Biketour zum Nordcup

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Links: Max Stix und Friedl Handler aus Lichtenegg sind am Polarkreis angekommen. Ganz in der Nähe stellten sie ihr Zelt zum Übernachten auf, da die Stimmung so herrlich war. Foto: zVg

Der Plan zu dieser Motorradtour entstand zu später Stunde an einem Faschingdienstag in Lichtenegg, dem Heimatort von Max Stix und Friedl Handler. 8.143 Kilometer fuhren sie in 16 Tagen, durchquerten dabei 12 Länder.

Pro Tag legten sie durchschnittlich gute 600 Kilometer zurück. Max Stix musste 43 Mal tanken, Friedl Handler nur halb so oft, da seine KTM Adventure ein größeres Tankvolumen aufnimmt. Geschlafen wurde auf Campingplätzen, im Zelt, aber auch in Hotels, je nachdem, was die beiden vor Ort auftreiben konnten.

Städtehighlights Prag und St. Petersburg

Von Lichtenegg ging es erst einmal nach Prag, ein Fixpunkt, den beide sehen wollten. Dann weiter nach Deutschland, Rostok, Schweden, Oslo, Trondheim bis zum Polarkreis, dann zu den Lofoten und schließlich zum Nordcup. „Die Mitternachtssonne macht dich richtig überdreht, denn du kannst nicht schlafen, wenn es hell ist. Einige Tage haben wir nur vier Stunden geschlafen“, erinnert sich Stix. „Norwegen ist wunderschön, die vielen Fjorde und Seen, aber auch die Himmelsstimmungen sind toll“, schwärmt Stix. Die Temperaturen waren teilweise frisch, doch zum Glück war ihnen der Wettergott gnädig. Gegessen haben sie in Norwegen meist bei Tankstellen. „Das war am güngstigsten und gar nicht schlecht“, so Handler.

In Finnland wohnt der Weihnachtsmann

Retour ging es über Finnland Russland und die Baltischen Staaten. „In Russland kann es auf den Straßen unter Umständen schon gefährlich werden“, meint Stix. „Da gab es eine Straße, da waren links und rechts lauter Marterl für die Verunglückten aufgestellt.“

In Finnland soll in der Stadt Rovaniemi Santa Claus wohnen. Hier gibt es ein eigenes Hauptpostamt für den Weihnachtsmann. Das ganze Jahr werden Weihnachtslieder gespielt, auch die Ausstattung ist wie kurz vor dem Fest.

Hilfsbereitschaft

Einmal musste ein Reifen gewechselt werden, was aber kein Problem darstellte. „Die Leute sind eigentlich überall freundlich und hilfsbereit gewesen“, so die beiden einstimmig.

Max Stix und Friedl Handler kennen sich quasi „ewig“, doch auf dieser Tour waren sie das erste Mal zu zweit mit dem Motorrad unterwegs. Die Bilanz ist durchwegs positiv. Beide träumen schon von der nächsten Tour.

Ein großer Traum von Bergsteiger Max Stix: Nepal. Dafür werden die beiden allerdings etwas länger als 16 Tage brauchen.