Foto: Egerer

Über die Türkenhöhle gibt es Verschiedenes zu erzählen. Manche meinen sogar, dass sie einst ein kilometerlanger Verbindungsgang zu einer Raubritterburg im nahegelegenen Stickelberg war, der im Laufe der Zeit weitgehend verfiel. Übrig blieb lediglich die Eingangspforte, die unter Denkmalschutz steht. Nur noch eine kleine 70 Zentimeter breite Öffnung kann als Einstiegsstelle genützt werden. Der Innenraum weist eine derart geringe Höhe auf, dass es nur möglich ist, darin zu kriechen oder zu kauern. Die Breite des inneren Höhlenbereiches reicht von etwa zwei bis 2,7 Meter. In der hinteren linken Ecke der insgesamt etwa acht Meter langen Höhle ist ein Tropfstein zu sehen. 

Die Türken kommen

Wieder einmal waren die Türkenhorden mordend unterwegs und schonten weder Weib noch Kind. (…) Aber diesmal waren die Hollenthoner auf der Hut. „Die Türken kommen!“, schallte plötzlich ihr Geschrei durch die Ortschaft. „Rette sich wer kann!“ In wenigen Augenblicken waren alle Menschen aus dem Dorf auf der Flucht. Aber die Türkenpferde waren schneller als Menschenfüße und viele wurden umgebracht.  Der Schuster Jakob war mit etwa 25 Leuten am Waldrand entlanggelaufen. Und obwohl die Älteren und Kleinen fast keine Luft zum Atmen fanden, verliehen ihnen die Angst und die Todesschreie, aber auch das nahe Hufgetrampel der Türkenpferde Flügel. Da erinnerte sich der Jakob an eine Höhle in der Nähe des Zehentbauerngutes, in der er als Kind Verstecken gespielt hat. Da sie auf ihrem Fluchtweg schon ganz nahe waren, liefen sie alle dorthin und schlüpften hinein. (…) Alle, die in der Höhle Zuflucht gesucht hatten, waren gerettet. Die Höhle wird seither „Türkenhöhle“ genannt.

(Quelle: Hollenthon-Buch)

„Die Umtauschmühle“

Schon 1503 tauchte der Platz, wo die heutige Schaumühle steht, in Niederschriften auf. Seit 1833 ist sie in Familienbesitz. Bis 1969 gab es das alte Mühlrad, bis 1992 war die Mühle in Betrieb. „Heute ist das historische Kleinod eine Schaumühle, alles ist vorhanden. Das Mühlrad wurde dafür 2002 erneuert“, so der Besitzer Herbert Dopler. „Zurzeit bin ich noch berufstätig, daher gibt es selten Führungen, aber vielleicht habe ich in der Pension mehr Zeit“, meint er.