27 Männer und 1 Bürgermeisterin

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Die mittelburgenländischen Gemeinden sind fest in Männerhand. Im Herbst wird wieder gewählt. Da besteht zumindest die Chance, dass mehr Frauen kandidieren und gewählt werden. Die Ausgangssituation ist von Ortschaft zu Ortschaft höchst unterschiedlich.

Am 1. Oktober wird im Burgenland gewählt. Es geht um die Sitze im Gemeinderat und zugleich – in einer Direktwahl – um die Sessel der Bürgermeister. Derzeit werden hinter den Kulissen die Strategien entworfen und personell die Weichen gestellt. Und einige Bürgermeister haben schon ihren Platz für den Nachfolger
geräumt.

Wer wird Bürgermeisterin oder Bürgermeister? Das ist die spannende Frage in vielen der 28 Gemeinden des Bezirkes. Vor allem dort, wo bei den letzten Wahlen, im Oktober 2012, ein knappes oder überraschendes Resultat erzielt worden ist. Erinnern wir uns an die Ergebnisse vor fünf Jahren: Die SPÖ hat 16, die ÖVP 10 Bürgermeis­tersitze erzielt, zwei – in Deutschkreutz mit Manfred Kölly und in Lutzmannsburg mit Christian Rohrer – gingen an Namenslisten. In 27 Gemeinden ist ein Mann gewählt worden, nur in Steinberg-Dörfl gibt es eine Bürgermeisterin, die SPÖ-Landtagsabgeordnete Klaudia Friedl. Der Frauenanteil ist damit im Mittelburgenland extrem niedrig, nur halb so hoch wie der Österreich-Durchschnitt. In vier Gemeinden musste ein zweites Mal gewählt werden. Die beiden Kandidaten mit den meisten Stimmen aus dem ersten Wahltag sind zu einer Stichwahl angetreten, konkret in Kobersdorf, Lutzmannsburg, Mannersdorf und Ritzing.

Absolut die meisten Stimmen, genau 1558, hat Landtagsabgeordneter Manfred Kölly mit seinem „Bündnis Liste Burgenland“ in Deutschkreutz bekommen. In Weingraben haben Alfred Kohlmann schon 223 Stimmen gereicht. Ganz knapp ist es für Werner Hofer in Lackendorf ausgegangen; gewonnen hat er mit einem Überhang von 21 Stimmen. Prozentuell die meiste Zustimmung hat Erich Trummer aus Neutal bekommen. Mit mehr als 84 Prozent hat der SPÖ-Kandidat, der auch Präsident des Verbandes sozialdemokratischer Gemeindevertreter ist, sogar das fünftbeste Ergebnis aller 171 Gemeinden im gesamten Burgenland erzielt. Nur Ewald Bürger aus Pilgersdorf ist ihm mit 81 Prozent nahegekommen. Allerdings, Bürger ist in Pilgersdorf als Einziger zur Wahl angetreten; dem ÖVP-Politiker hat sich kein Gegenkandidat gestellt.

 

Die Bürgermeister mit der größten Zustimmung

 Wahlergebnisse aus 2012; in Prozent der gültigen Stimmen 

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