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Cornelia Rehberger

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Von links: Bgm. Bernhard Karnthaler (Lanzenkirchen), Generalmajor Gerhard Lang (Projektleiter Gemeinsam.Sicher), Bgm. Hannelore Handler-Woltran (Katzelsdorf), Bgm. Helmut Berger (Pitten), Innenminister Wolfgang Sobotka, Bgm. Franz Breitsching (Walpersbach) und NR Bgm. Johann Rädler (Bad Erlach)

Am 1. Juni fiel der Startschuss für die erste „Gemeinsam.Sicher“-Region Österreichs: Die Thermengemeinden wollen ab sofort in der Bevölkerung für mehr Aufmerksamkeit bezüglich Sicherheitsthemen und bessere Kooperation mit den Einsatzkräften sorgen.

„Das hat nichts mit denunzieren zu tun, sondern damit, mit offenen Augen seine Umgebung zu betrachten. Wir wollen vom Wegsehen zum Hinsehen kommen. Denn wie kann es sein, dass sich ein 12-Jähriger radikalisiert und keiner hat etwas bemerkt?“, so Innenminister Wolfgang Sobotka anlässlich der Präsentation der ersten „Gemeinsam.Sicher“-Region Österreichs in Bad Erlach.

Projektleiter Generalmajor Gerhard Lang erklärt das Projekt: „Vor 20 Jahren hat es bei der Polizei ein radikales Umdenken gegeben. Damals hat man erkannt, dass durch Prävention viele Dinge erst gar nicht passieren würden. Darauf zielt ‚Gemeinsam.Sicher’ ab.“ Es gehe um eine bürgernahe Polizeiarbeit, aber auch um die Mithilfe der Bürger. So soll es gelingen, das Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung, das sich in den vergangenen zwei Jahren verschlechtert hat, wieder zu heben.

Gemeinsam mit dem Österreichischen Zivilschutzverband, dessen Präsident der Bad Erlacher Bürgermeister und Nationalrat Hans Rädler ist, wollen die 5 Thermengemeinden Lanzenkirchen, Katzelsdorf, Pitten, Walpersbach und Bad Erlach ab sofort dem Thema Sicherheit einen höheren Stellenwert einräumen. „In allen Gemeinden Österreichs gibt es Sicherheitszentren und mittlerweile haben wir auch Sicherheitsgemeinderäte, die sich mit dem Thema befassen“, so Rädler. Neben einer verbesserten Zusammenarbeit mit der örtlichen Polizei soll die Bevölkerung auch mit Informationsbroschüren und diversen Aktionen für das Thema sensibilisiert werden.

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Foto: NLK Pfeiffer

Am dritten E-Mobilitätstag am Wachauring in Melk wurde wieder der „RADLand- & E-Mobilitätspreis“ verliehen. Ausgezeichnet wurden unter anderem Gemeinden, Pfarren, Firmen und Privatpersonen, die im Jahr 2016 zur Steigerung des Radverkehrs im Alltag beigetragen haben. Zusätzlich wurden Gemeinden geehrt, die bei der E-Mobilität eine Vorreiterrolle einnehmen. Eine Fachjury wählte aus 57 eingereichten Projekten die Sieger aus. Die Bucklige Welt und das Wechselland erhielten dabei den Sonderpreis „Gesamt­engagement E-Mobilität“ überreicht. Ausschlaggebend dafür war das E-Carsharing-Projekt, das im vergangenen Jahr massiv erweitert wurde.

Seit Oktober 2016 betreiben die Gemeinden Bad Erlach, Grimmenstein, Katzelsdorf, Kirchschlag, Kirchberg, Lanzenkirchen und Warth ein Elektrofahrzeug, das für einen Euro pro Stunde als Carsharing-Fahrzeug gemietet werden kann. Vorreiter bei dem Projekt ist die Gemeinde Krumbach, die mit ihrem „Ein-Euro-E-Mobil“ bereits vor einigen Jahren mit gutem Beispiel voran ging. Das Angebot in den acht Gemeinden wird jedenfalls gut angenommen. 126 Nutzer absolvierten in den drei Betriebsmonaten 2016 knapp 23.000 Kilometer. Die acht Fahrzeuge waren damit fast 2.000 Stunden im Einsatz. Darüberhinaus wurde in den Gemeinden jeweils eine E-Tankstelle mit dazugehörigem Parkplatz installiert und die Gemeindebürger über das Angebot informiert. Ein Engagement, das auch LH-Stv. Stephan Pernkopf freut: „Mit über 400 Neuanmeldungen in den ersten vier Monaten des heurigen Jahres und über 3.000 E-Autos gesamt, ist Nieder­österreich Vorreiter bei der
E-Mobilität. Nach dem Etappensieg, 100 Prozent Strom aus Erneuerbaren Energien‘ ist dies ein nächstes starkes Zeichen in Richtung Energiewende“.

