Gemein­sam für ein Top-Radan­ge­bot in der Region (v.li.): Karl Mor­genbess­er (Wexl­Trails), Andreas Ottner (Krum­bacher­hof) und Flo­ri­an Ker­schbaumer (Regions­büro) / Foto: Rehberger

Auf E‑Bikes musste man auf­grund der großen Nach­frage im let­zten Jahr teil­weise monate­lang warten. Und auch heuer zeich­net sich eine unge­broch­ene Nach­frage ab. Während die Buck­lige Welt und das Wech­sel­land bezüglich der Bike-Infra­struk­tur in den let­zten Jahren vieles aufge­baut haben, ist das auf Bik­er spezial­isierte touris­tis­che Ange­bot noch begrenzt.

Die Wiener Alpen sind daher mit vie­len Touris­mus­be­trieben im Gespräch, um abzuk­lären, welche Ange­bote es braucht, um die stark wach­sende Ziel­gruppe der Bike-Touris­ten anzus­prechen. Dazu wird ein mehrstu­figes Güte­siegel vergeben. Neben Betrieben, die nicht nur Infra­struk­tur vor der Haustür, son­dern auch Infos für die Ziel­gruppe bieten, ist es das Ziel, in Zukun­ft möglichst viele echte „bike-friendly“-Betriebe in der Region anbi­eten zu kön­nen. Absoluter Vor­re­it­er in der Buck­li­gen Welt ist dabei Andreas Ottner vom Krum­bacher­hof. Im Jahr 2010 hat er damit begonnen, sich inten­siv mit dem The­ma Rad und Touris­mus auseinan­derzuset­zen. Seit 2015 ist er selb­st aus­ge­bilde­ter Bike-Guide und führt seine Gäste durch die Region. Auf der Web­site seines Betriebs find­et man die von ihm selb­st entwick­el­ten Lieblings­touren für Ren­nrad, Moun­tain­bike und die neue Vari­ante, das Grav­el­bike. „Das ist seit zwei Jahren ein immer wichtigeres The­ma. Dabei han­delt es sich um ein Ren­nrad mit ein­er etwas gelän­de­tauglicheren Berei­fung, wodurch man auch auf Forstwe­gen fahren kann und pan­nen­sicher­er unter­wegs ist“, so Ottner.

Damit er seinen Gästen ein für die jew­eili­gen Ansprüche passendes Touren-Pro­gramm bieten kann, hat er sich mit eini­gen Grun­deign­ern abge­sprochen, die seine Begeis­terung ken­nen und ihn mit seinen Grup­pen über ihr Gelände fahren lassen. „Solange man die Tour mit mir absolviert, gibt es keine Prob­leme. Ich fahre nicht nur mit Gästen, son­dern auch mit Ein­heimis­chen Tages-Touren oder Halb­tages­touren“, so der radel­nde Wirt. Dabei kommt einiges zusam­men. Alleine im let­zten Jahr hat Ottner mehr als 7.000 Kilo­me­ter mit dem Rad zurück­gelegt. Der Rad­ver­leih im Krum­bacher­hof wurde laufend mod­ernisiert und ist seit heuer Part­ner­be­trieb des Velo­drom in Wiener Neustadt. Entsprechend hochw­er­tig ist auch die Aus­rüs­tung. Ein echter „Bett & Bike“-Betrieb eben, der noch viele Nachah­mer in der Region find­en soll.