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Jürgen Rohrer hat den Aufstieg der Lutzmannsburgs zum Tourismus-Hotspot begleitet, bis er sich zum Ausstieg entschieden hat. Nun macht er Menschen Mut, um ihren Erfolgsweg zu gehen, ob Unternehmern oder (gemeinsam mit Hund Buddy) im Seniorenheim. Ab sofort verrät er seine wichtigsten Strategien in unserer neuen Glosse „Gesunde Gedanken“ im „Boten“.
Es gibt Menschen, die haben ein besonderes Talent dafür, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein – und dann auch das Beste aus der Situation zu machen. Wenn Jürgen Rohrer über seine bisherige berufliche Laufbahn erzählt, dann gewinnt man schnell den Eindruck, dass er einer dieser Menschen ist. Begonnen hat alles als Obstbauer in Lutzmannsburg. Als Jüngster von vier Kindern hat er nach der Ausbildung zum Obstbaumeister beschlossen, in den elterlichen Obst- und Weinbaubetrieb einzusteigen. 100.000 Apfelbäume bewirtschafteten die Rohrers zu Spitzenzeiten. Doch dann kam der EU-Beitritt und die Preise für ihre Produkte fielen in den Keller. Gleichzeitig taten sich aber mit dem Bau der Therme Lutzmannsburg völlig neue Chancen auf – die Jürgen Rohrer nutzte. Dort, wo sich früher eine Lagerhalle und Kühlhäuser der Landwirtschaft befanden, baute er den Buschenschank zu einem Heurigenrestaurant um, das über die Jahre schließlich zu einem erfolgreichen Hotelbetrieb (Apfelhof Rohrer) ausgebaut wurde. Rohrer machte sich in der Tourismusbranche einen Namen, war für einige Zeit sogar im Präsidium der Österreichischen Hoteliersvereinigung und nahm zum „Ausgleich“ an Marathons teil. Bis irgendwann in ihm die Frage immer lauter wurde: „Wie lange willst du das noch so weitermachen?“

Radikaler Neustart
Rohrer ging ins Kloster und nach einer Woche des Schweigens und Fastens krempelte er sein Leben völlig um. Er verkaufte das Hotel, verpachtete die Landwirtschaft und begann mit seiner Ausbildung zum Mentaltrainer – ein Weg, der ihn nachhaltig wachrüttelte und den er dann konsequent weiterverfolgte. Mittlerweile hat er seine Masterausbildung abgeschlossen und unterstützt seit einigen Jahren insbesondere Unternehmer im deutschsprachigen Raum bei Themen wie Betriebsübergaben, Führungskräftecoaching oder den Weg in den Ruhestand. Nebenbei hat er die Ausbildung zum Anti-Stresstrainer absolviert, arbeitet über das Wifi mit angehenden Unternehmern, wird als Coach bei akuten Krisen in Schulen gerufen und machte mit seinem Hund Buddy die Therapiehundeausbildung. Nun besuchen die beiden regelmäßig die Pflegeheim-Bewohner. Ab dieser Ausgabe gibt Jürgen Rohrer außerdem in seiner neuen Glosse Tipps und Impulse für „Gesunde Gedanken“ (siehe Beitrag „Kopfgeburten & Körperbeben“).






