Gemeinsam mit vielen langjährigen Wegbegleiterinnen warf Erna Punkl einen Blick zurück auf ihre Tätigkeiten. / Fotos: Die Bäuerinnen NK, Punkl
Im heurigen Jahr feiern nicht nur „Die Bäuerinnen“ ein wichtiges Jubiläum, sondern auch eine ihrer aktivsten Botschafterinnen: Seit 55 Jahren ist Erna Punkl im Einsatz, um Landwirtschaft sichtbar zu machen. Eine ganz besondere „Botin“.
Ein Leben für die Landwirtschaft – so lässt sich zusammenfassen, was Erna Punkl in den letzten Jahrzehnten geleistet hat. Seit ihrer Kindheit, aufgewachsen auf einem Bauernhof in Königsberg (Thomasberg), war sie es gewöhnt, mit anzupacken. Als sie ihren Mann heiratete, floss viel Energie und Arbeitskraft in Haus, Hof und Familie in Prägart (Edlitz). Erna Punkl kümmerte sich aber nicht nur um die eigene Landwirtschaft und ihre vier Töchter, sondern war immer schon höchst aktiv, wenn es darum ging, sich im landwirtschaftlichen Bereich zu vernetzen, zusammenzuarbeiten und bäuerliche Produkte sichtbar zu machen. Auch da, wo auf höchster Ebene über Landwirtschaft politisiert wurde – sei es im Ministerium oder in der Landwirtschaftskammer in Wien: Wenn es darum ging, das bäuerliche Handwerk anhand schmackhafter Produkte zu präsentieren, war Erna Punkl zur Stelle. Zahlreiche höchste Kammerfunktionäre und Landwirtschaftsminister konnte sie kennenlernen. Ihr wichtigstes Engagement lag aber in der eigenen Region. Sie war aktiv dabei, als erste Pläne geschmiedet wurden, die Bäuerinnen zu vernetzen. Als langjährige Bezirks- und Gemeindebäuerin war sie in der Region, aber auch national und international, wie etwa regelmäßig bei der „Grünen Woche“ in Berlin, im Einsatz.
Zusammenhalt
Sie war die erste Bezirksbäuerin des damaligen Gebiets Aspang. Immer wieder hat sie auch die unverzichtbare Rolle der Bäuerinnen in der Landwirtschaft sichtbar gemacht, aber auch dafür gesorgt, dass die Landwirtinnen sich austauschen und weiterbilden. Vor 50 Jahren wurde schließlich mit „Die Bäuerinnen“ ein offizielles Netzwerk geschaffen, das bis heute für Sichtbarkeit und Stärkung der Bäuerinnen sorgt. Punkl initiierte aber auch den „Tag der älteren Generation“, ein Treffen älterer Bäuerinnen und Bauern an der LFS Warth, das sich längst zum beliebten alljährlichen Fixpunkt etabliert hat. Heuer, nach 55 Jahren im Einsatz für die Landwirtschaft, warf Erna Punkl beim „Altbäuerinnentag“ einen Blick zurück auf ihre vielfältigen Erlebnisse. Nun legt sie die Organisation in neue Hände.

Dabei lernte sie so manche Minister kennen, wie etwa Franz Fischler bei einer Veranstaltung mit Schauspieler Tobias Moretti (li.)






