Foto/Repros: Scherz-Kogelbauer (7)

Am 26. Juni 1986 erschien die erste Ausgabe des Boten aus der Buckligen Welt – produziert in Kirchschlag und voll mit den wichtigsten Informationen aus der Region. Das Ziel: den Zusammenhalt und das Zusammengehörigkeitsgefühl in der Region zu stärken. Bis heute hat sich daran nichts geändert, auch wenn die Region – und damit auch der „Bote“ – in diesen vier Jahrzehnten eine enorme Entwicklung durchlaufen hat.

Gründungs-Chefredakteur Josef Mühlhauser, der damalige Kirchschlager Bürgermeis-ter Gottfried Schwarz, Alois Mayrhofer jun. (als Herausgeber), Alois Mayrhofer sen. sowie Mitarbeiter, Vertreter der Wirtschaft und Historiker Bruno Schimetschek kamen zu Wort, als die erste Ausgabe des „Boten“ erschien. Erklärtes Ziel: als Informationsquelle den Zusammenhalt zu stärken und Impulsgeber für die regionale Wirtschaft zu sein. Über 10.000 Exemplare wurden in 22 Gemeinden der Buckligen Welt und des Mittelburgenlands verschickt. Die ersten Themen waren dabei so vielfältig wie die Region: Wirtschaft, Gesundheit oder die Krise der damaligen Molkereigenossenschaft in Kirchschlag wurden ebenso behandelt wie Kultur, Tourismus, Einblicke in das Schulgeschehen, aber auch der Sautanz-Preis für den Chefredakteur und der Schwammerlkönig. All das, was die Menschen, die hier leben, gerade beschäftigte, wurde zum Thema gemacht. Und daran hat sich in all den Jahren nichts geändert – sehr wohl aber etwas an der Reichweite. 

90.000 „Boten“ für die gesamte Region

Bereits im Jahr 1987 erschien der „Bote“ zehnmal jährlich mit einer Auflage von 13.000 Exemplaren. Heute erscheint der „Bote“ ebenfalls zehnmal pro Jahr in den 32 Gemeinden der Region Bucklige Welt-Wechselland, im benachbarten Mittelburgenland und steirischen Wechselgebiet sowie sechsmal davon auch in Wiener Neustadt, Neunkirchen, Ternitz und Wimpassing mit einer Auflage von rund 90.000 Exemplaren. Dabei wurde und wird immer wieder Neues ausprobiert. Als eines der wenigen noch verbliebenen kleinen, privat geführten Medienhäuser des Landes ist man eben recht wendig. So gab es bereits mehrmals Schüler-„Boten“, diverse Gewinnspiele und auch Karikaturen.   

Eiserner Vorhang, EU, Leader und Tourismus

Große Ereignisse der Welt hatten auch unmittelbaren Einfluss auf die Bucklige Welt, und der „Bote“ hat sie begleitet. Nach Josef Mühlhauser, unter dessen Leitung der Eiserne Vorhang fiel und Westungarn zum neuen Nachbarn wurde, begleitete Johann Tomsich als Chefredakteur 20 Jahre lang den Aufstieg der Region zur EU-Leader-Region und zum Tourismus-Hotspot. Hinzu kommen heute zahlreiche Projekte zur Regionalentwicklung und vor allem die Vorreiterrolle der Region im Bereich der Energie- und Klimawandelanpassung. Was die Zukunft der Region bringen wird? Wir werden darüber im „Boten“ berichten!

Als im Jahr 1986 die erste „Bote“-Ausgabe erschien, waren Johanna Aulabauer und Anna Schiefer (obere Reihe von links) schon Teil des Teams. Die heutigen „Bote“-Eigentümer und Herausgeber Katrin Scherz-Kogelbauer und Thomas Scherz (unten li.)  interessierten sich damals noch nicht so sehr fürs Zeitungmachen, und Chefredakteurin Cornelia Rehberger fing gerade erst an, schreiben zu lernen (unten re.). Redakteurin Karin Egerer (oben re., Ausflugstipp) war auch 1986 gerne draußen unterwegs. Es ist ein tolles Team, das den „Boten“ Monat für Monat produziert. Die weiteren Kollegen sind allerdings viel zu jung für ein Foto aus 1986. Wir schätzen sie dennoch sehr!