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Die feierliche Verleihung des Professorentitels an Oberst Ernst fand im Audienzsaal des Wissenschaftsministeriums durch Harald Mahrer statt. Foto: BMWFW

Als Vermittler der österreichischen Militärkultur sowie in seinem jahrzehntelangen Bemühen um die kulturellen und wissenschaftlichen Beziehungen zwischen dem Österreichischen Bundesheer und den Streitkräften vieler anderer Länder erhielt der aus Wiesmath stammende Oberst DDr. Josef Ernst den Professorentitel verliehen. Dem „Boten“ gab er einen Einblick in seine Karriere.

Oberst Ernst im Sprachinstitut des Bundesheeres in der Stiftskaserne in Wien. Die Karte zeigt jene Länder, mit deren Streitkräften das Sprachinstitut eine Zusammenarbeit unterhält. Foto: zVg
Oberst Ernst im Sprachinstitut des Bundesheeres in der Stiftskaserne in Wien. Die Karte zeigt jene Länder, mit deren Streitkräften das Sprachinstitut eine Zusammenarbeit unterhält. Foto: zVg

Seine Militärkarriere startete Josef Ernst mit dem Grundwehrdienst. Er rückte in Wiener Neustadt ein und blieb dem Bundesheer seither treu. Dabei wollte er eigentlich Lehrer werden. „Ich fand meine Zeit beim Heer spannend und hatte wohlwollende Vorgesetzte“, erinnert er sich. Trotzdem hatte er eigentlich nicht vor, zu bleiben. Ihm gefiel aber das Neue, Herausfordernde und die Kameradschaft. „Natürlich gab es auch Dinge, die mir nicht so gefallen haben, aber wenn ich etwas geschafft hatte, ist es wieder weitergegangen.“ Das ist mittlerweile 40 Jahre her. Nach mehreren Stationen und einigen Jahren im Mühlviertel, in Wiener Neustadt und in Baden ereilte ihn schließlich der Ruf aus Wien. Genauer gesagt, jener des Spracheninstitutes des Bundesheeres, welchem nach dem Fall des Eisernen Vorhangs eine besondere Bedeutung zufiel. „Ich habe mich während meiner Offiziersausbildung dazu entschieden, als zweite Fremdsprache Tschechisch zu lernen, deshalb dürfte man an mich herangetreten sein“, so Oberst Ernst. Im Rahmen dieser Tätigkeit erhielt er auch die Möglichkeit einer akademischen Ausbildung, studierte zunächst Tschechisch und Pädagogik, an der Militär­universität in Budapest machte er seinen Abschluss in Englisch.

Oberst DDr. Ernst als Verantwortlicher für internationale Kooperationen auf der weltgrößten Konferenz für E-Learning in Berlin im Gespräch mit einem Vertreter der Saudi-Arabischen Universität aus Riad. Foto: zVg
Oberst DDr. Ernst als Verantwortlicher für internationale Kooperationen auf der weltgrößten Konferenz für E-Learning in Berlin im Gespräch mit einem Vertreter der Saudi-Arabischen Universität aus Riad. Foto: zVg

Als Sprachlehrer, Dolmetscher und Übersetzer war Ernst unter anderem auch im Nahen Osten im Einsatz – in einer Zeit großer Spannungen. „Als ich mit freiem Auge gesehen habe, wie Scud-Raketen in Israel eingeschlagen sind, war das nicht ohne. Aber man lernt mit der Gefahr zu leben. Manchmal war es aber schon sehr knapp.“

Heute hält er Vorträge im In- und Ausland in Deutsch, Englisch und Tschechisch und ist Verfasser von zahlreichen Büchern und Fachartikeln. Ernst lebt in Wien und Wiener Neustadt, der Kontakt zu Wiesmath ist aber nie abgerissen. „Hier steht mein Elternhaus und lebt meine Mutter und ich habe regelmäßig Kontakt zu meinen Verwandten.“ Als jemand, der in der Welt viel herumgekommen ist, weiß er: „Die Welt verändert sich sehr stark. Gerade die Dorfgemeinschaft hat – um es ganz pathetisch auszudrücken – etwas Friedvolles, und der Zusammenhalt ist eine wichtige Säule.“

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Im Jahr 2014 standen Leopoldine Reisenbauer und Dr. Ingrid Schwarz gemeinsam für die „Botin“ vor der Kamera. Nun hat Schwarz im Gedenken an ihre Mitstreiterin einen Stiftungspreis initiiert.

