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Nach den höchsten Temperaturen, die wir im Juni je hatten, spüren wir: Der Hochsommer ist da! Für viele ist es die Reisezeit, manche Menschen (so wie ich) freuen sich schon das ganze Jahr darauf, endlich wirklich Zeit im eigenen Garten zu genießen. Um den Garten gut über die heiße Zeit zu bringen, ist einiges zu beachten:

Beim Gießen gilt immer: so selten wie möglich, so viel wie nötig! Wenn Pflanzen selten, dafür durchdringend gegossen werden, bilden sie stärkere Wurzeln aus – sie suchen das Wasser im Boden. Gießt man oft, bleiben die Wurzeln eher an der Oberfläche, und kommt dann einmal kein Wasser, gibt es Schäden. Ein achtsamer Umgang mit dem mit Trinkwasser ist wichtig, deshalb empfiehlt es sich, Regenwasser zu sammeln – ob in alten Kunststofftonnen oder edlen Eichenfässern ist egal. Wasserklappen an Regenrinnen sind immer von Vorteil. Für Hecken und größere Beete hat sich die Tropfbewässerung bewährt.Hier gilt es, auf die Qualität zu schauen. Billige Tropfschläuche oder „Schwitzschläuche“ geben ihr Wasser immer an den tiefsten Stellen ab. Druckkompensierende Tropfschläuche geben exakt zwei oder vier Liter pro Stunde ab, egal, ob bergauf oder bergab. So hat man einen besseren Überblick über den Wasserverbrauch und alle Pflanzen entlang der Tropfrohre erhalten gleich viel Wasser. Für Tröge und Kisterl haben sich sogenannte „Bubbler“ bewährt. Hier wird ein Fixrohr mit 16 Millimetern verlegt und 6-mm-Gummirohre werden dort, wo Wasser benötigt wird, mit kleinen Steckgabeln fixiert und der „Bubbler“ (ein kleiner Erdspieß mit Sprühdüse) wird angesteckt. Durch das Drehen der kleinen Düse werden die Wurfweite und Wassermenge eingestellt. Kombiniert man das mit einem einfachen Bewässerungscomputer, der direkt an die Wasserleitung angeschlossen ist, kann man getrost auf Urlaub fahren und die Sommerblumen, Oleander und Hochbeete werden gut mit Wasser versorgt.

Menschen, denen ihr Gemüsegarten wichtig ist, fahren im Sommer selten lange auf Urlaub. Gemüse muss regelmäßig gepflegt und geerntet werden  sei es das Ausgeizen der Tomaten (Achseltriebe werden abgeschnitten, um die Fruchtstände am Hauptstamm zu begünstigen), oder die Erntearbeit, die im Sommer eigentlich immer zu tun ist. Wer seine Gemüseflächen gut gemulcht hat, hat auf jeden Fall weniger Stress mit dem Gießen und der Verkrautung der Beetflächen. Zusätzlich werden die Flächen vor Starkregen geschützt. Eine Woche kann uns der Gemüsegarten also gut entbehren.

In den Schwimm- und Gartenteichen wachsen vermehrt Fadenalgen, wenn das Wasser warm wird. Hier hilft nur das Abfischen – damit entfernt man den Nährstoff Phosphor. Überdies eignen sich Fadenalgen ganz wunderbar als Mulchmaterial im Gemüsegarten. Wer Wasserfälle oder Sprudelsteine betreibt, tut gut daran, sie über Mittag abzuschalten und die Pumpe in der Nacht laufen zu lassen. So kann das Teichwasser ein wenig abkühlen, wodurch weniger Algen entstehen. Algen sind grundsätzlich ein wichtiger und notwendiger Bestandteil in jedem natürlichen Gewässer. Libellen brauchen die flauschigen Polster, um ihre Gelege darauf abzulegen. 

Egal, ob Sie im Urlaub in die Ferne reisen oder sich lieber im eigenen Garten erholen – ich wünsche Ihnen eine wunderbare Hochsommer-Zeit!

Herzlichst, Ihre Gärtnermeisterin 
Gerlinde Blauensteiner

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