Der Pilgerweg „Franziskusweg am Tor zur Buckligen Welt“ führt von Pitten aus durch die Thermengemeinden bis nach Wiener Neustadt. Ausgangspunkt ist der Schöpfungsweg am Fuße der Pittener Bergkirche; das Tau als Symbol der Franziskaner begleitet am Pilgerweg
Fotos: Rehberger (10)
Am 3. Oktober dieses Jahres jährt sich der 800. Todestag des Heiligen Franz von Assisi. Grund genug, am Beginn der Wander- und Pilgersaison den Franziskusweg näher kennenzulernen.
Der Franziskusweg ist ein Pilgerrundwanderweg und führt auf leicht begehbaren Wegen durch eine abwechslungsreiche Landschaft, vorbei an Sehenswürdigkeiten. Einige Stationen nehmen Bezug auf das Leben und Wirken des heiligen Franz von Assisi und verleihen der Route damit den Charakter eines Themenweges.
Die Vision von Bruder Franz Edlinger O. Cist., die Strophen des Sonnengesangs in der freien Natur darzustellen, lässt der Verein „Für Unsere Welt“ unter Einbindung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen entlang der Desbordesstiege hinauf zur Berg- und Felsenkirche von Pitten im „Schöpfungsweg“ Wirklichkeit werden. Er ist ein Naturweg und eine Pilgeroase der Stille und des Gebets – und der ideale Ausgangspunkt um den Franziskusweg zu erleben.
Umgeben von einem Meer von duftenden Blumen und Sträuchern symbolisieren Skulpturen, Bilder und Mosaike die einzelnen Strophen des Liedes. Dazwischen finden sich Legendenbilder vom Leben und Wirken von Franziskus und der heiligen Klara.



Das Tau geleitet durch den Franziskusweg
Nach der Station der letzten Strophe des Sonnengesangs findet sich das Tau. Das „T“ als der letzte Buchstabe des hebräischen Alphabets ist auch das Logo des Vereins „Für Unsere Welt“: Das Tau in der Form einer Friedenstaube umspannt den ganzen Erdkreis.
Eingebettet zwischen der Bergkirche und dem steil abfallenden Felsen des Schlossbergs von Pitten führt der Weg, vorbei am Bild des „Wolfes von Gubbio“, hinauf zur Felsenkirche. Der Taubrunnen vor der Bergkirche mit Blick zum Schneeberg lädt zum Verweilen ein. Nach der Besteigung des Pittener Schlossberges und einer Wanderung auf einem stillen Waldweg wartet die idyllische „Pilgerrast zum Gubbiowolf“. Dann geht der Weg weiter Richtung Bad Erlach und Walpersbach.
Der Turm der Bad Erlacher Kirche gleicht einem Fabriksschlot. Sie ist dem hl. Antonius geweiht. Seine hervorragenden Bibelkenntnisse schätzte Franziskus und bestellte ihn zum Lehrmeister der Franziskaner.
Franz von Assisi weist den Weg
Am Ende des Uferweges weist ein „eiserner“ Franz von Assisi den Weg. Hier trennt sich der kleine vom großen Pilgerweg. Dieser führt duch die „Franziskusallee“ um dann beim „Gläsernen Kreuzweg“ in Linsberg wieder auf die große Route zu treffen. Folgt man dem großen Pilgerweg weiter, gelangt man zu einem idyllischen Pfad durch die Leitha Au. Vorbei an einem Marterl des heiligen Franziskus erreicht der Pilger den imposanten Bau des ehemaligen Franziskanerklosters mit der Kirche, die heute der hl. Radegund geweiht ist. Eine Franziskusstatue steht gegenüber der Pforte der Pfarrkirche von Katzelsdorf. Heute beherbergt das ehemalige Kloster ein Gymnasium.
Der Pilgerweg darf auch durch das Areal der Theresianischen Militärakademie geführt werden, bevor er wieder zurück in die Bucklige Welt führt. Wo sich die Pitten mit der Schwarza in Hadersdorf (Lanzenkirchen) verbindet um gemeinsam als Leitha weiterzufließen, erinnert ein Bild des Franziskus an Bruder Franz Edlinger und seine Vision des Pilgerweges. Der „Gläserne Kreuzweg“ in Linsberg (Bad Erlach) erinnert an die Wundmale Jesu und somit an die Stigmata des hl. Franziskus in La Verna. Geht man den Weg weiter, ragt ein hölzener Obelisk in den Himmel. Der Gedanke: „Da berühren sich Himmel und Erde“. Eine von Schülern gemauerte Grotte im Park Mater Salvatoris mit einem Bild von farbenfrohen Motiven zum Sonnengesang, gemalt von Kindergartenkindern, führt zum Genesungsheim. Das Fragment „Gotische Fester“ auf der Schafleiten mit Blick zur Bergkirche von Pitten sowie der Pilgerstein bei der Hochwasserkapelle mit seinem irischen Pilgersegen sollen die Pilger begleiten.





Aktivitäten im Franziskusjahr :
13. Mai, 19 Uhr, Bildungszentrum St. Bernhard, Wr. Neustad und
10. Juni, 19 Uhr, Regionsmuseum PIZ 1000 in Pitten:
„Der Franziskusweg am Tor zur Buckligen Welt“ Eine Pilgereise in Wort und Bild mit Liedern zum Mitsingen
29. Mai, 18 Uhr, „Lange Nacht der Kirchen“: Pilgerwanderung vom „Gläsernen Kreuzweg“ in Linsberg nach Pitten mit Vesper in der Felsenkirche (Agape).
Pilgerbegleitung: nach Vereinbarung unter 0664 45 122 48
Infos, kompletter Folder zum Download und Aktuelles unter www.fuerunserewelt.at