Als Leopoldine Reisenbauer Anfang des Jahres völlig unerwartet verstarb, war dies für viele ein Schock. Ingrid Schwarz vom Verein Südwind NÖ verlor eine langjährige Weggefährtin bei der Arbeit der Fair Trade Region. Um an das besondere Engagement von „Poldi“ zu erinnern, wird daher ein „Poldi Reisenbauer“-Stiftungspreis ins Leben gerufen.

Als Obfrau des Bildungs- und Heimatwerkes (BHW) Bucklige Welt hat sie es gemeinsam mit Südwind NÖ geschafft, dass die Bucklige Welt und das Wechselland als erste Fair Trade Region Niederösterreichs ausgezeichnet wurden. Zahlreiche innovative Bildungsangebote gehen ebenso auf ihr Konto wie ein unglaubliches freiwilliges Engagement. Leopoldine Reisenbauer war immer da, wenn sie gebraucht wurde, verstand es, sich durchzusetzen und für die gute Sache zu kämpfen. Als sie Anfang dieses Jahres völlig unerwartet verstarb, hinterließ sie eine tiefe Lücke in der Region. Besonders für Ingrid Schwarz, die jahrelang mit ihr bestens zusammengearbeitet hat, war der Verlust ein Schock. Die Arbeit für die „Faire Welt Bucklige Welt-Wechselland“ gehe zwar weiter, werde aber nie wieder das sein, was sie einmal war. Um den Einsatz von Reisenbauer entsprechend zu würdigen und gleichzeitig andere gute Beispiele vor den Vorhang zu holen, wird es daher ab heuer einen „Poldi Reisenbauer“-Stiftungspreis von Südwind NÖ geben, der mit 1.000 Euro dotiert ist.

1.000 Euro für großes Engagement

Gesucht werden verdienstvolle Frauen, die mit ihrem Einsatz in der Buckligen Welt und dem Wechselland etwas Besonderes leisten. „Es geht um das Sichtbarmachen von ehrenamtlicher Arbeit – nach dem Vorbild von Poldi“, so Schwarz. Einsendungen an Südwind NÖ, Bahngasse 46, 2700 Wiener Neustadt oder per Mail an ingrid.schwarz@suedwind.at

Eine Jury, bestehend aus Ingrid Schwarz, Regionsobmann Fritz Trimmel, der neuen BHW-Obfrau Edith Tippel, Reisenbauers Tochter Margit Sauer und „Bote“-Chefredakteurin Cornelia Rehberger wird aus alle Einsendungen die Gewinnerin küren. Diese wird dann jedes Jahr in der Oktober-Sonderausgabe „Botin aus der Buckligen Welt“ präsentiert.

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Vertreter von Stadt und Fachhochschule beim Spatenstich

Da der Platz an der FH Wiener Neustadt am Stadtrand bereits viel zu knapp ist, soll es künftig einen zusätzlichen Standort in der Innenstadt geben. Ende Mai erfolgte der Spatenstich vor der ehemaligen Karmeliterkirche.

Vor zwei Jahren wurde mit den Planungen begonnen, nun können die tatsächlichen Bauarbeiten beginnen. Ein Teil der FH Wiener Neustadt übersiedelt in den kommenden Jahren in die Innenstadt. Der Standort am Areal des Landesklinikums hatte schon viele Funktionen: 1718 wurden Kirche und Klos-
ter fertiggebaut, später wurde das Gebäude als Seiden-, Samt- und Florettbandfabrik genutzt, als Witwenheim und zum Schluss für die Verwaltung des Krankenhauses. „300 Jahre nach dem letzten Spatenstich können wir heute wieder einen feiern“, freut sich Peter Erlacher, Geschäftsführer der FH Wiener Neustadt.

