Projektleiter Josef Vollmer, Helene Rennhofer (Talent School), Dir. Christoph Rosenkranz (NMS Krumbach), Claudia Pölzlbauer (NMS Aspang), Martin Friedl (NMS Lanzenkirchen), Regionsobfrau Michaela Walla und Bezirksstellenleiter Bernhard Dissauer-Stanka (WK Neunkirchen)
Foto: Vollmer
Zum dritten Mal wurde heuer im Jänner von der Region Bucklige Welt-Wechselland im Rahmen des Wirtschaftsprojekts „Mitarbeitermarke 2.0“ der „Deine Jobregion“-Pionier-Preis verliehen. Diesmal ging die Auszeichnung an drei regionale Pilotschulen, die sich im Rahmen des grenzüberschreitenden Projekts „Talent School“ besonders um eine Vernetzung von Schule und Wirtschaft bemühen.
Mit dem Pionier-Preis sollen innovative Ansätze am regionalen Arbeitsmarkt hervorgehoben werden. In den vergangenen Jahren wurden Unternehmer ausgezeichnet, die sich etwa um besondere Benefits für ihre Mitarbeiter bemühten oder sich als attraktive Marke positionierten. Diesmal wurde ein Engagement vor den Vorhang geholt, das schon viel früher ansetzt, nämlich bei der Berufsorientierung in den Schulen.
„Talent School“ ist ein grenzüberschreitendes Interreg-Projekt, an dem nicht nur die Region Bucklige Welt-Wechselland, sondern auch Schulen aus Ungarn, der Steiermark und dem Burgenland beteiligt sind. Gemeinsames Ziel ist es, den Schülern das vielfältige Angebot am regionalen Arbeitsmarkt bereits ab der ersten Klasse Mittelschule näherzubringen.
Und das, indem man Praktiker an die Schule holt, Betriebe besichtigt und ganz viel Praxis erlebt. Die drei Pilotschulen in der Region, die im Rahmen der „Talent School“ seit September 2024 zahlreiche Aktivitäten unternommen haben, sind die Mittelschulen Aspang, Krumbach und Lanzenkirchen.
Ziel ist es, schon den Jüngsten zu zeigen, welche Karrierechancen sich in der Region bieten. Und dieser Einsatz passt wiederum genau zur Strategie der „Mitarbeitermarke 2.0“, ein Wirtschaftsprojekt der Region in Kooperation mit der Wirtschaftskammer.
Nachahmer gesucht
„Die drei Pilotschulen begleiteten die Projekte ‚Mitarbeitermarke 2.0‘ und ‚Talent School‘ als wichtige Praxispartner und brachten ihre Erfahrungen, Perspektiven und Rückmeldungen in den Projekten ein. Damit leisteten sie einen wertvollen Beitrag zur Weiterentwicklung von innovativen Formaten im Bereich Berufsorientierung und regionaler Zusammenarbeit mit der Wirtschaft“, so Projektleiter Josef Vollmer.
Der Pionier-Preis würdige insbesondere den Mut, neue Wege zu gehen, innovative Formate zu erproben und Verantwortung für die nachhaltige Entwicklung des regionalen Arbeits- und Lebensraums zu übernehmen. Ziel der Auszeichnung sei es, diese Vorreiterrolle sichtbar zu machen, aber auch andere Schulen in der Region sowie Institutionen zur Nachahmung zu motivieren.
Verantwortung für die regionale Zukunft
Regionsobfrau Michaela Walla betonte im Rahmen der Preisverleihung im Gasthaus Reisenbauer in Scheiblingkirchen die besondere Bedeutung der Schulen für eine positive Regionalentwicklung: „Mit dem Pionier-Preis 2025 haben wir drei Schulen ausgezeichnet, die mit großem Engagement Verantwortung für die Zukunft unserer Region übernommen haben. Die MS Aspang, die NMS Krumbach und die NMS Lanzenkirchen haben eindrucksvoll gezeigt, wie wichtig die frühe Vernetzung von Schule, Wirtschaft und Region ist. Sie geben jungen Menschen Orientierung, machen regionale Chancen sichtbar und leisten damit einen entscheidenden Beitrag zur Fachkräftesicherung und zur nachhaltigen Entwicklung unserer Region.“
Ausblick Jobregion und „Talent School“
Beide Projekte, „Talent School“ und „Mitarbeitermarke 2.0“ werden übrigens weiter geführt. Bei der „Talent School“ gibt es noch bis September 2026, neben diversen Aktivitäten an den Schulen, ein zusätzliches Angebot für Unternehmer. Über die Lernplattform Bucklige Welt Mobile-Campus werden Online-Schulungen angeboten, bei denen Unternehmer fachliche Inputs dahingehend erhalten, wie man mit Jugendlichen kommuniziert.
Der Fokus des Wirtschaftsprojekts Jobregion/Mitarbeitermarke 2.0 liegt liegt auf Online-Schulungen und Arbeitnehmern 60plus. Ein weiterer Schwerpunkt ist das Thema Inklusion. Dazu gibt es am 26. Februar eine Podiumsdiskussion mit Profi-Rollstuhl-Tennisspieler Nico Langmann in Kooperation mit der Volksbank Wr. Neustadt. Alle Infos und Termine unter deine-jobregion.at






