DI Georg Gruber und Lanzenkirchens Bürgermeister Bernhard Karnthaler besichtigten das Ergebnis der Leithasohlen-Räumung
Foto: Gemeinde Lanzenkirchen/Tobias Hübl
Gemeinden wollen sich gegen künftige Hochwasser-Ereignisse absichern und lassen dafür die Leitha von Ablagerungen freiräumen. Das soll auch geschützten Vogelarten, die in der Leitha-Au ihren Lebensraum haben, zugutekommen.
Die schweren Hochwasser im September 2024 wirken bis heute nach. In den Thermengemeinden liegt seit den Ereignissen vor eineinhalb Jahren der Fokus vor allem auf der Prävention. Auch in der Leitha führt jedes Hochwasserereignis zu Anlandungen und Ablagerungen von Flusssedimenten. Jenes aus dem Jahr 2024 hat besonders starke hinterlassen und laut dem zuständigen Leitha-Wasserverband den ursprünglichen Abflussquerschnitt erheblich gestört. Das beeinträchtige auch den natürlichen Lebensraum geschützter Vogelarten, die in der Leitha-Au leben. Deshalb sollte die „ökologische Funktionsfähigkeit“ wiederhergestellt werden. Dazu beauftragte der Wasserverband die Firma Strabag damit, die Leithasohle zu räumen. Unter der Aufsicht von Ökologe Helmut Gaubmann wurden in den vergangenen Wochen die Ablagerungen im Bereich der Leithabrücke auf Höhe des Lanzenkirchner Spar-Marktes bis zur Wohnhausanlage Gebös entfernt. Nach Angaben des Wasserverbandes waren das etwa 20.000 Kubikmeter Flusssediment.
Arbeiten in Katzelsdorf folgen
Für Lanzenkirchens Bgm. Bernhard Karnthaler sind diese Maßnahmen ein Beitrag zur Verbesserung des Hochwasserschutzes entlang der Leitha. Nach dem Hochwasser im September 2024 sei klar gewesen: „Wir müssen was tun, damit das Wasser wieder Platz hat und die Lanzenkirchner beruhigt schlafen können“.
Dass die Leitha nun konsequent frei geräumt werde, sei unerlässlich für den Schutz der Gemeinde. Ähnliche Töne kommen auch aus Katzelsdorf. Bürgermeister Michale Nistl machte bereits 2024 auf die Folgen der Anlagerungen aufmerksam. In der kommenden Wintersaison sollen weitere Räumungsarbeiten flussabwärts bis zur Rauhwehr in Katzelsdorf folgen.
Hintergrund
Die Flusssohle ist der am tiefsten gelegene Bereich des Gerinnebettes zwischen den beiden Uferzonen. Anhand der Gewässersohle kann beurteilt werden, wie es um die ökologische Funktionsfähigkeit eines Gewässers steht. Naturbelassene und intakte Bach- und Flussbetten gelten als wesentliche Faktoren für den Lebensraum von im Wasser lebenden Tieren und Organismen und vielen Vogelarten, die entlang von Gewässern leben.






