Roman Josef Schwendt arbeitet an seinem neuen Kabarett-Musikprogramm, das am 2. Oktober in Kirchschlag Premiere feiert
Foto: Roman Seidl

Musiker Roman Josef Schwendt erweitert sein künstlerisches Repertoire. Derzeit arbeitet er an seinem neuen Soloprogramm „Künstlerische Frechheit“, einer Mischung aus Musik und Kabarett. Premiere ist am 2. Oktober im Passionsspielhaus Kirchschlag.

Sich als Künstler immer wieder neu zu erfinden, gehört wohl zur Jobbeschreibung. Gleich das ganze Genre zu wechseln oder vielmehr ein zusätzliches künstlerisches Standbein aufzubauen, ist aber eher ungewöhnlich. Wenn der Kirchberger Roman Josef Schwendt nicht gerade an neuen Songs feilt, mit „Herbert Steinböck feat. Die 3 Baritöne“auf den Bühnen des Landes steht oder seine Kolumne „Kultur Gedanken“ für den „Boten“ schreibt, dann ist er derzeit intensiv damit beschäftigt, das Humor-Handwerk zu perfektionieren. Ganz neu ist das für ihn nicht, es soll nun aber noch intensiviert werden. „Ich habe schon bisher bei Auftritten zwischen meinen Liedern immer wieder Schmähs eingebaut. Wenn mir zu einem Lied spontan keine Geschichte oder Schmäh eingefallen ist, wurde halt gleich weitergespielt. Diese Situationen werden nun durch professionelle Regie perfekt durchorchestriert“, erklärt der vielseitige Künstler. Ihm zur Seite steht mit Herbert Steinböck ein „Urgestein“ der österreichischen Kabarettszene, der die „Schmähs“ mit Schwendt professionalisiert und bei seinem neuen Programm Regie führt. 

Dass das beim Publikum gut ankommt, konnte er kürzlich beim Kabarett- und Kleinkunstwettbewerb Grazer Kleinkunstvogel unter Beweis stellen, bei dem er es bis ins Finale schaffte.

Sinn für Unsinn

Und womit will er bei „Künstlerische Frechheit“ die Gäste zum Lachen bringen? Mit ausgeprägtem Sinn für Unsinn und einem ebenso scharfen wie unterhaltsamen Blick auf das Leben. Ob als engagierter Vater dreier Kinder, der zwischen Jause, Kindergartenpartys und dem Ausräumen des Geschirrspülers noch Zeit findet, seine Haare in Form zu bringen. Oder ob als liebevoller Ehemann, der sich fragt, warum der Rasenmäher plötzlich im Vorzimmer steht statt im Schuppen: Am Ende ist alles eine Frage der Perspektive. Als woker Daddy gehört es natürlich dazu, sich selbst zu optimieren – inklusive Omega-3-Kapseln. Denn sonst könnte es eskalieren. „Künstlerische Frechheit“  wird von W:Move veranstaltet und feiert am 2. Oktober im Passionsspielhaus Premiere – inklusive neuer Songs und eines ergänzenden Buchs mit satirischen Kurzgeschichten, passend zum Programm. Alle Infos unter www.ticket63.tickethome.at