Fotos: Egerer (4), Grafik: Scherz-Kogelbauer
Dieser Ausflugstipp befindet sich zwar schon am Rand des Wechselgebietes. Doch er ist so reizvoll, dass wir ihn unseren treuen Lesern nicht vorenthalten möchten – wandern wir hier doch auf Teilstücken des geschichtsträchtigen Semmering-Bahnwanderweges. Hier befinden wir uns nicht nur auf der Sonnenseite des Lebens, sondern genießen auch wundervolle Ausblicke auf Viadukte, Landschaften, Burgen und Orte, Einkehr samt regionaler Schmankerl inklusive.
Wir starten kurz vor der Ortstafel von Schottwien, aus der Richtung Gloggnitz kommend an der rechten Straßenseite. Hier gibt es auch einige Parkplätze. Fährt man langsam und aufmerksam, entdeckt man hier auch die zwei gelben Wegweiser.
Wir starten mit der linken Wegtafel auf einem schmalen Pfad Richtung Burgruine und Friedhof Klamm. Ein wunderschöner kleiner Steig führt in Serpentinen und an Felsen vorbei zu einem Aussichtspunkt. Hier muss man auf der ersten Anhöhe links auf einen ausgetretenen Pfad abbiegen, von dem sich ein spektakulärer Blick in die Tiefe bietet. Auf diesem kehren wir dann wieder auf unseren ursprünglichen Wanderweg zurück. Nun marschieren wir weiter durch lichten Wald. Schon bald erreichen wir eine Forststraße und erblicken die majestätische Burgruine Klamm. Leider ist diese in Privatbesitz und nicht zugänglich.
Einstieg in den Bahnwanderweg
Nun folgen wir der gelben Tafel auf den Bahnwanderweg Richtung Breitenstein in die Musikergasse, und zwar schräg hinauf, wenn wir vor der Ruine stehen. Schon bald erreichen wir eines der ersten Viadukte, Meisterwerke der damaligen Ingenieurskunst. Nun folgen wir einem kleinen schönen Pfad, immer leicht bergauf und bergab. Bald kommen wir zu einer Wiese, wo zwei Bankerl zur Rast einladen. Von hier hat man wunderschöne Ausblicke auf die Burgruine. Danach zweigen wir rechts durch einen kleinen Tunnel ab, wonach uns der gut markierte Bahnwanderweg nach links führt. Oftmals kann man dabei vorbeifahrende Züge beobachten, da die Semmeringbahn parallel zu unserem Weg verläuft.
Bei einer Kapelle, die sich linker Hand befindet, zweigt ein Forstweg nach rechts hinauf ab. Diesem folgen wir und verlassen vorerst den Bahnwanderweg wieder. Nun geht es etwas steiler durch den Wald bergauf, bis wir eine Straße erreichen. Dieser folgen wir bis zu einem Gehöft. Hier teilt sich die Straße, wir nehmen die untere oder besser gesagt wir biegen rechts in den Villenweg ein. Hier können wir einige schöne restaurierte alte Häuser auf unserem Weg bewundern. Schließlich erreichen wir den höchsten Punkt unserer Tour am Ende dieser kleinen Asphaltstraße und entdecken rechts unten bereits den Althammerhof der Familie Schneidhofer, einen Schafbauern, der immer wieder zur Einkehr mit selbst gemachten Schmankerln einlädt (Öffnungszeiten im Internet beachten).
Von der gemütlichen, sonnigen Terrasse hat man einen spektakulären Blick auf die historischen Bauwerke des Kurortes Semmering. Frisch gestärkt machen wir uns auf den Rückweg zu unserem Fahrzeug. Wir wandern die Zubringerstraße zum Hof hinunter bis kurz vor einer Linkskehre. Hier zweigt ein markierter Pfad Richtung Klamm ab. Doch am Ortsanfang führt uns eine blaue Markierung wieder auf den Bahnwanderweg in eine schmale Gasse, die in einen Steig mündet. Diesem folgen wir Richtung Bahnhof Klamm. Wir passieren den Bahnhof und gleich nach dem Gebäude zweigt eine Stiege rechts hinunter Richtung Schottwien. Abermals geht es durch lichten Wald bergab, bis wir schließlich wieder unseren Ausgangspunkt erreichen.
Eine wunderschöne Wanderung, knapp neun Kilometer und 350 Höhenmeter sind zu bewältigen, reine Gehzeit ungefähr zweieinhalb Stunden, je nach Tempo. Diese Tour ist ganzjährig begehbar und hält unserer Meinung nach viele wunderschöne Wander-Highlights bereit.