Auf 5.500 m2 sollen 1.400 Studenten und 100 Lehrer ihre neue Heimat finden. Die gesamte Wirtschaftsfakultät wird nach Fertigstellung in der Innenstadt angesiedelt. Außerdem sollen die FH- und die Stadtbibliothek zusammengelegt werden. Zusätzlich ist eine öffentliche „Startup-Area“ geplant, ein Lokal, ein Wissensturm und Lernzonen, die im ehemaligen Kirchenschiff angesiedelt werden. Auch ein „Future Lab“ wird es geben. Was genau das ist, will Erlacher aber erst bei der Eröffnung verraten.

Derzeit laufen die Vorbereitungsarbeiten, damit der Krankenhausbetrieb ungestört bleibt. Ab Herbst wird gebaut. 33,5 Millionen Euro kostet das Projekt. Ein Großteil wird von der FH durch Rücklagen finanziert, der Rest, jeweils 7 Millionen Euro, kommt von der Stadt und dem Land Niederösterreich. Der Studienbeginn ist für Herbst 2019 geplant. „Mit diesem Bauakt ist gleichzeitig garantiert, dass das neue Klinikum am Stadtrand kommt. Der Platz in der Civitas Nova ist bereits fixiert, derzeit geht es um die Projektplanung und Finanzierung“, so Bürgermeister Klaus Schneeberger.

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Foto: zVg
Foto: zVg
Foto: zVg

Tanja Handler ist Friseur-Lehrling in „Nici‘s Hoarstub‘n“ in Hollenthon und fiebert ihrer Lehrabschlussprüfung in wenigen Wochen entgegen. Soweit, so normal. Das reicht der jungen Nachwuchs-Fachkraft aber scheinbar nicht, denn seit dem 1. Lehrjahr nimmt sie regelmäßig an diversen Wettbewerben teil – und landet dabei immer im Spitzenfeld.

„Schon seit ich ein Kind war,  wollte ich Friseurin werden. Ich habe schon als Kleinkind meine Puppen gestylt“, erinnert sich Tanja, die in Gleichenbach (Gemeinde Hollenthon) lebt. 2014 startete sie schließlich ihre Lehrausbildung. „Es war genau so, wie ich es mir vorgestellt habe, ich durfte gleich richtig mitmachen und hatte bereits nach ein paar Monaten meine Stammkunden für Hochsteckfrisuren.“

Spitzenplatz

Friseurin2Als schließlich die Einladung der WKO zum Lehrlingswettbewerb kam, machte sie sich wenige Gedanken und ging ohne große Vorbereitungen an den Start. Das Ergebnis: Tanja wurde Landessiegerin in der Gesamtwertung und erreichte beim Bundesbewerb den 8. Platz. Weiter ging es zu den „Hairdresser Open“, einem Internationalen Bewerb, der 2015 in Rumänien stattfand. Von zahlreichen Teilnehmern aus sechs Nationen wurde sie Erste bei den Herrenfrisuren, Dritte mit der Brautfrisur und holte den Gesamtsieg.  Ähnlich ging es auch im 2. und 3. Lehrjahr weiter, mit jeweils einem 1. und 3. Platz beim Landeslehrlingswettbewerb. Heuer wurde sie erneut Landessiegerin und 6. beim Bundesbewerb. Nach ihrer Abschlussprüfung im Juli möchte sich Tanja Handler weiterbilden und die Meisterprüfung absolvieren. Was sie anderen jungen Menschen rät: „Der Friseurberuf ist ein echter Traumberuf, kann aber auch sehr anstrengend sein. Aber wenn man es wirklich will, dann macht das nichts.“

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Bgm. Josef Freiler (re.) mit den Schülern der HTL Wiener Neustadt und deren Lehrer bei der neuen Brücke. Foto: zVg

Die Brücke bei der Zufahrtsstraße Karlgraben in der Gemeinde Krumbach wurde mit Unterstützung der HTL Wiener Neustadt neu gestaltet – neues Geländer inklusive. Die Familien Pernsteiner und Stockinger-Gamperl bedankten sich bei der Gemeinde und GfGR Christian Schuh für die Unterstützung.

