Von links: Elisabeth Braunstorfer, BhW-Obfrau Edith Tippel, Südwind-GF Ingrid Schwarz, Preisträgerin Helga Handler, Leopoldine Reisenbauers Tochter Margit Sauer und Regionsobfrau Michaela Walla; Bild unten: Preisträgerin Karoline Reidinger aus Mönichkirchen
Fotos: Rehberger, Petra Schwarz
Zum zehnten Mal wurde heuer der Südwind NÖ-Stiftungspreis im Gedenken an Leopoldine Reisenbauer vergeben. Zum Jubiläum wurden heuer zwei Frauen vor den Vorhang geholt, die sich besonders für den fairen Handel und globale Verantwortung in der Fairtrade-Region Bucklige Welt-Wechselland engagieren.
Die Marktgemeinde Mönichkirchen nominierte für den Stiftungspreis Karoline Reidinger. Diese hat sich über viele Jahre hinweg mit großem persönlichen Einsatz für das Thema Fairtrade eingesetzt. Sie war maßgeblich an der Umsetzung und Weiterentwicklung der Fairtrade-Initiativen in der Gemeinde und in der Fairtrade-Region Bucklige Welt-Wechselland beteiligt. „Frau Reidinger ist eine Pionierin, denn durch ihre Initiative wurde Mönichkirchen gemeinsam mit Wiener Neustadt als erste Fairtrade-Gemeinde in Niederösterreich ausgezeichnet“, so Ingrid Schwarz von Südwind NÖ.
Mit ihrer Auszeichnung mit dem Stiftungspreis sollen daher ihr besonderer Einsatz und ihr wertvoller Beitrag für eine faire und nachhaltige Gemeinde und Region gewürdigt werden.
Faire Pfarre Wiesmath
Die zweite Preisträgerin kommt aus der Gemeinde Wiesmath. Helga Handler sorgt seit unzähligen Jahren dafür, dass in der Pfarre Wiesmath Produkte aus dem Weltladen angeboten werden. Mehrmals im Jahr fährt sie mit ihrem Auto nach Wiener Neustadt bzw. nach Lanzenkirchen, um Waren zu holen und diese auf (Pfarr-)Veranstaltungen zu verkaufen. Wenn es ihre Gesundheit erlaubt, ist sie noch immer als Lektorin der Pfarre aktiv. Viele Jahre half sie auch bei der Organisation der Seniorenrunden und besuchte kranke bzw. alleinstehende Mitmenschen. Elisabeth Braunstorfer hat Frau Handler nominiert und dabei auch ihren Einsatz für eine Familie aus dem ehemaligen Jugoslawien vor rund 30 Jahren hervorgehoben. Diese hat sie unterstützt und auch Kontakte hergestellt, sodass sie eine möglichst unbeschwerte Zeit in Wiesmath verbringen konnte, bis sie ein anderes Zuhause fand und später in ihre Heimat zurückkehren konnte. „Für mich ist Frau Handler eine Botin der Menschlichkeit“, so Elisabeth Braunstorfer.

„Das Preisgeld von 1.000 Euro wird heuer geteilt und geht sowohl an eine Vertreterin aus der Buckligen Welt als auch an eine aus dem Wechselland. Damit bekommt das Regions-Leitbild ‚In Vielfalt verbunden‘ eine besondere Bedeutung“, so Schwarz.






