Ger­traud Hecher mit ihren bei­den fan­ta­sie­vol­len Büchern / Foto: Hecher

Die künst­le­ri­schen Fähig­kei­ten sind Ger­traud Hecher aus Kirch­berg schon in die Wie­ge gelegt wor­den. Ihre Eltern spiel­ten bei­de Instru­men­te und es wur­de viel musi­ziert in der Fami­lie. Schon in der Vor­schul­zeit erlern­te sie Block­flö­te, mit sechs Jah­ren nahm sie gemein­sam mit ihrer Schwes­ter Kla­vier­un­ter­richt. Bereits damals reg­te die gezeich­ne­te Note ihre Fan­ta­sie zusätz­lich an und sie tauch­te beim Spie­len in die ver­schie­de­nen Bil­der ein.

„Der Zau­ber, der von der Musik aus­ging, brach­te mich buch­stäb­lich in eine ande­re Welt. Mär­chen­bü­cher konn­te ich regel­recht ver­schlin­gen“, erin­nert sich die heu­ti­ge Hobby-Kinderbuchautorin.

Auch in ihrer Mit­tel­schul­zeit blieb sie immer mit Musik in Ver­bin­dung, da ihr Schul­chor unter ande­rem auch im Kon­zert­haus oder Musik­ver­ein auf­trat. In der Ober­stu­fe wähl­te sie schließ­lich das bild­ne­ri­sche Fach, in dem sie auch matu­rier­te. Danach zog es sie aber doch wie­der zur Musik zurück. „Da mich bei­de künst­le­ri­sche Rich­tun­gen in glei­cher Wei­se anzo­gen, war es für mich gar nicht so ein­fach, mich nach der Matu­ra für eine Rich­tung zu ent­schei­den“, so Hecher.

Schließ­lich stu­dier­te sie Musik-Instru­men­tal­päd­ago­gik für Gitar­re, Musik­erzie­hung und Kon­zert­fach Gitar­re. Gleich­zei­tig begann sie auch eine Gesangsausbildung.

Auf­trit­te aller Art und Kunstvermittlung

Es folg­ten bald Kon­zert­auf­trit­te mit der Gitar­re, solis­tisch und im Duett, Auf­trit­te im Thea­ter oder als Mit­glied des Arnold Schoe­n­berg Cho­res im In- und Ausland.

„Mei­ne Lie­be galt jedoch immer der Wei­ter­ver­mitt­lung. Aus die­sem Grund begann ich damals mit mei­ner künst­le­ri­schen Unter­richts­tä­tig­keit“, so Hecher. In der Kirch­ber­ger Musik­schu­le hat sie sich längst einen Namen gemacht. 

Mit der eige­nen Fami­li­en­grün­dung ent­stand schließ­lich ihr ers­tes Kin­der­mu­si­cal „Die Rei­se des klei­nen grau­en Vogels“ nach einem Mär­chen des Kärnt­ners Chris­ti­an Ste­fa­ner. Außer­dem grün­de­te sie den Kin­der­chor „Die coo­len Singmäuse“. 

„Die­se ani­mier­ten mich zu mei­nem ers­ten Musik­mär­chen „Melo­dy und die ver­zau­ber­te Stim­me“. Sowohl Text als auch Bil­der und Kom­po­si­tio­nen stam­men aus der Feder von Ger­traud Hecher. Dar­in geht es um das Hören auf die Stim­me des eige­nen Her­zens. Auf Anre­gung ihrer Toch­ter ent­stand schließ­lich die Fort­set­zung „Gefahr in Musi­ca – ein Mär­chen über Har­mo­nie und Dissonanz“.

Drit­tes Mär­chen im Druck

Mit „Rit­ter Dan­do ret­tet Burg­fräu­lein Syn­ko­pe“ hat Ger­traud Hecher nun ihr drit­tes Musik­mär­chen fer­tig­ge­stellt, das im Dezem­ber erschei­nen wird. Natür­lich geht es auch dar­in um Noten, Takt und Rhyth­mus in der Musik.

„Jedes mei­ner Bücher ent­hält auch einen Gra­tis­down­load des Hör­buchs der Geschich­te mit den Lie­dern und der Musik. Ich möch­te alle mit den abge­druck­ten Lie­dern zum Mit­sin­gen ein­la­den und die eige­ne Krea­ti­vi­tät für das Kom­po­nie­ren und Malen wecken“, ist Hecher wich­tig. Am 11. Dezem­ber fin­det eine Lesung mit Work­shop im Lebens­raum Wörth (Enzen­reith) statt.

Lesung im Lebens­raum Wörth
11.12. um 15 Uhr in Enzenreith