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Bucklige Weltreisen-Lieblingsplatz: „Wir reisen immer wieder gerne zu diesem großen Feld oberhalb von Eichberg (Gemeinde Scheiblingkirchen-Thernberg), ganz besonders, wenn so viele Wiesenblumen blühen. Hier genießen wir die eine oder andere kurze Auszeit bei herrlicher Aussicht auf die Ruine Thernberg, den Stanghof, Weißjackl, Fischauer Vorberge und die Hohe Wand am Horizont“, so Markus Steinbichler. Foto: Markus Steinbichler

In unserer April-Ausgabe haben wir die Facebook-Seite „Bucklige Weltreisen“ vorgestellt. Das Konzept, die schönsten Seiten der Region anhand von eindrucksvollen Landschaftsbildern zu dokumentieren, scheint zu gefallen. Mittlerweile hat die Seite, die von Markus Steinbichler betrieben wird, weit über 1.000 Follower. Ein Konzept, das auch in den Boten aus der Buckligen Welt bestens passt, denn schließlich beschäftigen wir uns seit über 30 Jahren mit den Besonderheiten der Region. Daher haben wir beschlossen, für eine Serie gemeinsame Sache zu machen: „Bucklige Weltreisen im Boten aus der Buckligen Welt“.

Die schönsten Bilder für unsere Leser

Die Idee ist einfach, soll aber viele Nachahmer finden. Steinbichler stellt eines seiner Bilder zur Verfügung, die auf seiner Spurensuche durch das Land der 1.000 Hügel entstehen. Das Team vom „Boten“, das naturgemäß ebenfalls kreuz und quer durch die Region unterwegs ist, präsentiert ebenfalls ein Bild.

Die schönsten Bilder von unseren Lesern

Und dann kommen Sie ins Spiel, liebe Leserinnen und Leser! Schicken Sie uns ein Foto von Ihrem Lieblingsplatz (Auflösung mindestens 2 MB) per Mail an redaktion@mayrhofer.co.at und eine kurze Beschreibung, was diesen Ort für Sie zu etwas Besonderem macht. Die schönsten Einsendungen werden ebenfalls an dieser Stelle veröffentlicht.

Und nun viel Spaß beim
Bilderschauen!

„Bote“ Lieblingsplatz: Die Region ist berühmt für ihre Ausblicke, ganz besonders kann man sie vom Türkensturz aus genießen. Auf dem Weg dorthin macht man einen schönen Waldspaziergang und bei einer Wolkenstimmung wie auf dem Bild stellt sich dann die Frage, ob man es denn vor dem  Regenguss zurück ins Trockene schafft.
„Bote“ Lieblingsplatz: Die Region ist berühmt für ihre Ausblicke, ganz besonders kann man sie vom Türkensturz aus genießen. Auf dem Weg dorthin macht man einen schönen Waldspaziergang und bei einer Wolkenstimmung wie auf dem Bild stellt sich dann die Frage, ob man es denn vor dem
Regenguss zurück ins Trockene schafft.

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Von links: Der Bürgermeister von Maloarchangelsk, Alexander Trunov, Olga Alexandrova, Josef Vollnhofer und ein Vertreter der Stadt zu Besuch im Heimatmuseum der russischen Kleinstadt. Foto: zVg
Olga Alexandrova in Tracht und Josef Vollnhofer in seiner offiziellen Uniform als Kastellan der Burg Kirchschlag. Foto: zVg
Olga Alexandrova in Tracht und Josef Vollnhofer in seiner offiziellen Uniform als Kastellan der Burg Kirchschlag. Foto: zVg

Eine kleine Stadt in malerischer Umgebung, ein zauberhafter Rosengarten vor der Pfarre und die eine oder andere Sehenswürdigkeit – die Rede ist nicht von Kirchschlag in der Buckligen Welt, sondern von Maloarchangelsk im Herzen Russlands. Es ist die Ähnlichkeit der beiden Orte, die sie verbindet. Daher gibt es seit knapp einem Jahr eine Partnerschaft mit der Stadt, die man mit „Erzengelstädtchen“ übersetzen kann. Den ersten Kontakt hat die in Kirchschlag lebende Russin Olga Alexan­drova hergestellt. Heuer im Juli wird der Kirchschlager Bürgermeister Josef Freiler seinem Amtskollegen Alexander Trunov einen Besuch abstatten. Bis jetzt standen die beiden Ortschefs in regem Briefkontakt, der von Alexandrova jeweils übersetzt wurde. Darin tauschten sich Freiler und Trunov über die Besonderheiten der jeweiligen Städte aus und vor allem über die Gemeinsamkeiten.

