Angela Pekovics: „Herausforderungen machen mich stark!“

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Steckbrief

Geboren am 11. 6. 1954; Sternzeichen Zwilling. Wohnhaft in Weißenbachl, Gemeinde Pilgersdorf, direkt an der Bezirksgrenze. Internat Marianum Steinberg; Handelsakademie Oberwart; Berufspädagogische Akademie in Wien. Ab 1974 Lehrerin der Textverarbeitung an der Handelsakademie und Handelsschule Oberpullendorf. Seit 1. Dezember 2016 im Ruhestand.

Viele Projekte durchgeführt: unter anderem „Kochen wie ein Schmankerlwirt – Landessieger HAK innovativ“ und das grenzüberschreitende Projekt „LIONS ohne Grenzen“ mit den Clubs und Schulen aus Horn, Hollabrunn, Bratislava und Sopron. Viele Tätigkeiten außerschulisch durchgeführt, Funktionen übernommen: unter anderem ab 1993 Vortragende in der Erwachsenenbildung (Firmenschulungen, Ämter und Behörden, usw.) im Pädagogischen Zentrum Langeck und ab 1996 Vizepräsidentin des Vereines der Österr. TextverarbeitungslehrerInnen.

Vor 19 Jahren wurde mir das Ehrenzeichen des Landes Burgenland verliehen.

Seit einem Jahr bin ich Vizepräsidentin des Burgenländischen Roten Kreuzes.

So bin ich

„Ich bin ein neugieriger und wissensbegieriger Mensch. Ich hinterfrage alles und höre mir verschiedene Meinungen an. Ich versuche immer wieder, mich in andere Menschen, in andere Situationen hineinzuversetzen und dadurch eine andere Perspektive zu haben. Ich bin bereit für Veränderungen. Ich gehe offen auf Menschen zu. Ich bin kreativ, habe viele Ideen und setze diese auch sehr zielbewusst um. Ich rede nicht nur, sondern ich handle. Ich sehe mir Probleme ganz genau an und versuche sofort, Lösungen zu finden. Ich habe die Gabe, Menschen zu motivieren.“

Meine Wurzeln

„Ich bin in einem ganz kleinen Dorf in Oberkohlstätten als erstes Kind in eine fleißige Unternehmerfamilie hineingewachsen. Von Anfang an war ich dazu „auserkoren“, einmal das Sägewerk meines Großvaters bzw. meiner Eltern zu übernehmen. Ich wurde wie ein Bub aufgezogen und habe auch überall immer angepackt und mit „den Großen“ mitgelernt. Ich habe mein lösungsorientiertes Handeln und unternehmerisches Denken sicherlich aus dieser Zeit.“

Mein Halt und meine Freude

„… sind auf alle Fälle meine Kinder.
Michael ist Journalist und Redaktionsleiter der BVZ Oberwart und Güssing, Julia hat Musikwissenschaften studiert, war einige Jahre als Orchestermanagerin mit dem Gustav-Mahler-Jugendorchester auf Tourneen unterwegs und arbeitet seit kurzem bei einer Wiener Künstleragentur. Ich bin mit meinem Mann Pepi, der sich jetzt ehrenamtlich als Liga-Obmann beim Burgenländischen Fußballverband sehr engagiert, seit genau 40 Jahren verheiratet.“

Meine Dienststelle

„Beim Roten Kreuz Oberpullendorf bin ich seit acht Jahren. Derzeit arbeiten mit mir mehr als 300 Freiwillige, 26 Hauptberufliche und 26 Zivildiener. Es ist ein schönes Gefühl, sich als Frau beim Roten Kreuz, das doch sehr ‚männerlastig‘ ist, einzubringen. Mein Chef der Bezirksstelle, Franz Stifter, sagt immer, dass es nur positiv sein kann, wenn sich mehr Frauen in Männerdomänen engagieren – und das Rote Kreuz Oberpullendorf ist sicherlich ein positives Beispiel dafür. Seit einem Jahr bin ich Vizepräsidentin des Burgenländischen Roten Kreuzes.“

