„Vorrang“ für die Windkraft

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Wind- und Wasserkraft als unbegrenzte Energiequellen werden in der heutigen Zeit immer wichtiger. Wie viel Logis­tik hinter der Entstehung eines Windparks steckt, ist den ganzen Sommer über im Feistritztal zu sehen. Nach und nach werden insgesamt 18 Rotorblätter für den neuen Windpark Hernstein in Feistritzwald (Steiermark) durch das Wechselland transportiert. 

DSC07045In Grottendorf an der B17 (kurz vor Aspang) wurde ein Umladeplatz und Zwischenlager für die gewaltigen Rotorblätter errichtet. Von dort werden die Flügel, die jeweils 54 Meter lang und 12 Tonnen schwer sind, mit einem Sondertransport durch das Feistritztal über den Feistritzsattel an ihren Bestimmungsort gebracht. Zirka fünf Stunden braucht der Transport von Grottendorf nach Feistritzwald. Der gesamte Schwer­transport samt Ladung wiegt knapp 100 Tonnen.

Zahlreiche Schaulustige finden sich ein

Drei bis vier Begleitfahrzeuge eskortieren die besondere Fracht durch das Tal. Zahlreiche Schaulustige ließen sich dieses Spektakel nicht entgehen. Manche waren sogar mit der Kamera dabei und ließen sich auch von ein paar Regentropfen nicht abschrecken.

Ingo Schleifer vom Generalunternehmer für Windparks, „ECOwind“: „Wir machen immer wieder Stopps und lassen Autos überholen, dadurch dauert die Überführung auch länger. Die ganze Anlage wird bei gutem Wind knapp 20 Megawatt Strom pro Stunde produzieren. Das Rotorblatt befindet sich während des Transportes in einer Schwenkvorrichtung, so kann man das Blatt bis zu 60 Grad hochstellen und nach Bedarf niederlegen, etwa bei Stromleitungen.“ Zwei Mann sichern das Rotorblatt am Anhänger. Insgesamt sind sieben bis acht Mann bei einem Transport im Einsatz. In wenigen Monaten soll der Windpark fertig sein.