Generalmajor Philipp Ségur-Cabanac beim Gespräch in seinem Büro / Foto: TherMilAk

Philipp Ségur-Cabanac ist seit Jahresbeginn der 44. Kommandant der Militärakademie Wiener Neustadt. Die Bucklige Welt und das Wechselland sieht er als wichtige Partner. 

„Wechselland 2026“ heißt eine großangelegte militärische Übung, die geografisch auf dem Gebiet vom Wechsel bis zur Rosalia geplant wird. Jedem, der sich mit der Geschichte der Region befasst, dürfte das bekannt vorkommen. „Nun ja, Gelände verändert sich nicht“, erklärt Philipp Ségur-Cabanac beim Gespräch in seinem Büro in der Theresianischen Militärakademie. 

Seit Jahresbeginn versieht der 50-Jährige hier seinen Dienst als neuer Kommandant. Die ersten Wochen in seiner neuen Funktion standen im Zeichen des Ankommens. Wobei Ségur-Cabanac Wiener Neustadt und die Umgebung nicht fremd sind,  verbrachte er doch insgesamt 13 Dienstjahre in Wiener Neustadt. Von 1995 bis 1998 absolvierte er selbst an der MilAk seine Ausbildung zum Offizier im Jahrgang „Admiral von Sterneck“ – Übungen in der Buckligen Welt inklusive. Später war er Soldat und Kommandant des Jagdkommandos.

Sein militärischer Lebenslauf ist aber zudem auch von zahlreichen internationalen Stationen geprägt. Auf die Frage, warum es ihn nach all diesen Erfahrungen ausgerechnet an die MilAk verschlagen hat, antwortet er, dass das österreichische Bundesheer mehr Offiziere brauche. Hier könne er junge Offiziersanwärter auf ihre zukünftigen Aufgaben vorbereiten. Er möchte selbst als Vorbild dienen, so wie er das auch von den Fähnrichen der MilAk erwartet. 

2.000 Soldaten üben Ernstfall

Das Bundesheer habe durch die sich verändernde geopolitische Lage der vergangenen Jahre einerseits wieder ein gewisses Ansehen gewonnen, andererseits dürfe nicht vergessen werden, dass sich auch das Gefechtsfeld rasant verändert. Ségur-Cabanac spricht  dabei unter anderem autonome Systeme, Künstliche Intelligenz und Drohnen als Herausforderung an. Auch das wird den künftigen Offizieren an der MilAk
gelehrt.

Und hier kommt letztlich wieder die Region ins Spiel. Bei der großen Übung „Wechselland 26“ trainieren die TherMilAk und die 6. Gebirgsbrigade gemeinsam die militärische Landesverteidigung. Die Übung soll in hybrider Form durchgeführt werden, wobei ein Teil der Übungsteilnehmer im Gelände ist und ein weiterer Teil am Computer simuliert. Insgesamt werden bei der Übung rund 2.000 Soldaten, 200 Räderfahrzeuge, 20 Spezialfahrzeuge, sechs Tragetiere, ein Flächenflugzeuzg und drei Hubschrauber eingesetzt werden. 

Für ein gutes Übereinkommen ist Ségur-Cabanacs Mannschaft bereits seit Wochen in engem Austausch mit den Gemeinden, die ihrerseits auch die Möglichkeit haben, Informationsveranstaltungen anzubieten.