Zarte Bande

Alexandrova schrieb bereits in einem renommierten russischen Literaturmagazin über die Freundschaft und die Besonderheiten der beiden Städte. Maloarchangelsk hat rund 3.000 Einwohner – für russische Verhältnisse winzig. Eine der Sehenswürdigkeiten der Stadt, die 1778 durch ein Dekret der Zarin Katharina der II. gegründet wurde, ist der prächtige Rosengarten vor der Kirche. Ebenso wie in Kirchschlag.

Josef Vollnhofer mit dem Bürgermeister vor der Pfarrkirche, die ebenso wie in Kirchschlag von einem Rosengarten geschmückt wird. Foto: zVg
Josef Vollnhofer mit dem Bürgermeister vor der Pfarrkirche, die ebenso wie in Kirchschlag von einem Rosengarten geschmückt wird. Foto: zVg

Olga Alexandrova war es, die die ersten Bande zwischen den Bürgermeistern knüpfte. „Ich kenne Maloarchangelsk, weil mein Opa als Förster in der Nähe gearbeitet und ein Haus in der Stadt hat. Seit ich in Kirchschlag bin, sind mir die Gemeinsamkeiten aufgefallen. Vor eineinhalb Jahren habe ich Bürgermeister Freiler die Idee einer Partnerschaft präsentiert und er hat sehr positiv reagiert“, so Alexandrova. Ihr sei es besonders wichtig, Menschen zusammenzubringen. „Natürlich ist es schwierig, sich ständig gegenseitig zu besuchen, aber man könnte beispielsweise mit einem Zeichenwettbewerb der Kinder starten.“ Auch mit der Musikschule hat sie bereits Kontakt aufgenommen bezüglich eines musikalischen Austausches, und auch hier waren die Rückmeldungen positiv. Bevor es soweit ist, steht aber nun das persönliche Treffen der Bürgermeister am Programm, begleitet von Olga Alexandrova und ihrem Lebensgefährten, Josef Vollnhofer, die bereits 2016 vor Ort waren.

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Bei der Jubiläumsfeier wurde das Kochbuch präsentiert. Foto: zVg

Vor rund zehn Jahren fanden sich die „Krippenfreunde der Passionsspielpfarre Kirchschlag“ auf Initiative von Christa Pürrer zusammen. Mittlerweile sind  aus den regelmäßigen Kursen nicht  nur knapp 350 Krippen entstanden, sondern auch ein Kochbuch. Von dem Engagement der Kirchschlager profitieren wiederum Frauen in Papua Neuguinea – am anderen Ende der Welt. Wie das zusammenpasst, ist am 17. Juni um 19.45 Uhr im Pfarrzentrum von Kirchschlag zu sehen.

Christa und Alois Pürrer von den Kirchschlager Krippenbauern mit  Missionsschwester Heline zu Besuch beim Boten aus der Buckligen Welt
Christa und Alois Pürrer von den Kirchschlager Krippenbauern mit
Missionsschwester Heline zu Besuch beim Boten aus der Buckligen Welt

Im letzten Winter gab es für die Kirchschlager Krippenbauer Grund zum Feiern: Die aktive Runde feierte 10. Jubiläum und präsentierte im Rahmen der Krippen-Ausstellung erstmals ihr neues Kochbuch der Öffentlichkeit.

Die Idee entstand, weil bei den Treffen der Bastler immer jemand Mehlspeise mitbrachte, und man sich für die Rezepte der anderen interessierte. Aus ursprünglich geplanten 30 Seiten wurden schnell 230.
Christa Pürrer und Theresia Buchta tippten die Rezepte ab, Pürrers Tochter Doris Pichler-Holzer, die ebenfalls beim Krippen-Team aktiv ist, sorgte für das Layout. Entstanden ist eine umfangreiche Sammlung an österreichischen Mehlspeis-Klassikern, aber auch ein paar pikante Rezepte.

Mit dem Kochbuch wurde aber nicht nur die Freude fürs Backen angeregt, sondern vor allem eine Möglichkeit gefunden, Spenden zu sammeln. Denn die Krippenfreunde sind seit 10 Jahren im Einsatz für die gute Sache.

