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In der Früh ist es an manchen Tagen schon recht frisch, Spinnweben voller Tautropfen spannen sich im Garten über die Pflanzen und – man merkt es an vielen Kleinigkeiten – der Sommer neigt sich langsam seinem Ende zu. Im Garten beginnt eine arbeitsreiche Zeit:

Im Gemüsegarten muss nun laufend geerntet werden. Wer Zucchini nicht rechtzeitig abgenommen hat, sieht sich plötzlich mit gewaltigen Keulen konfrontiert. Schält man sie sanft und entfernt die innere Kernschicht, eignen sie sich aber selbst in XXL-Ausgabe noch gut für Suppen. Tomaten und Gurken sind heuer später dran als die letzten Jahre. Der kühle Frühsommer und die lange Regenperiode haben die Reife verzögert. Kranke, welke Blätter sollten regelmäßig herausgeschnitten werden. Wenn ein warmer, goldener September kommt, dann wird noch alles reif.

Beete, die jetzt schon abgeerntet sind, kann man gut mit Samen von Feldsalat oder Spinat breitwürfig ansäen. So kann man bis in den Dezember hinein frisches Blattgemüse ernten und der Rest dient im Winter als Mulchdecke. Beete, die nicht mehr gebraucht werden, sollten gründlich gelockert, mit Steinmehl, Hornspänen oder einem guten biologischen Langzeitdünger versorgt und mit Grasschnitt abgedeckt werden. Dies verhindert einerseits Verkrautung und schafft gleichzeitig feinkrümelige Böden für nächstes Jahr.

Im Wohngarten sind die Hortensien in Hochform! Mit Hibiskus, Sonnenhut und Schmetterlingsflieder bringen sie jetzt Farbe in den Garten. Gut kombiniert mit Blütenstauden und einjährigen Blumen bilden sie den Blickfang im Spätsommer. Sommerblumen in Kisterl, Trögen und Kübeln müssen jetzt wirklich jede Woche gedüngt und ab und zu durchgeputzt werden, um bis Oktober ihre Pracht zu erhalten. Ich gebe ab Mitte August zu jedem Gießwasser eine kleine Dosis Dünger.

In den Schwimm- und Gartenteichen leuchten die Seerosen um die Wette! Auch hier ist nun die letzte Düngung angesagt, um das Vergilben und „Ausherbstln“ bis in den Oktober zu verschieben. Mit ausreichend Stickstoff (immer nur nach Wasserprobe!) bleiben die Wasserpflanzen länger grün und aktiv, wodurch sich auch die Algen zurückhalten. Verblühte Pflanzen in den Randzonen können zurückgeschnitten werden. Bei Schwimmteichen macht es Sinn, die Treppen und Eingänge noch einmal kräftig zu bürsten – die Badesaison geht doch bis weit in den September.

Für große Nussbäume und Ahornbäume kommt jetzt der richtige Zeitpunkt, falls sie heuer geschnitten werden müssen. Die Bäume stehen noch genug im Saft, um die Wundheilung zu beginnen, tropfen aber nicht mehr. Wer seine immergrüne Formhecke noch nicht geschnitten hat, hat dafür nun auch noch eine gute Gelegenheit. Bis Mitte September sollten diese Arbeiten abgeschlossen sein.

Der Spätsommer ist aber auch eine Zeit, um das Wohnen im Garten noch einmal so richtig zu genießen! Ich wünsche Ihnen einen entspannten Sommer-ausklang!

Herzlichst, Ihre Gärtnermeisterin
Gerlinde Blauensteiner

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