Erik Schuster ist nicht nur Direktor der Musik- und Kunstschule Bucklige Welt, sondern selbst seit vielen Jahren national und international als Musiker gefragt. Er spielt Saxophon, Querflöte, Klarinette / Foto: Linefoto

Vor rund einem Jahr formierte sich die Musik- und Kunstschule Bucklige Welt  aus den Verbänden Bucklige Welt Süd und Mitte sowie Kirchschlag mit Bad Schönau mit Profi-Musiker Erik Schuster als neuem Direktor. Der „Bote“ sprach mit ihm über seine Aufgaben, wie sich der neue Verband seit dem Start im September entwickelt hat und wie ihm seine vielfältigen musikalischen Erfahrungen als Direktor dabei zugutekommen. Und wir verraten, welche Rolle er in wenigen Tagen bei dem großen Song-Contest-Spektakel spielen wird.

Wenn in wenigen Tagen das Spektakel rund um den 70. Eurovision Song Contest losgeht, dann ist er mittendrin. Nicht in der Wiener Stadthalle, sondern beim ESC-Begleitprogramm am Rathausplatz. Hier ist ein ganzes Song-Contest-Dorf entstanden, in dem im Mai zahlreiche Live-Auftritte von ESC-Stars, nationale und internationale Acts sowie ein vielfältiges Rahmenprogramm stattfinden. Eines der Highlights ist ein Konzert der Vereinigten Bühnen Wien am 11. Mai unter dem Motto „Musical meets Song Contest“, das auch im Fernsehen übertragen wird. Mit dabei: Erik Schuster, der neue Direktor der Musik- und Kunstschule Bucklige Welt. Letztes Jahr im Juni wurde er mit der Aufgabe betraut, den neuen Großverband, bestehend aus den neun Gemeinden Hochneukirchen-Gschaidt, Krumbach, Bad Schönau, Kirchschlag, Hollenthon, Lichtenegg, Wiesmath, Hochwolkersdorf und Schwarzenbach zu leiten. Eine Aufgabe, die für den erfahrenen Profi-Musiker eigentlich maßgeschneidert ist, dennoch hat er sich bei der Ausschreibung zunächst nicht angesprochen gefühlt. Dabei unterrichtete er zuvor schon zwölf Jahren als eifriger Instrumentalpädagoge eine Klarinetten- und Saxophonklasse im Musikschulverband Bucklige Welt Süd. „Als ich dann ein zweites Mal über die Ausschreibung zum Musikschuldirektor gestolpert bin, habe ich begonnen, ernsthaft darüber nachzudenken. Es gibt musikalisch nichts, was ich nicht erreicht habe. Und für langweilige Routine bin ich nicht geschaffen. Ich habe also mit meiner Familie darüber gesprochen und durch diesen Rückhalt war ich schließlich so weit und habe mich der Herausforderung gestellt“, so Schuster.

Vom Automechaniker zum Profi-Musiker

Dass der 34-Jährige musikalisch schon so viel erreicht hat, hat sich mehr durch Zufall ergeben. Zunächst machte der Ternitzer nämlich eine Lehre zum Kfz-Techniker. Die Musik begleitete ihn aber immer und zunächst spielte er bei der Militärmusik. Neben der klassischen Klarinette gehörte später auch das Jazz-Saxophon zu seinem Repertoire und die Musik spielte eine immer wichtigere Rolle in seinem Leben. Nach und nach etablierte sich Schuster als einer der gefragtesten Studio- und Livemusiker der nationalen und internationalen Musikszene – bis hin zum renommiertesten Musical-Orchester der Welt, dem Orchester der Vereinigten Bühnen Wien, mit dem er nun auch seinen ESC-Beitrag leistet.

Diese vielfältigen musikalischen Erfahrungen und seine zahlreichen Kontakte in die Kunstwelt lässt er nun auch in seine neue Aufgabe einfließen.

Musik und Kunst sichtbar machen

Als Direktor der Musik- und Kunstschule ist es Schuster wichtig, das vielfältige Engagement, aber auch die vielen jungen Talente sichtbar zu machen – nicht nur im Rahmen von Wettbewerben und regelmäßigen Vorspielabenden, sondern etwa auch durch rege Aktivitäten in den sozialen Netzwerken. Gemeinsam mit seinem Team arbeitet er nicht nur an neuen Angeboten (seit Kurzem gibt es die neuen Kunstfächer Elementare Kunstwerkstatt, Schauspiel und Tanz), sondern auch an spannenden musikalischen Projekten wie etwa Rising Stars Big-Stage-Ensemble der Musik- und Kunstschule. Anmeldeschluss für das nächste Musikschuljahr ist der 23. Juni 2026. Alle Infos: mks-bw.at