Krippen von der Meisterin

Maria Zodl bei der Arbeit an der Jahreskrippe. Foto: zVg
Maria Zodl bei der Arbeit an der Jahreskrippe. Foto: zVg

Begonnen hat alles damit, dass Christa Pürrer im Pfarrgemeinderat für die katholische Erwachsenenbildung zuständig war und nach einer Möglichkeit gesucht hat, in diesem Bereich etwas Sinnvolles zu tun. Also suchte sie ein Lokal, Lehrer sowie Teilnehmer, und startete im ersten Jahr mit acht Krippen. Seither sind einige dazugekommen. Ende 2017 werden von den Krippenfreunden und den Teilnehmern über 350 Krippen fertiggestellt sein.

„Mir ist wichtig, dass die Teilnehmer auf die Aufgabe, die vor ihnen liegt, richtig eingestimmt werden. Daher kommt der Pfarrer immer zum ersten Tag der Krippen-Werkstatt und am Beginn beten wir gemeinsam“, so Pürrer, die im Jahr 2009 die vierjährige Ausbildung zum Krippenbaumeister begonnen und erfolgreich abgeschlossen hat. Ihr Mann unterstützt sie und die interessierten Hobby-Bastler bei den technischen Feinheiten. Daneben hat sie mit einigen langjährigen Vereinsmitgliedern wertvolle Unterstützer. So wurden etwa die Familie Zodl und Stefan Werkovits im Rahmen der Jubiläumsfeier für ihre 13. Krippe geehrt.

Ein ganz besonderes Projekt war im letzten Jahr der Bau der Jahreskrippe für die Pfarre Kirchschlag. Das kreisförmige, drehbare „Bauwerk“ erzählt die wichtigsten Stationen im Leben Jesu, von Maria Verkündigung bis zur Auferstehung. Rund 770 Arbeitsstunden wurden dafür investiert. Um besondere Figuren zu bekommen, ist Familie Pürrer extra – mit der Krippe im Wohnwagen – nach Südtirol gefahren.

Für die gute Sache

Ein Ausschnit aus der Jahreskrippe für die Pfarre. Foto: zVg
Ein Ausschnit aus der Jahreskrippe für die Pfarre. Foto: zVg

Jedes Jahr sammelte die Krippen-Runde Spenden, so auch im Jubiläumsjahr und mit dem Erlös aus dem Kochbuch. Diese kommen einem besonderen Zweck am anderen Ende der Welt zugute: Die gebürtige Kirchschlagerin Sr. Heline ist seit 1972 in Papua Neuguinea als Missionsschwester im Einsatz. In den letzten Jahren hat sie sich vor allem jungen Frauen angenommen und bringt ihnen etwa das Nähen bei. Dank der Spenden der Krippenbauer konnten schon einige Nähmaschinen angeschafft werden. Nun sammelt die 78-Jährige für Fahrtgeld, damit sie taubstumme Kinder in die Schule schicken kann. Derzeit ist Sr. Heline auf einem ihrer seltenen Heimatbesuche. Am 17. Juni erzählt sie um 19.45 Uhr im Pfarrzentrum von Kirchschlag von ihrem Leben, begleitet von eindrucksvollen Bildern.

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Der „Bote“ hat Gedichte für unsere „Der Suchende“- Illustrationen von Künstler Hans Schwarzl gesucht, und erhielt zahlreiche Antworten. Aus über 100 Gedichten hat die Jury schließlich die aus ihrer Sicht besten 10 ausgewählt, die in den kommenden Monaten vorgestellt werden. Eines davon hat uns besonders beeindruckt: Katharina Fahrner aus Kirchberg am Wechsel ist gerade einmal 14 Jahre alt. Und sie hat uns mit „Der kleine, rote Luftballon“ ein großartiges Gedicht geschickt. Damit ist sie die jüngste Teilnehmerin und Gewinnerin unseres Bewerbes. Für Geschichten hat sich die Schülerin am Gymnasium Sachsenbrunn schon immer interessiert. Als sie klein war, hat sie ihrer Oma die Ideen angesagt, sobald sie alle Buchstaben kannte, schrieb sie selbst. Später kamen dann auch die Gedichte dazu. Die Gewinner-Reime sind innerhalb von 30 Minuten entstanden, „dann habe ich noch das eine oder andere verbessert“, so Katharina. Von Hans Schwarzl bekam sie dafür eine Illustration inklusive Widmung, die künftig in ihrem Zimmer einen Ehrenplatz bekommt.

