Partnerschaft mit dem „Erzengelstädtchen“

von -
5
Von links: Der Bürgermeister von Maloarchangelsk, Alexander Trunov, Olga Alexandrova, Josef Vollnhofer und ein Vertreter der Stadt zu Besuch im Heimatmuseum der russischen Kleinstadt. Foto: zVg
Olga Alexandrova in Tracht und Josef Vollnhofer in seiner offiziellen Uniform als Kastellan der Burg Kirchschlag. Foto: zVg
Olga Alexandrova in Tracht und Josef Vollnhofer in seiner offiziellen Uniform als Kastellan der Burg Kirchschlag. Foto: zVg

Eine kleine Stadt in malerischer Umgebung, ein zauberhafter Rosengarten vor der Pfarre und die eine oder andere Sehenswürdigkeit – die Rede ist nicht von Kirchschlag in der Buckligen Welt, sondern von Maloarchangelsk im Herzen Russlands. Es ist die Ähnlichkeit der beiden Orte, die sie verbindet. Daher gibt es seit knapp einem Jahr eine Partnerschaft mit der Stadt, die man mit „Erzengelstädtchen“ übersetzen kann. Den ersten Kontakt hat die in Kirchschlag lebende Russin Olga Alexan­drova hergestellt. Heuer im Juli wird der Kirchschlager Bürgermeister Josef Freiler seinem Amtskollegen Alexander Trunov einen Besuch abstatten. Bis jetzt standen die beiden Ortschefs in regem Briefkontakt, der von Alexandrova jeweils übersetzt wurde. Darin tauschten sich Freiler und Trunov über die Besonderheiten der jeweiligen Städte aus und vor allem über die Gemeinsamkeiten.

Zarte Bande

Alexandrova schrieb bereits in einem renommierten russischen Literaturmagazin über die Freundschaft und die Besonderheiten der beiden Städte. Maloarchangelsk hat rund 3.000 Einwohner – für russische Verhältnisse winzig. Eine der Sehenswürdigkeiten der Stadt, die 1778 durch ein Dekret der Zarin Katharina der II. gegründet wurde, ist der prächtige Rosengarten vor der Kirche. Ebenso wie in Kirchschlag.

Josef Vollnhofer mit dem Bürgermeister vor der Pfarrkirche, die ebenso wie in Kirchschlag von einem Rosengarten geschmückt wird. Foto: zVg
Josef Vollnhofer mit dem Bürgermeister vor der Pfarrkirche, die ebenso wie in Kirchschlag von einem Rosengarten geschmückt wird. Foto: zVg

Olga Alexandrova war es, die die ersten Bande zwischen den Bürgermeistern knüpfte. „Ich kenne Maloarchangelsk, weil mein Opa als Förster in der Nähe gearbeitet und ein Haus in der Stadt hat. Seit ich in Kirchschlag bin, sind mir die Gemeinsamkeiten aufgefallen. Vor eineinhalb Jahren habe ich Bürgermeister Freiler die Idee einer Partnerschaft präsentiert und er hat sehr positiv reagiert“, so Alexandrova. Ihr sei es besonders wichtig, Menschen zusammenzubringen. „Natürlich ist es schwierig, sich ständig gegenseitig zu besuchen, aber man könnte beispielsweise mit einem Zeichenwettbewerb der Kinder starten.“ Auch mit der Musikschule hat sie bereits Kontakt aufgenommen bezüglich eines musikalischen Austausches, und auch hier waren die Rückmeldungen positiv. Bevor es soweit ist, steht aber nun das persönliche Treffen der Bürgermeister am Programm, begleitet von Olga Alexandrova und ihrem Lebensgefährten, Josef Vollnhofer, die bereits 2016 vor Ort waren.

Ähnliche Artikel