Erholung von den Dancing Stars

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Andrea Heinrich mit ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz und den Dancing Stars. Foto: ORF

Die Sendungsverantwortliche Andrea Heinrich in ihrer Oase in Nikitsch

IMG_6374Lokalaugenschein an einem heißen Junitag im Ortszentrum von Nikitsch/Filez. Im Hof eines renovierten alten Bauernhauses spielt sichtlich unbeschwert Andrea Heinrich mit ihrem Hund Timmi. Die 43-jährige Wienerin ist Sendungsverantwortliche der ORF-Show „Dancing Stars“ und schätzt nach dem Finale die Auszeit auf dem Land. „Ich habe mir hier meinen Traum erfüllt, ein Haus mit Arkaden. Ich genieße die Atmosphäre des alten Gebäudes, die Ruhe und die schattigen Plätze“, schwärmt Andrea  Heinrich von ihrem Domizil, das sie sich vor fünf Jahren gekauft hat und nach einigen Adaptierungen mit ihrem Lebensgefährten Werner Jambor bewohnt.

Harte Arbeit

IMG_6385Die Tanz-Show kostet sie die ganze Kraft. Es ist eine riesige Maschinerie, für die sie die Verantwortung trägt. Die TV-Techniker miteinbezogen, seien es ein paar hundert Leute. „Die Besetzung mit den richtigen Prominenten, die attraktiven und extravaganten Kostüme und die erstklassige Musik, das sind die Schlüssel zum Erfolg“, analysiert die erfolgreiche Sendungs-Chefin. „Das Konzept der BBC ist zwar sehr gut durchdacht, aber uns sind Änderungen erlaubt. Und wir lassen uns auch immer etwas Neues einfallen.“ So war ein Ausdruckstanz im letzten Finale ausschlaggebend, und kein klassischer Turniertanz.

Wer mit wem?

IMG_6401_bearbAndrea Heinrich hat heikle Entscheidungen zu treffen. Welche Promis werden eingeladen? Welche Mischung aus prominenten Persönlichkeiten, provozierenden Künstlern, Musikern, Seitenblicke-Stars und ehemaligen Sportlern kommt beim Publikum am besten an? Mit welchen Profitänzerinnen oder -tänzern passen sie zusammen? Wie ist die Jury besetzt? Wie oft kann oder soll man Jurymitglieder wechseln? Welche Band und welche Musikstücke begeistern die Fernsehzuseher? Die Sendungsverantwortliche zieht eine positive Bilanz über all ihre elf Staffeln „Dancing Stars“. Es sei immer ein optimaler Mix aus gewohnten Ritualen und spannenden Neuerungen gewesen.

IMG_6413Emotionen und Tränen

„Ich habe viele selbstbewusste Persönlichkeiten erlebt, wie sie beim Training an ihre Grenzen gestoßen sind. Da sind oft viele Tränen geflossen, wenn die Kräfte nicht gereicht haben und der Ehrgeiz groß war“, erzählt Andrea Heinrich. „Und manche Teilnehmer sind richtig böse gewesen, weil sie ausgeschieden sind. Da sind große Emotionen im Spiel!“

Nikitsch als Ruhepol

dancingJetzt, nach dem großen Stress, verbringt Andrea Heinrich jede freie Minute in Nikitsch. Hier im Ort – den sie bei der Suche nach einem Haus noch nicht gekannt hatte – fühlt sie sich gut aufgenommen. Sie schätzt die Hilfsbereitschaft der Freunde und Nachbarn. Und die Freundschaft mit Natalie, der Tochter des Ehepaares, das vis a vis ein Gasthaus und eine Greißlerei betreibt. Natalie bringt ihr beim Plaudern immer neue Wörter in Kroatisch bei. Gute Bedingungen um Energie zu tanken für die nächste Show mit neuen Dancing Stars.