Von Feistritz zum Kabinetts-Chef beim Kanzler

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Brian Schmidt, ganz links, bei einer Führung durch das List Werk in Olbersdorf. Foto: BKA/ Andy Wenzel

Wie so oft im Leben spielte der Zufall eine Rolle, als sich der fertige Jus-Student nach seinem Gerichtsjahr beim Parlament bewarb. „Ich war einfach zur richtigen Zeit am richtigen Ort“, ist sich Gemeinderat Brian Schmidt aus Feistritz sicher. Er arbeitet zur Zeit als stellvertretender Kabinetts-Chef bei Bundeskanzler Christian Kern.

Bevor ihn der Bundeskanzler im Dezember 2016 in sein Team holte, war Schmidt bei Josef Oster­mayer und BM Sonja Hammerschmid tätig. „Ich habe den Bundeskanzler als offenen, humorvollen Menschen kennengelernt, mit dem man über alles reden und diskutieren kann“, meint Schmidt.

Zur Zeit steige natürlich der Druck aufgrund des bevorstehenden Wahlkampfes. Aber die Stimmung sei gut. „Ich würde sagen, vorfreudig aufgeregt“, beschreibt Schmidt das momentane Arbeitsklima. „Ich bin mir aber sicher, dass wir bis zum Sommer noch die Bildungsreform sowie die Primärversorgung im Gesundheitssystem durchbringen werden“, ist Schmidt optimistisch.

Zu seinen Aufgaben gehören Verhandlungen mit den verschiedenen Parteien, die Vorbereitungen für Parlaments- und Ministerratssitzungen, aber auch Abstimmung mit anderen Ministerien in Sachfragen sowie zahlreiche Recherchen über verschiedenste Themen, zum Beispiel Inneres, Verteidigung oder Bildung. „Das Schöne an meinem Job ist nicht nur die Vielfalt der Aufgaben, sondern auch direkt im Bundeskanzleramt die Möglichkeit zu haben, hinter die Kulissen zu schauen, wie Politik gemacht wird.“

In Wien hat er eine kleine Dienstwohnung, denn: „Bei unseren flexiblen Arbeitszeiten kann es schon einmal sehr spät werden, da zahlt es sich nicht aus, heimzufahren. Meine Familie lebt in Feistritz und für die Gemeinderatssitzungen werde ich freigestellt.“ Wie Brian Schmidt zu seinem gar nicht österreichisch klingenden Vornamen kam? „Meine Mutter war als Au-pair in den USA und ich bin quasi das ‚Mitbringsel‘ von damals“, so Schmidt mit einem Schmunzeln. „Aufgewachsen bin ich aber in Feistritz. Hier habe ich viele Freunde und Bekannte. Da ich durch meine beruflichen Anforderungen oft in Wien oder auf Dienstreise bin, genieße ich es dann umso mehr, in Feistritz ausspannen oder laufen gehen zu können.