Klaus und Christa Haberler zeigen beim Besuch des Boten, was die Öffentlichkeit sonst nicht zu sehen bekommt. Die Hausherrin hat eine Liebe für seltene kunstgefertigte Häferl. Bild klein: Wie im Vorjahr wird Christa Haberler auch heuer bei der Langen Nacht der Museen wieder im Einsatz sein. / Fotos: Schwendenwein, Bauernmuseum

Christa und Klaus Haberler haben vor 45 Jahren das Bauernmuseum in Lanzenkirchen gegründet. Auch heute ist Christa eine wichtige Stütze für den Museumsbetrieb.

Christa Haberler drängt sich nicht gerne in den Vordergrund. Die Lanzenkirchnerin überlässt den Vortritt lieber ihrem Mann. „Schließlich ist es immer sein Hobby gewesen“, sagt sie und blickt zum Fenster ihrer Stube hinaus. Dort erstreckt sich ein gepflegter Hof mit Teich samt Seerosen, hellen Pflastersteinen und begrünten Pfaden, die zu mehreren Nebengebäuden führen. Darin findet sich das Hobby ihres Mannes Klaus: das Lanzenkirchner Bauernmuseum, das bereits seit 45 Jahren besteht. Damals hat die Familie mit 600 Exponaten begonnen. Heute sind es 6 000.  „Mein Mann hat immer alles selbst geputzt“, sagt Haberler, „ich habe beim Waschen von Stoffen ausgeholfen“, erzählt sie. Aber auch darüber hinaus war sie immer eine wichtige Stütze ihres Mannes. Oft hat sie die Fahrten organisiert, wenn ein neues Ausstellungsstück gefunden wurde und mit dem PKW abgeholt werden musste. Außerdem ist das Paar immer wieder gemeinsam zu Flohmärkten gefahren, um Objekte zu sichten. Irgendwann hat sich das Museum, in das die Familie viel Herzblut investiert, etabliert und die Menschen brachten von sich aus erhaltenswerte Objekte des ehemaligen bäuerlichen Lebens der Region ins Museum. Inzwischen müsse sie den Menschen mitteilen, dass sie keine Ausstellungsstücke mehr annehme, erzählt die Lanzenkirchnerin. Trotzdem verirre sich hin und wieder einmal ein neues „altes Stück“ in und um das Haus.

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Christa Haberler ist aus dem Museumsbetrieb nicht wegzudenken. Sie führt ebenso durch das Museum wie ihr Mann und ihr Sohn. „Unser Sohn ist ja praktisch von Anfang an hineingewachsen“, erinnert sich Christa Haberler. Heute organisiert er große Veranstaltungen, wie etwa die „Lange Nacht der Museen“, die heuer am 3. Oktober stattfindet. Auch das jährliche Erntedankfest im Ort wird hier gefeiert – genauer gesagt vor dem historischen Troadkasten, der aus Ofenegg stammt. „Den herzuholen, war ein Abenteuer“, erinnert sich Christa Haberler. Bei der Langen Nacht wird sie sich vorrangig ums Buffet kümmern. Abseits solcher Großevents freut sie sich vor allem darüber, wenn sie und ihr Mann Kindern und Jugendlichen Wissen weitergeben können – dazu werden mitunter auch historische Geräte vorgeführt. Sie selbst frönt übrigens ebenfalls einem Sammel-Hobby, das sie aber bewusst nicht im Museumsbetrieb zeigt: „Ich liebe alte kunstgefertigte Häferl, aber das ist meine private Leidenschaft“, muss sie lachen und bekommt dafür von ihrem Mann einen liebevollen Blick geschenkt.

Termine im Bauernmuseum
27.9., 9.30 Uhr, Erntedankfest
3.10., Lange Nacht der Museen