Meine Leidenschaften

„Ich habe in den jeweiligen Phasen meines Lebens viele Leidenschaften gehabt. Immer habe ich aber das, was ich gerade gemacht habe, mit großer Begeisterung gemacht. Ich habe mit Leidenschaft Maschinschreiben, Kurzschrift und den Umgang mit dem Computer unterrichtet; immerhin 42 1/2 Jahre lang. In der Erwachsenenbildung war ich 30 Jahre lang Vortragende. In der Lehrerfortbildung habe ich viele Jahre bei der Lehrplangestaltung mitgearbeitet und war Vizepräsidentin der Österreichischen TextverarbeitungslehrerInnen. Als Projektmanagerin habe ich 15 Jahre lang mit meinen Maturantinnen und Maturanten gearbeitet und dabei hervorragende Preise und Auszeichnungen erringen können.“

Darauf bin ich stolz

„Mutig habe ich mich 1998 als erste Lehrerin Österreichs zur 42. Intersteno-Weltmeisterschaft in Lausanne angemeldet. Und bin Bronze-Weltmeisterin in „Professioneller Textverarbeitung“ geworden. Als 36-Jährige habe ich die Lehrabschlussprüfung für Säger in Kuchl in Salzburg, gemacht, um das Sägewerk für einige Jahre weiterzuführen. Und mit 46 Jahren habe ich postgradual an der Donau-Universität Krems zu studieren begonnen – neben meiner Tätigkeit als Lehrerin und neben der Betreuung meiner Kinder. Nach 2 1/2 Jahren habe ich den Universitätslehrgang „Medienpädagogik“ als MAS (Master of Advanced Studies) und dann als MSc (Master of Science) abgeschlossen. Auch habe ich einen eigenen Verlag gegründet, um gemeinsam mit den Schülern das Buch „Kulinarium Mittelburgenland“ herauszugeben.“

Mein Lebensmotto

„Du kannst alles schaffen. Du musst es nur wollen!“ Und wie es eine chinesische Volksweisheit so treffend ausdrückt: „Ein guter Lehrer bleibt ein Schüler bis an das Ende seiner Tage!“

Mein Lieblingsspruch

„… ist derzeit der vom Roten Kreuz: WIR SIND DA, UM ZU HELFEN. Aus Liebe zum Menschen.“

Meine Pläne und Träume

„Ich möchte mich weiterhin einbringen für die Gesellschaft: aktiv sein für das Rote Kreuz und Ideen für die Mitarbeit junger Menschen beim Roten Kreuz entwickeln. Ich möchte mitarbeiten in der Pfarrgemeinde Oberkohlstätten, wo ich mich für die älteren Menschen engagieren will, und ich möchte Zeit mit meinen betagten Eltern verbringen.“

Meine Wünsche für mein Leben

„Ich möchte noch möglichst lange mobil und aktiv sein, um für meine Familie, für meine Rotkreuzlerinnen und Rotkreuzler, einfach für alle, die mich brauchen könnten, helfend da zu sein. Und ich wünsche mir, dass aus den vier Kindern aus dem Irak, die mit deren Mutter und Großmutter im Pfarrhof in Oberkohlstätten wohnen, selbständige Erwachsene werden.“

Mein Markenzeichen

„… ein strahlendes Lächeln, gleich vom Aufstehen an. Positiv in den Tag zu gehen räumt bereits einige unsichtbare Hürden aus dem Weg.“

Meine Schlagzeile für mein Leben

„Die Frau, die sich für vieles begeistern kann!“

Mein Lieblingsgetränk

„… der „red cross wine“ – ein Blaufränkisch, Ried Hochäcker, der Vereinten Winzer Blaufränkischland Horitschon – unser Rotkreuzwein.“

Mein Talisman, mein Glücksbringer

„… so etwas hab ich nicht.“

Mein Hobby und mein Ausgleich

„Mit Begeisterung besuche ich Konzerte, vor allem klassische. Seit 11 Jahren habe ich ein Abonnement in Raiding – ich liebe die Musik von Franz Liszt. Außerdem bin ich regelmäßig in Grafenegg, bei den Salzburger Festspielen und bei vielen Konzerten im Konzerthaus und im Musikverein Wien. Da falle ich in die Musik einfach hinein, kann alles loslassen und auch die Stille zwischen den Noten genießen!“

Mein liebster Urlaubsort

„… ist ganz eindeutig Teneriffa. Mindes­tens zweimal im Jahr verbringen mein Mann und ich zwei Wochen dort. Und wir sind dabei, die Aufenthaltsdauer zu steigern – bis zu mehreren Wochen im Winter.“