 

© Hans Schwarzl, www.brombergart.com
© Hans Schwarzl, www.brombergart.com

Der kleine, rote Luftballon

Der Regen prasselt draußen nieder!
Wann sehen wir nur die Sonne wieder?
Der Himmel, die Häuser, alles leer und grau,
kein Tupfen Farbe, wohin ich auch schau.
Doch plötzlich sehe ich, ganz nah ist er schon,
einen kleinen, roten Luftballon.
Vom Wind getrieben tänzelt er umher,
als wüsste er, dass er der einzige Farbtupfen wär.
Er tanzt umher, wechselt oft die Position,
der kleine, rote Luftballon.
Doch dann, ganz sachte und geborgen,
trägt der Wind ihn Richtung Norden.
Dorthin geht also seine kleine Exkursion,
die vom kleinen, roten Luftballon.
Trotzdem will ich es nicht akzeptieren,
meinen kleinen Freund so schnell zu verlieren.
Ich stürze hinaus, mach mich auf und davon,
und suche den kleinen, roten Luftballon.
Ganz alleine fühle ich mich ohne ihn,
was auch ihn zu stören schien.
Denn schon bei der nächsten Busstation,
seh ich den kleinen, roten Luftballon.
Verknotet in den Eisenstangen,
scheint er dort um sein Leben zu bangen.
Was ich tue, wisst ihr sicher schon,
ich helfe dem kleinen, roten Luftballon.
Ich binde ihn los, wir sind wieder vereint,
und so glücklich, dass sogar die Sonne erscheint.
Dann lauf ich heim, weg von der Busstation,
ich und der kleine, rote Luftballon.
            Katharina Fahrner, 14 Jahre

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Paul, Moritz, Josefa, Marie-Theres und Direktorin Brigitte Fuchs

Über das Projekt „Bildung wächst“ haben wir im Boten aus der Buckigen Welt schon oft berichtet. Nun haben wir das neue Bildungskonzept in der Praxis kennengelernt. Paul, Moritz, Josefa, Marie-Theres und Direktorin Brigitte Fuchs haben uns einen beeindruckenden Einblick in den Schulalltag an der VS Kirchberg gewährt.

Beim Fußballspielen gab es immer wieder Streit, weil die Mannschaften einfach nicht ausgewogen waren. Also haben sich die Volksschüler der VS Kirchberg am Wechsel im Rahmen der Schulversammlung eine gemeinsame Lösung überlegt. Seither macht das Kicken wieder allen Spaß. So und so ähnlich läuft hier der Schulalltag. Lösungsorientiert, auf die Selbstständigkeit der Schüler bedacht und vor allem mit einer riesigen Portion Teamgeist. Paul, Moritz, Josefa und Marie-Theres haben sich gemeldet, um der Journalistin vom „Boten“ von ihrem Schulalltag zu erzählen. Wie man mit Problemen umgeht, wie man sich das Lernen vorstellen kann (inklusive Lerntagebuch, in dem das Erreichen der selbstgesteckten Ziele vermerkt wird) und wie das Leben in der Klasse funktioniert. Dieses wird maßgeblich vom Klassenrat beeinflusst. Dessen Vertreter sammeln Zetteln mit Anliegen der Schüler, etwa wenn es zu viele Hausübungen gab oder wenn es Ideen für neue Spielsachen gibt. Jeden Freitag in der letzten Stunde wird darüber diskutiert. Ein Vorsitzender, ein Zeitwächter, ein Lautstärkewächter und ein Protokollschreiber (alles Schüler) leiten die Sitzung. Sehr demokratisch und sehr gut organisiert. Einmal pro Monat gibt es außerdem eine Schulversammlung in der Aula, immer von einer anderen Klasse gestaltet und mit allen Schülern gemeinsam. Bei demTreffen Anfang Juni wurden zunächst die Geburtstagskinder des Vormonats mit einem Lied und einem Geschenk beglückwünscht, bevor dann die „Botschafter“ von ihren Besuchen in anderen „Bildung wächst“-Schulen berichteten. Zum Abschluss gab es dann wieder ein Lied, an dem alle der über 100 Schüler mitsangen. Fazit: Auch wenn das Konzept auf absoluter Freiwilligkeit jedes Lehrers beruht, merkt man, dass der Zusammenhalt und die Kameradschaft in dieser Schule einen ganz besonderen Stellenwert hat. Und dass man auch nach einigen Schuljahren den Spaß am Lernen bewahren kann.

Singen bei der Schulversammlung
Singen bei der Schulversammlung