Foto: @ Vera Kut­tel­va­ser­o­va – stock.adobe.com

Der Früh­ling kommt dies­mal sehr zag­haft. Vie­le Jah­re war der April nicht mehr so kalt gewe­sen. Unse­re Sehn­sucht nach som­mer­li­cher Blü­ten­fül­le treibt uns trotz­dem zum Blumeneinkauf.

Wenn die Eis­hei­li­gen vor­bei sind, wer­den unse­re Kis­terl und die Trö­ge an der Haus­tür wie­der mit ein­jäh­ri­gen Som­mer­blu­men geschmückt. Ganz Muti­ge haben ihre Pelar­go­ni­en schon gepflanzt und fra­gen sich all­abend­lich, ob man die jun­gen Pflänz­chen wohl über Nacht drau­ßen las­sen kann oder bes­ser doch nicht. Mit dem Kli­ma in der Buck­li­gen Welt hab ich die Erfah­rung gemacht, dass die Eis­hei­li­gen, also die Zeit vom 13. – 15. Mai, ernst zu neh­men sind. Oft hat auch schon die „Schafs­käl­te“ Anfang Juni mei­nen Som­mer­blu­men einen bösen Dämp­fer ver­passt. Also lie­ber noch war­ten bzw. die Blu­men am Abend ins Haus stel­len oder mit Vlies abdecken.

Bei den Blu­men­kis­terl haben sich die sta­bi­len Kunst­stoff­kis­terl mit Was­ser-Reser­voir bewährt. Man muss dann nur alle 4 bis 5 Tage gie­ßen und damit ist das ver­län­ger­te Aus­flugs-Wochen­en­de im Som­mer gesi­chert. Das Wich­tigs­te ist der Was­ser­ab­zug. Vie­le Kis­terl und Trö­ge ver­sump­fen, weil das Gieß- oder Regen­was­ser nicht schnell genug abflie­ßen kann. Bei grö­ße­ren Trö­gen hat sich eine Drai­na­ge­schicht aus Leca mit Vlies­ab­de­ckung bewährt. So kön­nen die Fein­an­tei­le der Blu­men­er­de nicht aus­ge­schwemmt wer­den und das Was­ser kann ablau­fen.
Für die Aus­wahl Ihrer heu­ri­gen Som­mer­blu­men möch­te ich Ihnen unse­re regio­na­len Gärt­ne­rei­en ans Herz legen. Die­se sichern regio­na­le Arbeits­plät­ze in die­ser für alle nicht ganz ein­fa­chen Zeit.

Im Gemü­se­gar­ten ist jetzt rich­tig viel zu tun! Radies­chen, Karot­ten, Peter­si­lie und Erb­sen wol­len gesät wer­den. Busch- und Stan­gen­boh­nen kön­nen ver­legt wer­den. Es hat sich bewährt, die dicken Saat­boh­nen vor der Aus­saat über Nacht in Was­ser ein­zu­le­gen. Die Kei­mung geht dann deut­lich schnel­ler. Pflück­sa­lat­pflänz­chen kom­men auch mit kal­ten Näch­ten ganz gut zurecht. In sehr kal­ten Näch­ten freu­en sie sich aber über eine Vlies­ab­de­ckung. Sobald sich die ers­ten Saat­rei­hen zei­gen, kann dazwi­schen gemulcht wer­den. Fei­ner Rasen­schnitt in dün­nen Schich­ten hat sich dafür bewährt.

In den Schwimm- und Gar­ten­tei­chen geht die Laich­sai­son dem Ende zu. Dicke Bat­zen Frosch­laich und die schwar­zen Laich­schnü­re der Krö­ten fin­det man der­zeit in allen Flach­was­ser­zo­nen. Kei­ne Sor­ge – nur ein Bruch­teil der Tier­chen über­lebt und wohnt übers Jahr im Teich. Kaul­quap­pen sind eine belieb­te Fut­ter­quel­le für Mol­che, Gelb­rand­kä­fer, Libel­len­lar­ven und sogar Vögel. Es pas­siert fast jedes Jahr, dass tote Krö­ten und Frö­sche am Boden der Tei­che lie­gen. Sie müs­sen mit dem Kescher her­aus­ge­fischt wer­den, denn die Ver­we­sung wür­de Nähr­stof­fe frei­set­zen und damit den Algen­wuchs för­dern. Algen sind grund­sätz­lich ein natür­li­cher Regu­la­tor für zu hohen Phos­ph­or­ge­halt im Teich. Fischt man sie ab, ist man auch den (in den Algen gebun­de­nen) Phos­phor wie­der los.

Ich wün­sche Ihnen vie­le unbe­schwer­te Stun­den im Gar­ten!
Herz­lichst, Ihre Gärtnermeisterin