Fotos: Egerer (5); Grafik: Scherz-Kogelbauer
Herrliche Ausblicke, geschichtliche Highlights und kulinarisches Verwöhnprogramm zeichnen unseren heutigen Wandertipp aus. Eine gewisse sportliche Ambition sollte man schon mitbringen, doch die Anstrengung zahlt sich auf jeden Fall aus, denn die Rundumblicke bis zum Neusiedler See, Hochwechsel, zur Rax oder Hohen Wand lassen die Herzen von Naturliebhabern höherschlagen.
Wir starten beim Gasthaus Spenger in Spratzau, wo wir uns nach der Wanderung auf ein kulinarisches Highlight und freundliche Wirtsleute freuen können.
Vom Parkplatz gehen wir über eine kleine Brücke Richtung Osten. Bald erreichen wir die Asphaltstraße, der wir linker Hand etwa 50 Meter folgen, bevor wir auf der rechten Straßenseite in einen Forstweg abbiegen. Diesem folgen wir stetig bergauf durch den Wald. Allen möglichen Abzweigungen zum Trotz bleiben wir auf dem breiten Traktorweg.
Nach circa einer Dreiviertelstunde kommen wir zu einer Waldkreuzung. Hier verlassen wir den Traktorweg und folgen dem Weg, der uns zuerst geradeaus, dann leicht nach rechts, stetig bergauf führt. Schließlich erreichen wir eine Wiese, an deren Rand wir das letzte Stück bergauf zu unserem höchsten Punkt und zu einer Straße in Obereck zurücklegen. Hier hat man erste tolle Ausblicke nach allen Richtungen. Bei klarem Wetter kann man bis zum Neusiedler See sehen. Auf der rechten Seite haben wir den Hochwechsel im Blick. Dieser Straße folgen wir bis zur nächsten Abzweigung, wo wir scharf links in die Straße hinunter abbiegen. Bei einem Marterl entdecken wir eine rote Markierung, die uns wieder ins Gelände führt. Nun spazieren wir fast eben durch dichtes Grün,das fast wie eine Allee anmutet. Doch Achtung: Bald teilt sich der Weg, die Markierung an einem Baum ist schon etwas zugewachsen. Vier Wege haben wir nun vor uns. Wir nehmen von oben gesehen den dritten, der relativ verwachsen ausschaut und etwas steiler bergab führt.
Es dauert etwas, bis wir die nächste rote Markierung erspähen können. Doch im Wald geht es gemütlich den Hügel hinunter, bis wir schließlich den Spratzbach über eine kleine Brücke queren und wieder auf der Straße landen. Dieser folgen wir nach links zur „Umtausch Mühle“. Hinter der Mühle kann man noch ein großes Mühlrad bewundern. Zurück auf der Straße, folgen wir der roten Markierung noch einmal bergauf. Zuerst geht es durch lichten Wald, dann entlang des Wiesenrands, bis wir schließlich Hollenthon erreichen. Hier wandern wir die Hauptstraße entlang bis zum Ortszentrum. Bei der Florianigasse biegen wir rechts ein und entdecken vor uns hoch oben ein Storchennest, in dem sich zum Zeitpunkt der Wanderung gerade Jungtiere befunden haben.Danach überqueren wir die Straße und machen einen Abstecher in die örtliche Kirche, die eigentlich als Wehrkirche erbaut wurde. Dann marschieren wir auf der Sportplatzstraße weiter Richtung Ortsende. Haben wir den Sportplatz hinter uns gelassen, sehen wir linkerHand eine Kapelle auf der anderen Straßenseite. Hier biegen wir nach links ab und folgen dem Traktorweg noch einmal leicht bergauf über eine Kuppe, bevor es zum Glück endgültig bergab geht. Wieder auf Asphalt, wandern wir rechts bis zur nächsten Asphaltstraßen-Abzweigung. Diese führt uns zu einem Bauernhaus nach „Winkl“. Vor diesem zweigt links ein Schotterweg ab, dem wir folgen.Hier teilen sich die Traktorwege nochmals und wir dem rechten über die Wiese senkrecht nach unten. Am Waldrand angekommen, muss man ein wenig suchen, um den kleinen Steig zu entdecken, der ziemlich gerade durch den Wald hinunter auf einen breiteren Waldweg führt. Diesem folgen wir eine kurze Weile zur Straße hinunter und schon sind wir wieder bei unserem Ausgangspunkt, dem Wirtshaus „Zum schönen Grund“, angelangt.
Variante zur Türkenhöhle
Wir biegen rechts vis-à-vis der Kapelle in den Traktorweg ein und folgen diesem bis zum Wald. Hier nehmen wir den ganz linken Weg, auf dem wir zu einer Wiese gelangen und der dann linker Hand am Waldrand weiterführt, bis wir wieder in den Wald hineinkommen. Hier wandern wir circa 100 Meter bis es leicht bergab geht und wir zu einer Kreuzung von mehreren Forstwegen gelangen. Wir folgen jenem schräg rechts hinunter. Hier sehen wir kleine Felsen, dann führt ein Pfad nochmals nach rechts und stehen schließlich vor der Höhle. Hier befindet sich die sogenannte „Türkenhöhle“, die aber etwas schwierig zu finden ist. Diese Variante ist um zwei Kilometer länger. Von dort kommt man wieder zur Straße und zum Marterl zurück und folgt dem Wegverlauf wie gehabt. Zurück nehmen wir den gleichen Weg bis zu unserer Hauptroute. Insgesamt sind elf bzw. dreizehn Kilometer und 432 Höhenmeter zu bewältigen und man sollte dreieinhalb Stunden reine Gehzeit dafür einplanen (zur Türkenhöhle eine halbe Stunde mehr). Einkehren kann man auch in Hollenthon, wenn man unterwegs eine Pause machen möchte. Jedenfalls eine wunderschöne Wanderung – für Naturliebhaber genauso wie für geschichtlich Interessierte. Der erste Teil der Wanderung bis Obereck ist nicht markiert, aber leicht zu finden.
Hier geht’s zum Ausflugstipp für unterwegs auf www.bergfex.at









