Fotos: Hübl (2), Schwendenwein (2)

Der Wirtschaftsempfang in Lanzenkirchen in Kooperation mit der Raiffeisenkasse hat sich in den vergangenen Jahren zum großen Netzwerkevent der Region zu Jahresbeginn entwickelt. 

Gastgeber und Bürgermeister Bernhard Karnthaler nutzte auch heuer die Gelegenheit, die für ihn erfreuliche wirtschaftliche Entwicklung zu beleuchten. Selbstverständlich sei das jedoch nicht, meinte er im Gespräch mit Finanzlandesrat Toni Kasser. In wirtschaftlich schwierigen Zeiten habe ein jeder Mitarbeiter Gewicht. Wirtschaftskammer-Obmann Christian Oberger nannte die Gemeinden als zentrale Partner der regionalen Wirtschaft und forderte: „Um diese Funktion nachhaltig zu sichern, braucht es mehr Spielraum bei der Vergabe öffentlicher Aufträge an ortsansässige Unternehmen.“ 

Welche Aufträge dabei gemeint sein könnten, stellte Historiker Günter Fuhrmann vor. Der Experte für die Geschichte der Bourbonen wird in den kommenden Monaten mit der Gemeinde daran arbeiten, die bestehenden Kulturangebote rund um das Exil des französischen Königshauses in Lanzenkirchen zu erweitern. Details dazu sollen in Workshops und Arbeitsgesprächen im Rahmen eines „Interreg“-Projektes, eines von der EU geförderten Programms, erarbeitet werden. Wie auch immer das neue Programm letztlich aussehen wird, fest steht: Lanzenkirchen will Menschen in die Region holen und dabei auch die Nachbargemeinden mitnehmen.

Auf anderer Ebene geschehe der interkommunale Austausch bereits. Auf lange Sicht soll es mehr Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden geben, etwa in der Kinderbetreuung, bei der Trinkwassersicherung oder bei der Abfallentsorgung. Als funktionierendes Beispiel dient die Energiegemeinschaft Lanzenkirchen-Katzelsdorf, bei der nun auch die Raika Mitglied ist – aus Kostengründen und „weil es um die Nachhaltigkeit geht“, meinte Geschäftsleiter Hannes Wedl. Am Ende waren sich die Wirtschaftstreibenden und Verantwortungsträger einig: Es geht darum, die Wertschöpfung in der Region zu halten. „Und das gelingt nur mit einem guten Team“, so Karnthaler.