Foto: Gradwohl

Eine weitere Besonderheit gibt es bei der Wanderung durch Hollenthon zu besichtigen: Für Pfarrer Florian Helwagner haben Kirchenglocken eine besondere Bedeutung. Und so war es ihm auch wichtig, dass die alte große Glocke des Kirchturmes der Pfarrkirche im Ort einen entsprechenden Platz bekommt. Mit Marianne Trimmel und Hermann Gradwohl fand er zwei Mitstreiter, die mit ihm ein schönes Gedenk-Projekt in die Tat umsetzten. Ein Modell im Originalmaßstab des ehemaligen Glockengebäudes wurde errichtet und die Glocke aus dem Jahr 1922 an ihrem neuen Standort installiert. Zur feierlichen Segnung der Glocke der Vermissten und Gefallenen am 26. Oktober 2002 wurden dazu alle noch lebenden Kriegsveteranen als späte Anerkennung von der Gemeinde Hollenthon zu einem Gedankenaustausch und einer Jause eingeladen. Seither wird die Glocke jedes Jahr zu Allerheiligen am Beginn des Friedhofsganges, nach der Kranzniederlegung des Bürgermeisters am Kriegerdenkmal, zwölfmal – für jedes Monat im Jahr – angeschlagen: zum Gedenken an die Gefallenen und Vermissten.