Fotos: Schwendenwein (2)
Wann immer Herbert Schanda zu erzählen beginnt, hätte man am liebsten ein Aufnahmegerät dabei. Der 85-jährige gebürtige Haderswörther gilt längst als wandelndes Feuerwehrlexikon der Region und darüber hinaus. Zuletzt hat er für den Bezirk Wiener Neustadt die Geschichte des Feuerwehrwesens in Buchform niedergeschrieben. Die Recherche dafür lieferte Schanda auch einiges an Material über seine ehemalige Heimat Haderswörth – der perfekte Anlass, um im Feuerwehrhaus „seiner“ Wehr zum Vortrag zu laden. Wobei der Referent eines von Anfang an klarstellte: „Dieser Vortrag ist kein trockener Geschichtsbericht, sondern eine lebendige Zeitreise.“ Und Herbert Schanda hat sein Versprechen gehalten. Vor einer interessierten Runde zeigte er Ausschnitte aus Lokalzeitungen und historischen Medien aus den Jahren 1868 bis 1960 sowie faszinierende Fotos, die zeigen, wie sehr sich die heutige Lanzenkirchner Katastralgemeinde im Laufe der Zeit verändert hat.

Ein Abend für das kollektive Gedächtnis
Die 90-minütige Zusammenschau war kurzweilig gestaltet und lud zum interaktiven Austausch ein. Der Abend war geprägt vom Anekdoten-Austausch. Thematisiert wurden Hochwasser-Ereignisse, große Brände, Hausnamen, die ehemalige Dorfstruktur, Familiengeschichten – und wie all das durch das Wirken der Freiwilligen bei der Feuerwehr geprägt war. Nach eineinhalb Stunden drückte Schanda auf die Pause-Taste – die Fortsetzung gibt es bei einer Folgeveranstaltung im Herbst. Bis dahin lädt die FF Haderswörth die Ortsbevölkerung ein, in den privaten Archiven nach spannendem Material zu forsten und so das kollektive Gedächtnis beim nächsten Termin weiter zu festigen.





