Sicherheitsregion: Hinschauen statt Wegschauen

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Von links: Bgm. Bernhard Karnthaler (Lanzenkirchen), Generalmajor Gerhard Lang (Projektleiter Gemeinsam.Sicher), Bgm. Hannelore Handler-Woltran (Katzelsdorf), Bgm. Helmut Berger (Pitten), Innenminister Wolfgang Sobotka, Bgm. Franz Breitsching (Walpersbach) und NR Bgm. Johann Rädler (Bad Erlach)

Am 1. Juni fiel der Startschuss für die erste „Gemeinsam.Sicher“-Region Österreichs: Die Thermengemeinden wollen ab sofort in der Bevölkerung für mehr Aufmerksamkeit bezüglich Sicherheitsthemen und bessere Kooperation mit den Einsatzkräften sorgen.

„Das hat nichts mit denunzieren zu tun, sondern damit, mit offenen Augen seine Umgebung zu betrachten. Wir wollen vom Wegsehen zum Hinsehen kommen. Denn wie kann es sein, dass sich ein 12-Jähriger radikalisiert und keiner hat etwas bemerkt?“, so Innenminister Wolfgang Sobotka anlässlich der Präsentation der ersten „Gemeinsam.Sicher“-Region Österreichs in Bad Erlach.

Projektleiter Generalmajor Gerhard Lang erklärt das Projekt: „Vor 20 Jahren hat es bei der Polizei ein radikales Umdenken gegeben. Damals hat man erkannt, dass durch Prävention viele Dinge erst gar nicht passieren würden. Darauf zielt ‚Gemeinsam.Sicher’ ab.“ Es gehe um eine bürgernahe Polizeiarbeit, aber auch um die Mithilfe der Bürger. So soll es gelingen, das Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung, das sich in den vergangenen zwei Jahren verschlechtert hat, wieder zu heben.

Gemeinsam mit dem Österreichischen Zivilschutzverband, dessen Präsident der Bad Erlacher Bürgermeister und Nationalrat Hans Rädler ist, wollen die 5 Thermengemeinden Lanzenkirchen, Katzelsdorf, Pitten, Walpersbach und Bad Erlach ab sofort dem Thema Sicherheit einen höheren Stellenwert einräumen. „In allen Gemeinden Österreichs gibt es Sicherheitszentren und mittlerweile haben wir auch Sicherheitsgemeinderäte, die sich mit dem Thema befassen“, so Rädler. Neben einer verbesserten Zusammenarbeit mit der örtlichen Polizei soll die Bevölkerung auch mit Informationsbroschüren und diversen Aktionen für das Thema sensibilisiert werden.