Oberloisdorf will schönste Gemeinde werden

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Die Damen und Herren des Verschönerungsvereines rüsten für den Landesblumenschmuckwettbewerb

Lisi, Martin und Annemarie Schedl, Renate Trimmel, Susi Schedl, Angela Bucher hegen und pflegen die Blütenpracht. Nicht auf dem Foto Hilde Plank, Maria Schermann und Helene Jestl.
Lisi, Martin und Annemarie Schedl, Renate Trimmel, Susi Schedl, Angela Bucher hegen und pflegen die Blütenpracht. Nicht auf dem Foto Hilde Plank, Maria Schermann und Helene Jestl.

Dieses Mal soll es klappen! Das ist das heimliche Motto der engagierten Oberloisdorfer, die sich um die Verschönerung und den Blumenschmuck im Dorf annehmen. Dass es realistisch ist, wissen sie.

In den vergangenen sechs Jahren war die Gemeinde landesweit stets unter den besten drei platziert, und 2009 bis 2011, da gab es noch die Bezirkswertung, war sie jeweils Erstplatzierte im Mittelburgenland. Das macht Bürgermeister Manfred Jestl, der auch Obmann des Verschönerungsvereins ist, sehr stolz und optimistisch: „Schön wäre es, wenn wir einmal den ersten Platz machen würden.“

Die Motivation im Verschönerungsverein ist groß. „Wir sind alle Blumenliebhaberinnen und machen das aus Liebe“, erzählt Vereinsmitglied Maria Diakow. Begonien, Pelargonien und Tagetes sind die bevorzugte einjährige Blütenpracht, mit denen nach den „Eisheiligen“ geschmückt wird. Insgesamt 80 Blumenkisterl und 25 Blumentröge werden herausgeputzt, am Kirchenplatz und vor dem Gemeindeamt, an verschiedenen Plätzen und bei der Orts­einfahrt. Doch auch mehrjährige Blumen schmücken Oberloisdorf.

Ohne Fleiß kein Preis

Das Um und Auf beim Blumenschmuck ist das Gießen und die Pflege. Schnecken müssen abgeklaubt werden. Marder werden mit Blumen „bekämpft“, die sie nicht mögen. Gegossen wird – unterstützt von den Männern – bei Sommerhitze täglich. „Jeder hat seinen Teil zum Zupfen, ‚Heiln‘ und Gießen, so klappt es gut, und beim Aussetzen lässt jeder seine Ideen einfließen“, sagen die Damen des Verschönerungsvereines. Überdies weiß Bürgermeister Jestl zu berichten: „Viele Bewohner lassen sich von unseren Aktivitäten anstecken und schmücken ihre Häuser und Vorgärten ebenfalls.“ Fest steht, wer durch die Gemeinde Oberloisdorf fährt oder dort spazieren geht, wird von Frühjahr bis Herbst die Ergebnisse sehen, die durch die Teilnahme an diesem Wettbewerb bewirkt werden: blühende und sich rankende Blumen, ein freundliches und einladendes Ortsbild und ein Blumengruß am Ortseingang.

„Burgenland blüht auf“

Schon zum 9. Mal nimmt die Gemeinde Oberloisdorf am Wettbewerb der Blumen teil. Im Bezirk sind sie die Einzigen in dieser Kategorie, die teilnehmen, landesweit sind es 20 Gemeinden. Das Motto des Landesblumenschmuckwettbewerbes klingt stimmig: „Burgenland blüht auf“. Der Wettbewerb findet bereits zum 30. Mal statt. Und auch heuer ist es wieder möglich, dass sich Gemeinden nicht nur mit dem gesamten Ortsbild am Wettbewerb beteiligen, sondern mit Teilen davon in der Kategorie „Schönster Dorfplatz und Ortskern“. Eine Wertung auf Bezirksebene wird es erstmalig nicht mehr geben. Allerdings können unter dem Motto „Direkt vor der Tür“ auch wieder Privatpersonen mitmachen. Blumenliebhaberin Maria Kölbl aus Horitschon ist heuer zum 2. Mal mit dabei. Vor zwei Jahren hat sie den 3. Platz belegt.

Es geht aber nicht nur um Schönheit. Auch Nachhaltigkeit im Hinblick auf ökologische Aspekte wird prämiert. „Mit den Preisen für das ´Nachhaltigste Dorf` und den ´Nachhaltigsten Platz` wollen wir besonders naturnahe Gemeinden auszeichnen“, sagt Landesrätin Astrid Eisenkopf. Arbeitsprozesse bei der Grünflächengestaltung seien häufig auf giftige Spritzmittel oder Behandlungsmethoden ausgelegt. „Wir wollen aufzeigen, dass es auch anders geht und dass naturnahe Begrünung nicht unsere Lebensqualität mindert. Wir müssen hin zu nachhaltigen und ökologischen Begrünungs- und Bepflanzungsmaßnahmen, für unsere Umwelt, für die Menschen und für die nächste Generation“, so die Naturschutzlandesrätin.

Jedes Detail zählt

Durchgeführt wird der Blumenschmuckwettbewerb vom Verein „Die Gärtner Burgenlands“ in Zusammenarbeit mit der Burgenländischen Landesregierung, der Burgenländischen Landwirtschaftskammer und dem Burgenland Tourismus. „Die Bewerberanzahl ist seit Jahren in etwa gleichbleibend“, weiß Ing. Mario Almesberger von der Pflanzenbauabteilung der Landwirtschaftskammer, jedoch sei ein Trend erkennbar: „Die Qualität der teilnehmenden Gemeinden ist gestiegen, und oft entscheiden Nuancen über die Platzierung.“ Auch auf diese „Nuancen“ wollen sich heuer die Oberloisdorfer konzentrieren.

Auch der Kirchenaufgang wird geschmückt: Maria Diakow, Verschönerungsvereinsobmann  Bürgermeister Manfred Jestl, Brigitte Schrammel, Emmerich Schedl und Aurelia Krutzler
Auch der Kirchenaufgang wird geschmückt: Maria Diakow, Verschönerungsvereinsobmann
Bürgermeister Manfred Jestl, Brigitte Schrammel, Emmerich Schedl und Aurelia Krutzler