Foto: @ fotoknips – stock.adobe.com

Nach der großen Hitze war es die let­zten Tage doch recht angenehm, im Garten zu arbeit­en. Gewit­ter haben die Regen­ton­nen regelmäßig gut gefüllt, die Rasen­flächen sind alle wieder frischgrün und im Gemüsegarten kommt jet­zt richtig viel Arbeit auf uns zu:

Eine Fülle an Gemüse will geern­tet und ver­ar­beit­et wer­den. Tomat­en, Melan­zani und Papri­ka haben die heißen Wochen sichtlich genossen. Zuc­chi­ni und Kür­bis haben ein prächtiges Aus­maß angenom­men. Bei Tomat­en und Kür­bis soll­ten jet­zt die Trieb­spitzen eingekürzt wer­den. Früchte, die jet­zt erst anset­zen, haben zu wenig Zeit, um auszureifen. Die ersten Beete leeren sich und machen Platz für die Ansaat von Vogerl­salat, Spinat oder Man­gold. Auch Herb­st­salate kön­nen jet­zt gepflanzt wer­den. Wenn ein Beet in diesem Jahr nicht mehr benötigt wird, kann man es mit Horn­spä­nen und Stein­mehl verse­hen, gut mulchen und in die Ruhep­ause schick­en. So gibt man lästi­gen Unkräutern keine Chance und unsere Boden­le­be­we­sen kön­nen bei guten Boden­tem­per­a­turen Humus aufbauen.

In den Garten- und Schwimmte­ichen blühen die Seerosen, der Blutwei­derich und der Hohe Wasser­dost. Eine Fülle von Libellen schwirrt über die Wasser­ober­fläche. Im Sep­tem­ber soll­ten die Unter­wasserpflanzen (Laichkräuter, Tausend­blatt) auf die Hälfte zurück­geschnit­ten wer­den. So kann man auch Algen­reste bess­er ent­fer­nen. Wenn man die Bepflanzung der Teiche ein biss­chen durch­putzt, bleibt der som­mer­liche Ein­druck bess­er erhal­ten – der Herb­st kommt früh genug! Derzeit sind die Wassertem­per­a­turen noch angenehm.

In den Stau­den­beeten blüht der Hohe Phlox in vie­len Far­ben. Es ist hil­fre­ich, hier mit Stützbügeln zu arbeit­en, damit Regen und Wind die mächti­gen Horste nicht zu Fall brin­gen. Sehr stand­fest sind dage­gen die goldgel­ben Rud­beck­ien, die derzeit in vie­len Gärten den (Farb-)Ton angeben. Wer seine Rosen nach der ersten Blüte richtig und kräftig geschnit­ten hat, wird jet­zt mit ein­er Nach­blüte belohnt.

Hort­en­sien, Hibiskus und Schmetter­lingssträuch­er blühen um die Wette. Beim Schmetter­lingsstrauch kann man die Blüte deut­lich ver­längern, wenn man regelmäßig die verblüht­en Triebe entfernt.

Wem es an Schat­ten gefehlt hat in diesem Som­mer, der sollte im Herb­st über die Pflanzung von Bäu­men nach­denken. Bäume am richti­gen Stan­dort wach­sen schnell und geben bald natür­lichen Schat­ten. Durch Baumkro­nen erhält der Garten ein Raumge­fühl. Und nicht zulet­zt braucht man für einen wirk­lich schö­nen Hänge­mat­ten­platz zwei Bäume!

Ich wün­sche Ihnen einen far­ben­prächti­gen und entspan­nten Spätsommer!

Her­zlichst, Ihre Gärt­ner­meis­terin Ger­linde Blauensteiner