Mit vier Ausgaben zu je 24 Seiten startete der Bote aus der Buckligen Welt vor 40 Jahren / Grafik: Scherz-Kogelbauer
Im Juni 1986 erblickte der erste Bote aus der Buckligen Welt das Licht der Welt. Zum Start in unser Jubiläumsjahr wollen wir daher schon jetzt einen kurzen Blick zurückwerfen. In unserer großen Jubiläumsausgabe im Juni lassen wir dann auch viele Wegbegleiter zu Wort kommen.
Das Jahr 1986 war in Österreich geprägt von der Waldheim-Affäre, politischen Umbrüchen und der Tschernobyl-Katastrophe. Im selben Jahr bekam Niederösterreich nach einer Volksbefragung mit St. Pölten endlich eine eigene Hauptstadt, und in Kirchschlag in der Buckligen Welt entschieden sich zwei Männer, dass es höchste Zeit für ein eigenes Regionalmedium aus der Region für die Region sei. Gründungs-Chefredakteur Josef Mühlhauser und Gründungs-Herausgeber Alois Mayrhofer publizierten am 26. Juni 1986 eine moderne Version „Bote aus der Buckligen Welt“. Denn schon einmal war hier, vor dem Zweiten Weltkrieg, eine Zeitung mit demselben Namen erschienen.
Der „Bote“ als Sprachrohr
Auf 24 Seiten erfuhren die Menschen in der damals noch weit kleineren Buckligen Welt von aktuellen Themen aus Wirtschaft, Politik, Schule, Sport, Kunst und Kultur. 15.000 Haushalte erhielten diese erste Ausgabe, die zunächst noch auf „normalem“ Papier mit Rot als einziger Schmuckfarbe erschien. Auch die Produktion selbst gestaltete sich etwas anders als heute, ohne Digitalkamera oder Computer. Drucker und Setzer haben den „Boten“ aus einzelnen Lettern, Bildern und Illustrationen gestaltet.
Innovationen made in Kirchschlag
Der Fortschritt ging aber rasch voran, ebenso wie die „Bote“-Entwicklung. Vier Ausgaben zu je 24 Seiten erschienen im ersten Jahr. Im folgenden Jahr landete das Regionalmedium achtmal kostenlos in den heimischen Briefkästen. Im November 1987 wurden erstmals acht Seiten der Ausgabe auf Glanzpapier gedruckt inklusive Farbfotos. Eine absolute Innovation. Überhaupt war man in Kirchschlag in Sachen technischer Entwicklung Vorreiter (siehe auch Zeitleiste unten). Im Jahr 1988 wurde bereits die gesamte Zeitungsproduktion auf Apple-Computer umgestellt.
Neben all dem technischen Fortschritt war es aber vor allem das große Ziel, ein umfassendes Bild der wichtigen Entwicklungen in der Region für unsere Leserinnen und Leser abzuliefern – damals wie heute.
Miteinander wachsen
Von den kleinen Anfängen in der Druckerei in Kirchschlag hat sich der „Bote“ stetig weiterentwickelt – gemeinsam mit der Region, über die wir laufend berichten. Heute besteht die Region Bucklige Welt-Wechselland aus 32 Gemeinden, die auch in einer eigenen Leader-Region zusammengefasst sind. So waren und sind große gemeindeübergreifende Projekte möglich wie Wirtschafts- oder Kulinarik-Initiativen (Sooo gut schmeckt …), touristische Entwicklungen und Bildungsangebote. Der „Bote“ begleitet all das seit mittlerweile 40 Jahren, erklärt und ordnet ein. Und so wie die Region gewachsen ist, so hat auch der „Bote“ ordentlich zugelegt. Heute erscheint das Regionalmagazin zehnmal pro Jahr, davon sechsmal auch in den Städten Wiener Neustadt, Neunkirchen und Ternitz sowie in Wimpassing. Und weil wir vom „Boten“ uns noch nie von Bezirks- oder Landesgrenzen aufhalten ließen, erscheinen wir auch in Teilen des Mittelburgenlands und des steirischen Wechselgebiets. Fast 89.000 Haushalte erreichen wir mit unseren Nachrichten aus der Region für die Region.
Starke Wirtschaft – starke Region
Neben aktuellen Entwicklungen und spannenden Persönlichkeiten war das Ziel des „Boten“ immer, die Stärke der regionalen Wirtschaft hervorzuheben. Denn die vielen kleinen und großen Betriebe hinter denen mutige Menschen stehen, tragen wesentlich zur positiven Entwicklung der Region bei. Einige von ihnen haben den „Boten“ von Anfang an begleitet. Beim Durchsehen unserer ersten Ausgaben haben wir Inserate von Unternehmern entdeckt, die bis heute zu unseren treuen Kunden gehören. Sie und viele andere sind es, die den „Boten“ seit 40 Jahren ermöglichen – die nach wie vor von der Wirkung überzeugt sind, die ein echtes Regionalmedium auf ihre Zielgruppe hat. Dass Print voll im Trend liegt, wurde nun auch mehrfach von renommierten Marktforschungsinstitutionen bestätigt (Details siehe „Print lebt“). Wir vom „Boten“ sind jedenfalls bereit, Sie auch in den kommenden 40 Jahren mit den wichtigsten Informationen aus der Region zu versorgen!






