Cornelia Kiesler betrieb ihre Pop-up-Boutique Nell‘s Tienda in Haßbach (Gemeinde Warth), ihre Tochter Christina Kiesler begeistert das Publikum auf den heimischen Kabarettbühnen / Foto: Rehberger
Mit Cornelia und Christina Kiesler präsentieren wir ein besonderes Mutter-Tochter-Gespann in der „Botin“. Denn jede für sich lebt ihren Traum, wenn auch in ganz unterschiedlichen Bereichen.
Rund 20 Jahre lang betrieb Cornelia Kiesler mit Nell‘s Tienda ein Modegeschäft in Neunkirchen. Es war ihr großer Wunsch, sich selbstständig zu machen, den sie schließlich in die Tat umsetzte – bis sie letztes Jahr aus gesundheitlichen Gründen schließen musste. Ganz wollte sie ihren Traum aber nicht aufgeben. Nun lädt sie mehrmals pro Jahr in die Nell‘s Tienda-Pop-up-Boutique auf den Bauernhof aus dem Jahr 1837 in Haßbach ein. „Nächstes Jahr gehe ich in Pension, aber weil das Konzept so gut angenommen wird, werde ich es auch weiterführen“, freut sich Kiesler über das Interesse. Noch größer ist ihre Begeisterung nur, wenn sie über ihre Töchter spricht. Eine von ihnen ist im sonderpädagogischen Bereich sehr engagiert im Einsatz. Und die zweite sieht man immer öfter auf den heimischen Bühnen.
In kleinen Schritten zum Erfolg
Christina Kiesler pendelt zwischen Wien und Graz hin und her, bespielt Bühnen im ganzen Land und war zuletzt auch im Triebwerk in Wiener Neustadt wie auch beim Kabarettabend am Familien-Bauernhof in Haßbach zu sehen – sprich: Sie hat derzeit gut zu tun. Eine sportliche Auszeit wie mit dem Fahrrad über den Großglockner und weiter nach Italien ist dann eine gute Gelegenheit, den Kopf frei zu bekommen. Der Weg auf die großen Bühnen war aber ein Weg der vielen kleinen Schritte, der die erfolgreiche Kabarettistin dort hingebracht hat, wo sie heute steht. Begonnen hat alles mit motivierenden Lehrern am BORG Ternitz. Nach dem Abschluss studierte Kiesler Schauspiel und machte erste Erfahrungen auf der Bühne, zunächst im Kindertheater. „Kinder sind das unbarmherzigste Publikum, das es gibt. Die machen einem nichts vor, wenn es ihnen nicht gefällt“, so Kiesler.
Kabarettpreis
Es folgten weitere Engagements und schnell war ihr klar, dass sie in die humorvolle Richtung gehen will. Zum 30. Geburtstag machte sie sich selbst ein Geschenk und brachte mit „Satisfaktion“ und einer Jazzband ihr erstes Musikkabarett auf die Bühne. „Der Pianist hat mich dann gefragt, ob ich es nicht im klassischen Kabarett versuchen will.“ Und sie wollte. Ihr erstes Programm „Nachspielzeit“ wurde zum großen Erfolg und mit dem Kabarett-Förderpreis ausgezeichnet – der Startschuss ihrer Kabarett-Karriere.
Derzeit arbeitet sie an ihrem neuen Programm „Maschine“, das ab 2027 zu sehen sein wird. Zuvor gibt es aber noch einige „Nachspielzeit“-Termine. Alle Infos unter: christinathekiesler.at






