Frischer Wind für Flaggschiff Weintourismus

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Christian Gradwohl (ga.li.), Obmann vom „Verein Blaufränkischland PUR“, und sein Stellvertreter Michael Glatz (2.v.li.) möchten mit weiteren Projekten wichtige Akzente für den Tourismus im Blaufränkischland setzen. Neckenmarkts Bürgermeister Johannes Igler und Alexandra Schlaffer von der Vinothek und dem Weinbau- und Fahnenschwingermuseum Neckenmarkt mit dem Entwurf eines Genussständers samt zugehöriger Genusskarten.

Die fünf Mitgliedsgemeinden des Vereins Blaufränkischland PUR setzen sich mit vereinten Kräften dafür ein, den Tourismus im Blaufränkischland voranzutreiben. Die Vernetzung der Rotweingemeinden spielt dabei eine zentrale Rolle. Einer Broschüre und der „langen Nacht der Vinotheken“ folgt nun das nächste Projekt: Genusskarten.

„Ziel ist, den Weintourismus noch mehr im Blaufränkischland zu positionieren“, erklärt Christian Gradwohl, Obmann vom „Verein Blaufränkischland PUR“ im Rahmen einer Pressekonferenz in der Weinlounge des Vinatriums Deutschkreutz. Sein Stellvertreter Michael Glatz erläutert die Sachlage: „Das Blaufränkischland ist im Rotweinbereich die Nummer eins. Qualitativ sind wir das nach wie vor. Doch andere Regionen locken inzwischen ebenfalls mit ihren Weinen und überholen uns da vielleicht auf der touristischen Schiene.“

Stolz ist man deshalb auf die Broschüre „Blaufränkischland PUR“, die es nun zum zweiten Mal gibt, denn „die Resonanz der Betriebe war sehr positiv“, so Gradwohl. Besonders stolz ist er, dass heuer eine Kooperation mit den Seefestspielen in Mörbisch zustande gekommen ist.  Zur Gründung vom „Verein Blaufränkischland PUR“, dessen Vorstand unentgeltlich arbeitet, kam es vor einem Jahr aufgrund der bevorstehenden Auflösung der Tourismusverbände per 31. Dezember 2016. „Da wäre im Blaufränkischland im ersten Halbjahr 2017 touristisch tote Hose gewesen“, so Gradwohl, der davon überzeugt ist, dass bis zum Greifen der neuen Tourismusstrukturen auch noch das 2. Halbjahr davon betroffen gewesen wäre. Aber: „Eine Zusammenarbeit mit dem Tourismusverband Lutzmannsburg wird es in jedem Fall geben. Wir können es nur gemeinsam schaffen.“

Vernetzung der Rotweingemeinden

An einer Vernetzung im Weintourismus, daran arbeitet der „Verein Blaufränkischland PUR“ sehr intensiv: Event-Termine koordinieren, damit es zu keinen Überschneidungen kommt oder die Organisation von Packages,  das sind nur einige der Aktivitäten. Zudem hat man letztes Jahr im Herbst eine lange Nacht der Vinotheken mit Taxishuttle in fünf Vinotheken auf die Beine gestellt, die heuer im April ihre Fortsetzung mit sechs Vinotheken finden wird.

Die nächste touristische Vernetzung im Blaufränkischland ist ebenfalls schon spruchreif: Es sollen Werbeständer mit Genusskarten in allen teilnehmenden Betrieben aufgestellt werden. Gästen soll damit ein schneller Überblick über z.B. Ausflugsziele, Weingüter, Beherbergungsbetriebe oder Restaurants geboten werden. Gradwohl: „10.000 Karten wurden bestellt. Die Finanzierung erfolgt durch die teilnehmenden Betriebe. Das Projekt wurde bei Leader plus eingereicht.“

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