Foto: LC Tausendfüßler

Seit einem Jahr herrscht bei der Sparkasse-Lauf­tour Still­stand. Das famil­iäre Lauf-Event für alle Kön­nens-Stufen würde nor­maler­weise im Früh­jahr starten. Das ist aber auch heuer noch nicht möglich. Die Organ­isatoren rund um Obmann Edi Hor­vath sind aber zuver­sichtlich, dass es Läufe geben wird, sobald im Hin­blick auf Coro­na-Maß­nah­men so etwas wie Pla­nungssicher­heit beste­ht. Eine Gesamtwer­tung wird es aber nicht geben.

Seit vier Jahren organ­isiert Edi Hor­vath die Sparkasse-Lauf­tour und damit einen der größten Lauf-Bewerbe des Lan­des. Sehr viel zu organ­isieren gibt es momen­tan aber noch nicht. „Da die Organ­i­sa­tion der Läufe mit sehr viel Arbeit für die Ver­anstal­ter ver­bun­den ist, haben wir beschlossen, erst zu starten, wenn wir wirk­lich wis­sen, dass die Läufe dann auch stat­tfind­en kön­nen. Die meis­ten Läufe find­en heuer ohne­hin erst im Herb­st statt. Da durch die vie­len Unsicher­heit­en aber die Erstel­lung ein­er Tourkarte nicht so leicht möglich ist, wird es daher heuer keine Gesamtwer­tung geben“, so Edi Horvath.

Er geht davon aus, dass spätestens diese Herb­stläufe, also etwa in Trat­ten­bach, Schwarzau, Lanzenkirchen und auch jen­er seines eige­nen Vere­ins, des LC Tausend­füßler in Bad Erlach, sich­er stat­tfind­en kön­nen.
In einem „nor­malen“ Lauf­tour-Jahr gibt es ins­ge­samt acht Bewerbe mit ins­ge­samt rund 4.000 Startern. Im Durch­schnitt nehmen pro Lauf etwa 500 Sportler teil. Das Außergewöhn­liche: Etwa die Hälfte davon sind Kinder.
„Früher gab es nur eine Sam­melk­lasse der Unter-Achtjähri­gen. Ich habe zusät­zlich eine U6 einge­führt, weil der Unter­schied in der Entwick­lung da schon noch sehr groß ist. Die Begeis­terung bei den Kleinen ist enorm“, so Hor­vath. Um schon bei den Kle­in­sten die Begeis­terung für Lauf­be­werbe zu weck­en schreibt er etwa sämtliche Kindergärten in der Umge­bung an. Und für jeden jun­gen Teil­nehmer gibt es einen Pokal, eine Tourkarte mit Namen und ein Stofftier.

Heuer find­en nur einzelne Lauf­be­werbe statt, die auf der Seite lauftour.at bekan­nt gegeben wer­den. Näch­stes Jahr will man dann auf jeden Fall wieder eine Gesamtwer­tung durch­führen. Dabei wird gle­ich mit ein­er Neuerung ges­tartet, näm­lich dem Zilling­dor­fer Sil­vester­lauf, der den Start der Lauf­tour 2022 markiert.

Bene­fiz in Bad Erlach

Hor­vath kam über den Lauf­club Tausend­füßler deren Obmann er ist, zur Lauf­tour-Organ­i­sa­tion. Dieser ver­anstal­tet jedes Jahr den Bad Erlach­er Sparkasse-Lauf mit dem MS-Bene­fiz-Walk. Die Tausend­füßler sam­meln bei den Bewerb Spenden für Mul­ti­ple-Sklerose-Betrof­fene — und das seit vie­len Jahren. „MS ist die Krankheit der 1.000 Gesichter und wir wollen den Betrof­fe­nen helfen, alles zu unternehmen, was wieder zu einem nor­malen Leben ver­hil­ft wie beispiel­sweise durch eine Kosten­beteili­gung bei anerkan­nten Ther­a­pi­en oder durch die Beschaf­fung von Ther­a­pie-Hil­f­s­mit­teln“, so Horvath.

Jedes Jahr wer­den dafür 11.000 Euro aus­bezahlt. Durch den Aus­fall im let­zten Jahr hofft man daher umso mehr, heuer den Lauf im Herb­st machen zu kön­nen, denn: „Wir wer­den auf alle Fälle ver­suchen, dass ein Bewerb stat­tfind­en kann, denn son­st ist unser MS-Topf leer“, so Hor­vath, der sich bei Spon­soren wie der Sparkasse und der Fir­ma Ham­burg­er bedankt, die ihre finanzielle Unter­stützung trotz­dem weit­er geleis­tet haben.

Wer den MS-Ther­a­pie­fonds der Tausend­füßler unter­stützen möchte, der kann dies über fol­gen­des Spendenkon­to tun: AT73 2026 7020 0000 4792

Von links: Edi Hor­vath mit Hund Mar­ty, Anton Urban von der Sparkasse Wiener Neustadt und Ste­fan Haller Fil­ialleit­er Stv. Bad Erlach / Foto: Sparkasse