Pater Martin Glechner (M.) leitet seit März den Kalasantiner-Orden u.a. von Schwarzau aus / Foto: Ordensgemeinschaft Kalasantiner
Die katholische Ordensgemeinschaft der Kalasantiner steht unter einer neuen Führung: Pater Martin Glechner (42), bisher Pfarrvikar im Pfarrverband „Tor zur Buckligen Welt“, wurde in Wien zum neuen Generalsuperior seines Ordens gewählt. Der Region bleibt der Seelsorger vorerst erhalten.
Pater Martin Glechner ist seit zwölf Jahren Priester in der Pfarre Schwarzau, seit 2021 ist er als Pfarrvikar im Pfarrverband „Tor zur Buckligen Welt“ tätig. Die Region kennt er noch viel länger. Bereits bevor er 2002 in die Ordensgemeinschaft der Kalasantiner eintrat, verbrachte er im Missionszentrum in Schwarzau am Steinfeld (Katholische Glaubensinformation, KGI) ein „Apostolisches Jahr“. Dort lernte der gebürtige Oberösterreicher unter anderen seinen Mitbruder Stefan Pöll kennen. Pöll stammt aus Bad Schönau und war ebenfalls einige Jahre in der KGI tätig.
In der katholischen Kirche bezeichnet der Begriff „General-superior“ das weltweite Oberhaupt einer Ordensgemeinschaft. Das heißt: Auch wenn die Kalasantiner mit ihren 27 Mitgliedern ein vergleichsweise kleiner Orden sind, stehen sie innerhalb der Kirchenstruktur auf derselben Ebene wie etwa der weltweit tätige Jesuitenorden.
Glaube und soziale Verantwortung
Die Kalasantiner-Kongregation wurde 1889 in Wien vom inzwischen seliggesprochenen Jugend- und Arbeiterseelsorger P. Anton Maria Schwartz gegründet. Ziel des Gründers war es, durch die Vermittlung von Lehrstellen, Schaffung von Unterkünften sowie Bildung und Seelsorge für junge Arbeiter Glaube und soziale Verantwortung miteinander zu verbinden und die Gesellschaft durch christliche Werte zu erneuern. Und auch heute nennt Pater Martin als eines der größten Anliegen seiner Arbeit die Jugendseelsorge. Das Mutterhaus und der Generalat der Kalasantiner befinden sich im 15. Wiener Gemeindebezirk. In Niederösterreich ist der Orden neben Schwarzau zudem in Wolfsgraben vertreten, in Wien in der Pfarre Reindorf und St. Josef Reinlgasse, im Burgenland bisher in der Eisenstädter Dompfarre sowie in der Steiermark in Deutsch Goritz; ein Mitbruder ist in Brasilien im Missionseinsatz.
Freude in der Region
Seit seiner Wahl zum Generalsuperior im März leitet Pater Martin Glechner die Geschicke des Ordens von Schwarzau aus. Die Hälfte der Woche verbringt er in Wien. Eigentlich wäre vorgesehen gewesen, dass er im September nach Wien zurückkehrt, wofür die Weichen bereits im Frühjahr hätten gestellt werden müssen. Aufgrund der Ordensgröße konnte so schnell aber keine umfassende Personalrochade durchgeführt werden, weshalb Pater Martin vorerst in der Region bleibt. Um Seelsorge und Ordensleitung auch aus der Region heraus umsetzen zu können, holt Pater Martin auch Stefan Pöll zurück. Der Ordensmann wird den Generalsuperior bei seinen neuen Aufgaben unterstützen. Er kennt die Gemeinden des Pfarrverbandes und die Anliegen der hier lebenden Menschen..





