Über den Wolken ist sie daheim

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Foto: zVg

Wer kann schon von sich behaupten, beruflich über den Wolken zu schweben? Gertrude Ringhofer aus Kirchberg hat ihre Ausbildung zur Flugbegleiterin bei Austrian Airlines absolviert. Seit vergangenem Dezember sorgt sie auch auf Fernflügen für das Wohl der Passagiere.

Eigentlich hat sie ja Agrarpädagogik studiert. Doch schon im Praktikum merkte die reiselustige junge Dame, dass das Lehramt nicht ihr Traumberuf werden würde. Also sattelte sie um und drückte nochmals die Schulbank. „Man muss in dieser Ausbildung in relativ kurzer Zeit sehr viel lernen“, so Gertrude Ringhofer. „Vor allem über die Sicherheitsbestimmungen muss man ganz genau Bescheid wissen. Und da es für jeden Flugzeugtyp eine eigene Sicherheitsausbildung gibt, kommt viel Theorie zusammen.“

Anfangs flog sie Kurzstrecken mit einem Airbus, jetzt fliegt sie hauptsächlich mit dem Flugzeugtyp Boeing 767. „Das ist der kleinere von den ganz großen“, so die Flugbegleiterin. „Mir gefallen vor allem die fremden Länder und Kulturen. Man lernt jeden Tag neue Leute kennen, denn auch die Crew setzt sich immer neu zusammen.“

Land und Leute kennenlernen

„Die USA ist von der Zeitumstellung her am angenehmsten“, erzählt sie von ihren Erfahrungen. Ansonsten hatte sie schon Flüge nach China, Peking oder Indonesien. Dabei bleibt auch immer wieder Zeit, das Land zu erkunden.

Gedanken um einen möglichen Absturz macht sie sich keine. „Bis jetzt waren alle Flüge relativ ruhig.“ Bei ihrer Arbeit in luftigen Höhen besetzt sie immer eine andere Position, entweder in der Economy- oder Business Class. „Diese ist zwar aufwendiger, aber du hast mehr Bezug zu den Passagieren und ein fliegender Koch ist ebenfalls mit dabei“, so Ringhofer.

Vor jedem Flug ein Briefing für Sicherheit

Sicherheit wird sehr großgeschrieben. Vor jedem Flug gibt es einen eigenen Sicherheitscheck auch für die Crew­mitglieder. Der Dienstplan variiert von Monat zu Monat. „Man hat im Jahr eine gewisse Blockzeit, fünf Tage kann man sich frei einteilen, zwei Flüge sind Wunschdestinationen. Wenn man jung und ungebunden ist, finde ich den Job perfekt“, so die Flugbegleiterin.

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