Fotos: Egerer (5), Rehberger (2); Grafik: Scherz-Kogelbauer

Heute stellen wir eine facettenreiche Wanderung vor, die je nach Bedarf abgeändert werden kann, sodass alle Spaziergänger oder Wanderer auf ihre Kosten kommen. Gleich drei Highlights erwarten uns: für die Kleinen der „Bakabu Erlebnisweg“, der Hutwisch samt Aussichtsturm und – das Beste kommt immer zum Schluss – das Wehrkirchenobergeschoß aus dem 15. Jahrhundert  direkt in Hochneukirchen, das man im Rahmen einer kleinen Führung unbedingt besichtigen sollte.

Wir starten beim ehemaligen  Höhwirtshaus, wo es leider nur wenige Parkplätze gibt. Man kann natürlich auch direkt in Hochneukirchen starten, allerdings wandert man dann zuerst bergab und anschließend bergauf.

Vis-à-vis vom Höhwirtshaus führt uns der markierte Weg über ein Feld, bevor wir in den Wald eintauchen. Hier gibt es mehrere Möglichkeiten, um zum Hutwisch zu gelangen. Wir nehmen vorerst den rechten Pfad, doch kurz darauf zweigen wir auf den linken Steig bergauf ab. Diesem folgen wir, bis linker Hand ein kleines blaues Vogelhäuschen auftaucht. Nun sind wir schon auf dem „Bakabu Erlebnisweg“, den wir noch ein paar Mal kreuzen werden.

Wieder halten wir uns links und befinden uns nun auf dem Rundwanderweg Hutwisch, der uns von der hinteren Seite auf den Gipfel führt. Natürlich steigen wir bei diesem herrlichen Wetter auf die Aussichtswarte und genießen den Rundblick.

Danach zweigen wir wieder links auf einen Pfad ab, der schließlich in einen breiteren Forstweg mündet. Hier halten wir uns rechts, bevor wir bei der nächsten Abzweigung nach links hinunter abbiegen. Wie gesagt, es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, und alles ist beschildert. Nun erreichen wir alsbald eine Wiese, wo Holzbänke in der Sonne zur Rast einladen. Am Waldrand entlang spazieren wir talwärts, bis wir die ersten Häuser von Hochneukirchen erreichen. Am Kindergarten vorbei, wandern wir eine schmale Gasse entlang und schon erreichen wir das Zentrum. Nun kann man sich im Wirtshaus „s’Hutwisch“ stärken. Wir haben im Vorfeld auf der Gemeinde wegen einer Kirchenführung nachgefragt. Hier ist man bei Voranmeldung gerne bereit, uns einen Blick in das tolle, gut erhaltene Wehrkirchenobergeschoß zu gewähren, welches in den Sommermonaten für Kulturveranstaltungen genutzt wird. Obwohl die Kirche von außen gar nicht so alt aussieht, hat man doch einen „Wow-Effekt“, wenn man das Dachgeschoß betritt.

Danach besuchen  wir die alte Kirche und den moderneren Zubau, der sogar eine Kinderecke mit Pölstern und Büchern beherbergt.

Zwei Varianten für den Rückweg

Wir haben uns für die längere Version entschieden und starten von der Kirche Richtung Westen, bevor wir bei der nächsten Linkskurve schon in die Waldgasse nach rechts hinauf abbiegen. Schließlich geht es vorbei an einem Gehöft, dann endet die Asphaltstraße. Nun beginnt ein Traktorweg, dem wir folgen, und wir befinden uns nun auf dem gelb markierten Weg, der „Rindlwegrunde“. Nach ein paar Hundert Metern zeigen uns gelbe Tafeln den Weg rechts bergab über ein Feld und dann in den Wald hinein. Wir folgen der gelben Markierung in einen tiefen Graben hinunter, über einen Bach. Allerdings wartet nun ein etwas steilerer Aufstieg auf einem Traktorweg durch den Wald, das anstrengendste Stück dieser Wanderung. Doch schließlich haben wir es geschafft und wir erreichen eine Straße, der wir kurze Zeit rechts folgen, bevor es wieder rechts in den Wald hineingeht, jetzt aber nur mehr leicht bergab. Schon bald erreichen wir den Höhwirt von der Rückseite und sind wieder bei unserem Fahrzeug.

Auch bei der zweiten Variante muss man in besagten Graben und wieder hinauf, allerdings ist diese Variante kürzer. Man startet vom Wirtshaus ostseitig Richtung Pfarrheim und Festhalle auf der Hauptstraße. Erst  in der Rechtskurve bei der Ortsausfahrt zweigt links ebenfalls ein Weg mit gelber Markierung ab. 

Bei unserer Variante sind 11,4 Kilometer und 284 Höhenmeter zu bewältigen. Drei bis dreieinhalb Stunden reine Gehzeit sind zu veranschlagen. Wanderkarten gibt es auf der Gemeinde, alles ist gut beschildert. Es ist eine wirklich interessante Tour, die dank der verschiedenen Varianten für alle Altersklassen geeignet ist.