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Wenn der Sommer die Bucklige Welt fest im Griff hat und das Quecksilber die 30-Grad-Marke knackt, sehnen wir uns nach Abkühlung. Doch während wir Ventilatoren aufstellen und kalte Getränke ordern, läuft tief in unserem Inneren ein ganz anderes Programm ab. Die Hitze belastet nicht nur den Kreislauf – sie strapaziert auch unsere mentale Architektur. Bei extremer Wärme sinkt die Frustrationstoleranz spürbar. Der Stau nervt doppelt so stark, das falsche Wort des Partners bringt das Fass schneller zum Überlaufen, und die Geduld mit den Mitmenschen schmilzt wie Eis in der Sonne. Wir reagieren gereizt, das System kocht über.

Die Erklärung dafür liegt in unserer biologischen Kommandozentrale. Der Körper ist bei Hitze mit der Thermoregulation vollauf beschäftigt – ein echter Kraftakt für das vegetative Nervensystem. Wenn dann noch ein äußerer Stressfaktor hinzukommt, schlägt das Pendel blitzartig in Richtung Alarmbereitschaft aus. Wahre „Coolness“ ist im Sommer daher keine Frage der Klimaanlage, sondern der inneren Ordnung. Wenn wir spüren, dass die emotionale Betriebstemperatur steigt, hilft nur der bewusste Griff zur mentalen Reißleine:

  • Gönnen Sie sich in der Hitze des Gefechts Pausen, bevor Sie antworten. Drei tiefe Atemzüge kühlen das Nervensystem effektiver als jedes Eiswasser.
  • Ist der Kollege wirklich böswillig oder leidet er unter derselben Hitze? Die Entkopplung von Reiz und Reaktion nimmt den Druck aus dem System.
  • Schaffen Sie bewusste Oasen der Ruhe – physisch wie mental.

Bevor wir also das nächste Mal verbal überkochen, sollten wir uns erlauben, das Tempo rauszunehmen.

Ihr Erfolgscoach Jürgen Rohrer
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