auszuschließen, halte ich für falsch. Obwohl wir eine wunderschöne Therme im Ort haben, müssen wir nun weit fahren, um mit unseren Kindern einen Thermentag zu verbringen“, so Treibenreif.

FPÖ-Gemeinderat Thomas Breitsching schloss sich spontan der Unterschriftenaktion an. Man möchte gemeinsam erreichen, dass Kindern und Jugendlichen wieder der Zutritt in die Therme gestattet wird.

Es soll nun versucht werden, möglichst viele Unterschriften zu sammeln und Bürger für die Unterstützung der Aktion „Kinder in der Therme“ zu gewinnen. Denn, so Nationalrat und Bad Erlachs Bürgermeister Hans Rädler: „Bei 500 Unterschriften können wir das Thema im Gleichbehandlungsausschuss des Parlaments behandeln. Diese Zahl haben wir bereits beisammen.“

Linsberg Asia-Geschäftsführer Walter Kois scheint davon weitgehend unbeeindruckt. Er zieht bis jetzt eine durchaus positive Bilanz aus den Zugangsbeschränkungen: „Die Reaktionen unserer Gäste auf die Maßnahmen sind durchwegs positiv. Allseits wird die Ruhe in der Therme gelobt. Seit Herbst 2016 registrieren wir ein jüngeres Publikum, vor allem junge Paare.“ Auch die Beschwerden über das Kinderverbot würden sich laut Kois in Grenzen halten. „Der Weg, sich als reine Erwachsenentherme zu positionieren, wird weitergegangen.“ Spezielle Veranstaltungen sind auch für Familien zugänglich. Dies werde aber explizit angekün­digt. Rädler will nun eine Klage prüfen. Die Gemeinde ist stiller Miteigentümer der Therme und hat sich vertraglich Vorteile für die Gemeindebürger ausverhandelt. Im Kinderverbot sieht Rädler einen Vertragsbruch.

„Klageandrohungen vonseiten des Bürgermeisters sehe ich gelassen entgegen“, so Kois.

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