Biken auf zuge­las­se­nen Rou­ten durch das Wech­sel­land – so geht Koope­ra­ti­on von Sport­lern und Wald­be­sit­zern / Foto: Wexl Trails, Chris­ti­an Kremsl

Auf dem Weg zur Bike-Region

von | Mai 24, 2018 | Archiv, Regi­on

Die Eröff­nung der „Wexl-Trails“ Ende Mai ist ein wei­te­rer Mei­len­stein in Sachen Moun­tain­bi­ken und Genuss­ra­deln in der Regi­on. Laut aktu­el­len Gesprä­chen ist das aber erst der Anfang. Im Opti­mal­fall soll eine ein­zi­ge gro­ße Bike-Regi­on ent­ste­hen, die bis nach Wie­ner Neu­stadt reicht. Damit sol­len auch Kon­flik­te zwi­schen Wald­be­sit­zern und Frei­zeit­sport­lern der Ver­gan­gen­heit angehören.

Im Jahr 2011 star­te­te die Regi­on mit „E‑Mobil Buck­li­ge Welt“ auch einen Schwer­punkt in Sachen E‑Biken. Heu­te sind bei dem Pro­jekt zahl­rei­che Gemein­den und Betrie­be der Regi­on betei­ligt und über 300 Kilo­me­ter Rad­we­ge aus­ge­schil­dert. Hin­zu kom­men nun die rasan­te Ent­wick­lung und der Aus­bau zur Ganz­jah­res­de­sti­na­ti­on in St. Coro­na, wo neben dem Ski­fah­ren im Win­ter die war­me Jah­res­zeit ganz im Zei­chen der Biker steht. Die wich­tigs­te Fra­ge dahin­ter: Wie schafft man es, Frei­zeit­sport­lern ein attrak­ti­ves Ange­bot zu bie­ten und gleich­zei­tig die Natur zu schüt­zen? „Wir haben kein star­res, fixes Pro­jekt vor­ge­legt, son­dern von Anfang an mit den Wald­be­sit­zern, Förs­tern und Jägern das Gespräch gesucht und jene Punk­te abge­klärt, die für sie beson­ders wich­tig sind“, so Karl Mor­gen­besser von der Fami­li­en­are­na St. Coro­na, der mitt­ler­wei­le in Sachen Biken und Ange­bots­ent­wick­lung der Ansprech­part­ner für die gesam­te Regi­on ist.

Rechts­si­cher­heit für Biker

Die Gesprächs­ba­sis sei von Anfang an gut gewe­sen. Denn den Wald­be­sit­zern sei es auch lie­ber, dass die Rad­ler, die ohne­hin da sind, nicht kreuz und quer durch Wäl­der und Wie­sen fah­ren, son­dern auf genau vor­ge­ge­be­nen Stre­cken unter­wegs sind. In der Hoch­sai­son wer­den außer­dem Trail Gui­des dar­auf ach­ten, dass nie­mand vom Weg abkommt. „Wir haben Stre­cken, von denen hät­ten wir am Anfang nicht zu träu­men gewagt. Aber durch die guten Gesprä­che, allen vor­an mit der Fami­lie Schen­ker als größ­te Wald­be­sit­zer in der Regi­on, ist ein tol­les Pro­jekt ent­stan­den. Und die Biker haben die Sicher­heit, dass sie auf zuge­las­se­nen Stre­cken unter­wegs sind“, so Mor­gen­besser. Ein wich­ti­ger Punkt, denn wer denkt, dass er sich in Wäl­dern und Wie­sen fort­be­we­gen kann, wie er will, der irrt. „Das gilt nur für Wan­de­rer. Egal ob mit dem Fahr­rad, dem Moto­cross-Bike oder dem Hund – für die­se Wald­be­su­cher gibt es genaue Regeln. Das heißt: Man darf sich nur auf den mar­kier­ten Wegen auf­hal­ten“, so Bezirks­haupt­mann Ernst Anzeletti.

Vor­bild Schweiz

Vom Feis­tritz­sat­tel bis zur Mönich­kirch­ner Schwaig ist ein Stre­cken­netz aus­ge­schil­dert. Für Mor­gen­besser ein Mei­len­stein und ein Anfang. Kürz­lich gab es auch Gesprä­che mit Wie­ner Neu­stadts Bür­ger­meis­ter Klaus Schnee­ber­ger, der eine „Bike-friend­ly City“ anpeilt und Mor­gen­besser mit ins Boot hol­te. Die­sem schwebt eine gro­ße Bike-Regi­on vor, wie das etwa in Grau­bün­den in der Schweiz umge­setzt wur­de. „Da haben sich sie­ben Klein­re­gio­nen zu einer gro­ßen Bike-Modell­re­gi­on zusam­men­ge­fun­den. Wir arbei­ten mit dem Exper­ten zusam­men, der bei die­ser Ent­wick­lung dabei war.“ Neben dem Pan­ora­ma-Biken am Wech­sel und dem City-Biken in Wie­ner Neu­stadt ist für die Buck­li­ge Welt Genuss-Biken ange­dacht. Mitt­ler­wei­le gibt es auch das ers­te Buck­li­ge-Welt-Bike-Forum, wo alle vor­han­de­nen Ange­bo­te zusam­men­ge­fasst wer­den sol­len. „Das Kon­zept ist noch nicht fer­tig, aber ich bin über­zeugt, wenn wir über uns als eine gro­ße Bike-Regi­on den­ken, dann kann hier etwas sinn­vol­les ent­ste­hen“, so Morgenbesser.

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Rad und Natur

Rad und Natur

Was beim Biken im Wald und auf Wie­sen zu beach­ten ist:

  • Rad­fah­rer, Rei­ter oder Hun­de­be­sit­zer benö­ti­gen die aus­drück­li­che Zustim­mung des Wald­be­sit­zers, wenn sie sich abseits gekenn­zeich­ne­ter Stre­cken oder öffent­li­cher Wege bewegen.
  • Wie auch beim Sik­fah­ren gilt auf den Trails: Rück­sicht­nah­me auf­ein­an­der und immer an die vor­ge­ge­be­nen Rou­ten halten.