Foto: Kap­fen­ber­ger

Es gibt Men­schen, da könn­te man glau­ben, dass ihr Tag mehr als nur 24 Stun­den hat. Ein sol­ches Bei­spiel ist Michae­la Kap­fen­ber­ger aus Edlitz. Neben Fami­lie und Jobs ist ihr Enga­ge­ment viel­fäl­tig. Seit Kur­zem ist sie auch auf poli­ti­scher Ebe­ne aktiv.

Haupt­be­ruf­lich arbei­tet Michae­la Kap­fen­ber­ger als Lan­des­be­diens­te­te im Pfle­ge­heim Scheib­lingkir­chen und hat vor weni­gen Wochen mit einer Zusatz­aus­bil­dung begon­nen. Dane­ben betreibt sie als Selbst­stän­di­ge ihre Gesund­heits-Pra­xis in Edlitz und ist hier seit letz­tem Jahr auch als Gesund­heits­ge­mein­de­rä­tin im Ein­satz. Aber der Rei­he nach: Das The­ma Gesund­heit war ihr schon immer ein gro­ßes Anlie­gen, obwohl es sie beruf­lich zunächst in eine ande­re Rich­tung ver­schla­gen hat. Bevor sie Kin­der bekam, war sie als Abtei­lungs­lei­te­rin im Ver­kauf tätig. Dann nutz­te sie die Karenz­zeit, um sich auf das zu kon­zen­trie­ren, was ihr schon immer am Her­zen lag. Neben der Fami­lie ist das eben das The­ma Gesund­heit. Bevor sie ihren heu­ti­gen Mann Andre­as ken­nen­lern­te, war die gebür­ti­ge Frau­en­kirch­ne­rin (Bur­gen­land) 16 Jah­re beim Roten Kreuz aktiv. „Für mich war es schon immer wich­tig, Kör­per, Geist und See­le als eine Ein­heit zu betrach­ten und dort anzu­set­zen“, so Kapfenberger.

Gesund­heit auf allen Ebenen

Also mach­te sie wäh­rend der Karenz ein Fern­stu­di­um zur Gesund­heits- und Ernäh­rungs­trai­ne­rin mit dem Schwer­punkt Aro­ma­the­ra­pie. Der Traum von der eige­nen Pra­xis rück­te damit in greif­ba­re Nähe. Um sich den Druck zu erspa­ren, sofort mög­lichst vie­le Kli­en­ten zu betreu­en, begann sie zusätz­lich zur Pra­xis­er­öff­nung im Jahr 2018 nach der Karenz ab 2019 als Heim­hel­fe­rin im Lan­des­pfle­ge­heim zu arbei­ten. Um in die­sem Bereich wei­ter­zu­kom­men, begann sie die­sen Herbst die zwei­jäh­ri­ge Aus­bil­dung zur Pfle­ge­as­sis­ten­tin. Und weil ihr das The­ma Gesund­heit nun mal wirk­lich am Her­zen liegt, beschloss sie im letz­ten Jahr, für den Edlit­zer Gemein­de­rat zu kan­di­die­ren. Seit 2019 ist sie Gesund­heits­ge­mein­de­rä­tin und sprüht vor Ideen. „Ich war auch vor­her schon bei der ‚Gesun­den Gemein­de‘ aktiv und freue mich, dass ich nun als Ver­ant­wort­li­che vie­le Ideen umset­zen kann“, so die Neo-Gemein­de­rä­tin. In der Vor­sor­ge-Aktiv-Grup­pe geht es etwa um The­men wie Ernäh­rung, men­ta­le Gesund­heit oder Bewe­gung. Sie setz­te sich aber auch – in Koope­ra­ti­on mit der Land­ju­gend – für die Erneue­rung des „„Tut gut“-Schrittewegs ein.
Kap­fen­ber­ger ist aber auch gut bei Stim­me: Seit 2012 singt sie mit dem Ensem­ble „nova Voca­li­tas“ bei zahl­rei­chen Ver­an­stal­tun­gen und Fei­ern. Und wenn dann noch Zeit bleibt, dann trifft man sie beim Karp­fen-Fischen – zur Entspannung.