Vom Neusiedlersee zum Bodensee

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Nach 3,5 Tagen und 130 Kilometern kamen Gitti Fuchs, Lore Hirner, Milli Embst und Resi Grill in Kapellen an. Hier endete die erste Etappe. Bis Ende September wollen sie alle sechs Etappen bis zum Bodensee absolviert haben.

Milli Embst und Resi Grill arbeiteten gemeinsam in Hochegg. Nun sind sie in Pension und wollen den Plan, der schon seit 20 Jahren in ihren Köpfen herumgeistert, umsetzen: Eine Wandertour in sechs Etappen vom Neusiedlersee zum Bodensee. Dazugekommen sind Lore Hirner und VS-Direktorin Gitti Fuchs, allesamt aus Kirchberg.

„Jeder hat seine Aufgabe“, erklärt die Organisatorin und Bergsteigerin Milli Embst. „Ich organisiere die Strecken und die Unterkünfte, da ich die meisten Hütten kenne. Resi schreibt die Zeit mit, Gitti schreibt abends alles Erlebte ordentlich in einem Reisebericht nieder und Lore nimmt die Schnapserl für die Gipfelstürme mit“, so Embst mit einem Schmunzeln.

Die Strecke in sechs Etappen bewältigen

Die erste Etappe ist mit einem Tagespensum von 35 Kilometern in dreieinhalb Tagen von Rust bis Kapellen in der Steiermark bewältigt. Im Mai startet das Quartett dann von Kapellen nach Eisenerz. „Da Gitti noch berufstätig ist, halten wir die Etappen bis zum Schulschluss kurz. Die letzten beiden dauern dann 14 Tage“, so Embst, die auch Berge in Nepal bestiegen hat und Klettertouren gegenüber nicht abgeneigt ist. „Aber bei dieser Tour gehen wir maximal versicherte Steige, denn die ganze Ausrüstung mitzuschleppen wäre zu schwer. Die Rucksäcke haben so schon fast zehn Kilo.“ Die erste Etappe sei nicht so anspruchsvoll gewesen, da hauptsächlich in der Ebene gegangen wurde, so die an große Höhen gewohnte Bergsteigerin. „Die höchste Erhebung war der Matzenkogel mit 388 Metern. Was ich arg fand: Von Rust bis St. Margareten fanden wir kein einziges Wirtshaus auf der Strecke. Aber wir kommen schon noch ins Hochgebirge, dort können wir uns in den Hütten mit Trinkwasser versorgen.“

1.000 Kilometer  bis zum Ziel

Insgesamt beträgt die Streckenlänge zirka 1.000 Kilometer, genächtigt wird in Hütten oder Pensionen. „Bei Regen muss man eben flexibel sein und bei Bedarf die Strecke abändern“, hofft Embst auf einen gnädigen Wettergott.

„Wenn wir mit der Tour so Mitte September fertig sind, wollen wir ein Fotobuch anfertigen, dann haben wir eine schöne Erinnerung. Hoffen wir, dass alles so klappt, wie wir uns das vorgestellt haben.“