Von links: Projektleiter Mitarbeitermarke 2.0 Josef Vollmer, Nedija Ucar (Volksbank), Pia Tauchner (Mater Salvatoris), Harald Wiesberger (GWWN), Andrea Kovacs-Wöhry, Viktor Strebinger und Martin Heilinger von der Volksbank, Tennis-Profi Nico Langmann, Leader-Manager Florian Kerschbaumer, Regionsobfrau Michaela Walla und Veronika Reschl (Mitarbeitermarke 2.0) / Fotos: Rehberger, Vollmer
Unter dem Motto „Lösungen finden in herausfordernden Zeiten. Inklusion und neue Perspektiven“ lud die Initiative Mitarbeitermarke 2.0 gemeinsam mit der Volksbank Wien und der Volksbank NÖ Süd Unternehmer und Führungskräfte der Region zum Austausch ins Hotel Linsberg Asia in Bad Erlach.
Es war ein Abend, der in vielen Teilnehmern wohl noch lange nachwirken wird. Nico Langmann, Österreichs Nummer 1 im Rollstuhltennis, dreifacher Paralympics-Teilnehmer, Autor und Unternehmer, sprach über seine Geschichte – von dem Autounfall, als er zwei Jahre alt war, seitdem er querschnittgelähmt ist, und von seinen Eltern, die diese Diagnose nicht akzeptieren wollten. Er erzählte von seinem Weg vom russischen Reha-Zentrum bis zum brasilianischen „Wunderheiler“, der mittlerweile eine lebenslange Haftstrafe absitzt, bis zu dem Moment, als er für sich entschieden hat: „Nein, mein Lebensziel lautet nicht mehr: Ich will wieder gehen können.“ Er erzählte von dem Augenblick, als er seine Ziele neu definierte und was das in seinem Umfeld, aber auch in sich selbst auslöste, aber auch davon, wie er nach einem schweren Skiunfall in seiner Jugend wieder die Kraft finden musste, neu durchzustarten. Mit dieser Einstellung und unter dem Motto „Du musst keine Grenzen akzeptieren, die dir andere auferlegen“, schaffte er es an die Spitze des Tennissports als mehrfacher Staatsmeister und langjähriger Top-20-Spieler der Welt. Zu seinen größten Erfolgen zählen drei Teilnahmen an Paralympischen Spielen sowie zwei Junioren-Weltmeistertitel im Doppel.
Großes Potenzial für Unternehmen
Langmann zeigte eindrucksvoll, welches Potenzial Menschen mit Beeinträchtigungen in Unternehmen einbringen und warum Inklusion eine strategische Antwort auf den Fachkräftemangel sein kann. Das bekräftigten auch die beiden Gesprächspartner von Mitarbeitermarke-2.0-Projektleiter Josef Vollmer. Mater-Salvatoris-Personalchefin Pia Tauchner und Harald Wiesberger, Geschäftsführer der GW Wiener Neustadt Integrative Betriebe GmbH, die zu 80 Prozent Menschen mit unterschiedlichsten Behinderungen beschäftigt, sprachen über Leistungsfähigkeit, Rahmenbedingungen und die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Menschen mit Behinderungen.
„Der Abend machte deutlich, dass Inklusion kein gesellschaftliches Zusatzthema ist, sondern ein wirtschaftlicher Erfolgsfaktor. Zukunftsfähige Unternehmen denken breiter, eröffnen neue Perspektiven und übernehmen Verantwortung“, so Vollmer.







