Foto: @ Lia­neM – stock.adobe.com

Nach einem far­ben­präch­ti­gen und rela­tiv war­men Herbst legt sich lang­sam doch der Nebel auf die Buck­li­ge Welt. In den Näch­ten gibt es ab und zu schon Frost und man spürt – der Win­ter ist nicht mehr weit! Ein paar Hand­grif­fe sind trotz­dem noch zu tun:
Die hohen Grä­ser soll­ten vor dem Win­ter zusam­men­ge­bun­den wer­den. Kal­te Win­ter­näs­se, vor allem die Schnee­schmel­ze, wür­den den Grä­sern scha­den. Sind sie zusam­men­ge­bun­den, wir­ken die tro­cke­nen Hal­me wie ein natür­li­ches Dach und schüt­zen die Mit­te der Grä­ser. Im Früh­ling wer­den die abge­stor­be­nen Hal­me knapp über dem Boden abge­schnit­ten. Die letz­ten Blü­ten­stau­den (Astern, Fett­hen­nen, Ane­mo­nen …) wer­den kurz abge­schnit­ten. Eine gute Mulch­schicht aus locke­rem Laub schät­zen sie und es tut dem Boden gut. Beson­ders schö­ne Samen­stän­de las­se ich manch­mal ste­hen – aber Vor­sicht: Man­ches vers­amt sich dann zu üppig! Jetzt ist auch die letz­te Mög­lich­keit, Blu­men­zwie­berl für den Früh­ling zu verlegen.

Bevor der ers­te Schnee kommt, muss man die Net­ze von den Gar­ten- und Schwimm­tei­chen ent­fer­nen. Schnee drückt selbst gut gespann­te Net­ze unter Was­ser. Dann besteht die Gefahr, dass die Net­ze fest­frie­ren, wenn sich Eis bildet.

Der Spät­herbst ist die bes­te Zeit für Kom­post­ar­beit. Um erfolg­reich kom­pos­tie­ren zu kön­nen, soll­te man eini­ge Punk­te beach­ten. Als Ers­tes muss der rich­ti­ge Platz aus­ge­wählt wer­den. Ide­al ist ein Platz mit Vor­mit­tags­son­ne und einer Beschat­tung durch Sträu­cher. Die nächs­te Her­aus­for­de­rung ist die Erreich­bar­keit, auch im Win­ter, um Asche oder Küchen­kom­post schnell aus­lee­ren zu kön­nen. Zu nah ist aber im Som­mer nicht unbe­dingt von Vor­teil, weil Ver­rot­tung – selbst bei opti­ma­len Bedin­gun­gen – ganz ein­fach nicht gut riecht. Rund um den Kom­post braucht man Platz, um den rei­fen Kom­post dann auch sie­ben zu kön­nen. Wich­tig ist, dass der Kom­post Boden­an­schluss hat, damit Boden­le­be­we­sen und Mikro­or­ga­nis­men schnell zuwan­dern kön­nen. Die ers­te Lage ist für die Drai­na­ge ver­ant­wort­lich. Dafür hat sich Strauch­schnitt oder gro­bes Häck­sel­gut bewährt. Dann wird in Schich­ten tro­cke­nes und nas­ses orga­ni­sches Mate­ri­al auf­ge­schich­tet. Für eine opti­ma­le Ver­rot­tung braucht der Kom­post Stick­stoff und Kalk. Ide­al ist, wenn man zwi­schen den Schich­ten kalk­hal­ti­ges Stein­ane­mo­nen­mehl und klei­ne Gaben orga­ni­schen Dün­gers auf­bringt (z. B. Stall­mist, Mist aus Klein­tier­hal­tung oder Horn­spä­ne). Ganz oben bekommt der Hau­fen eine dicke Abdeck­hau­be aus Laub und dem letz­ten Grasschnitt.

Die Advent­zeit ist eine Zeit des Rück­zugs, des Inne­hal­tens und des Abschlie­ßens. Auch im Gar­ten muss alles still wer­den, um im nächs­ten Jahr umso stär­ker und kräf­ti­ger aus­zu­trei­ben. Ich wün­sche Ihnen eine ruhi­ge und gemüt­li­che Zeit und viel Vor­freu­de auf das nächs­te Gartenjahr!

Herz­lichst, Ihre Gärt­ner­meis­te­rin Ger­lin­de Blauensteiner