Von links: Gabriele Glanz, Obmann Ernst Glanz, Theresita Hahn und Johann Strobl vor der liebevoll gepflegten, über 100 Jahre alten Kapelle in Hochegg / Fotos: Rehberger (2)
Am Weg zum Uniklinikum Hochegg kann man sie leicht übersehen – und dennoch ist sie einen zweiten Blick wert: die „Dorfkapelle Hochegg“ besteht seit mehr als 100 Jahren und wird von einem eigenen Kapellenverein liebevoll erhalten und gepflegt. Nur für die allwöchentliche Sonntagsmesse fehlt es derzeit an Personal.
Unter einer Kapelle stellt man sich eigentlich etwas Kleineres vor, doch es ist fast schon eine kleine Kirche, die sich zwischen der ehemaligen Waldpension und dem Uniklinikum befindet. Ursprünglich war das Gebäude als Pförtnerhaus für die Anfang des 20. Jahrhunderts errichtete Sonderheilanstalt für Lungenkrankheiten gebaut worden. In den 1930er-Jahren wurde das Pförtnerhaus schließlich zur Kapelle umgebaut. Seit sich direkt im Neubau des Klinikums ein Gebetsraum befindet, kümmert sich der Kapellenverein um das Gebäude und dessen regelmäßige Nutzung.
Messen und Feste im Jahreskreis
Im Jahr 1998 wurde der Kapellenverein unter dem ersten Obmann Franz Schrammel gegründet. Ab 2007 übernahm Ernst Glanz die Obmannschaft und Pfarrer Emerich Kléner feierte die Messen bis ins hohe Alter. Der Verein kümmerte sich unterdessen um den Erhalt des Gebäudes, darunter zwei große Sanierungsprojekte.

Zahlreiche Messen, aber auch Feste, Hochzeiten und Taufen wurden in dieser Zeit in der Hochegger Dorfkapelle zelebriert, die hinter dem Gebäude sogar über eine kleine Lourdes-Grotte verfügt. Seit November 2023 wird die Kapelle von Pfarrer Ulrich Dambeck mitbetreut, denn Hochegg gehört zum Seelsorgeraum Sankt Augustinus. Derzeit findet die Messe in der Dorfkapelle nur alle zwei Wochen statt, abwechselnd mit jenen in der Kirche in Grimmenstein. Die engagierten Mitglieder des Kapellenvereins sind aber davon überzeugt, dass eine Regelmäßigkeit wichtig ist, damit die Kapelle auch in Zukunft als das religiöse Zentrum Hocheggs wahrgenommen wird und die Gottesdienste gut besucht sind. Sie hoffen daher darauf, dass sich vielleicht ein bereits pensionierter Pfarrer findet, der sich wieder jeden Sonntag der Hochegger Messe annimmt.





